Gunther: Categories vs Tags / Related Articles

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@@Gunnar:

nuqneH

»» Kategorien sollte es imho nicht zuviele geben (weil das imho ihren eigentlichen Zweck zu Nichte macht), und sie sollten nicht zu speziell (eng) gefasst sein, sodass man nach Möglichkeit jeden Artikel_genau_einer Kategorie zuordnen kann.

Ich sehe gerade einen Vorteil darin, einen Artikel mehreren Kategorien zuordnen zu können anstatt wie im real life den Artikel nur in eine Schublade stecken zu können. Sucht man in der falschen Schublade (obwohl es einleuchtend ist, (auch) in dieser zu suchen), findet man den Artikel nicht.

Ich möchte mal das SELFHTML aktuell Weblog als Beispiel anführen.
Dort gibt es bspw. den Artikel Semantische Tag Cloud. Dieser ist lediglich in der Kategorie Selfforumssieb einsortiert. Genausogut könnte er aber bei den vorhandenen Kategorien auch in CSS, HTML und Webstandards einsortiert sein. Wo bleibt da aber am Ende der Sinn einer Kategoriesierung?

Nun ist das SELFHTML aktuell Weblog ja eigentlich schon eine einzige große (Ober-)Kategorie und die einzelnen Kategorien (Themen) quasi eh schon Unterkategorien, da es sich im Prinzip nur mit einem einzigen großen Thema beschäftigt.

Anders sieht es hingegen aus, wenn man sehr unterschiedliche Themenblöcke hat, wie z.B.
Webpublishing   Formel 1   Segeln    Dies & Jenes

Dann lässt sich imho jeder Artikel sehr wohl_eindeutig_einer Kategorie zuordnen.

Wenn jeder Artikel zu mehreren Kategorien gehören kann, findet man unter einer Kategorie auch wirklich alle Artikel, die damit zu tun haben.

Wie gesagt, hängt das schon mal sehr stark vom Aufbau & Inhalt der Site ab. Ich sehe Kategorien aber auch mehr als "Einladung zum Stöbern" an den User, und weniger als Instrument zur Suche, bzw. dem Auffinden eines bestimmten Artikels. Und genau unter diesem Aspekt widerstrebt es mir, einen Artikel mehreren Kategorien zuzuordnen. Denn wenn ich mir als Leser/ Besucher der Site einen Überblick über die einzelnen Beiträge verschaffen möchte, und dann taucht ein und derselbe Artikel in so gut wie jeder Kategorie auf, dann ...!

Wenn du dich für die Sportnachrichten interessierst, wirst da ja auch nicht den Kultur & Theater Teil deiner Tageszeitung durchblättern, sondern den Sportteil.

Dazu sollten die Kategorien eben gerade speziell sein und sich nicht überlappen.

Gerade Letzteres ist dabei aber genau die Schwierigkeit, bzw. macht eine Zurodnung eines Artikels zu einer Kategorie "schwierig". Ein Kategorie-System, egal welches, ist in seinem Funktionieren sowieso immer abhängig davon, dass der Leser/ Besucher dieselbe Vorstellung bezüglich der Kategorie-Inhalte hat, wie der Ersteller. Und das wird mit steigender Kategorie-Anzahl imho immer unwahrscheinlicher.

Ein reines Kategorie-System ist also entweder "zu unpräzise/ ungenau" oder "zu unübersichtlich/ verwirrend". Beides ist nicht gewünscht/ gewollt.

Ein weiteres Manko von Kategorien ist imho, dass sie sehr "unflexibel", d.h. auch "wartungsunfreundlich" sind. Spätere Änderungen an den Kategorien sind teilweise sehr aufwendig, bis hin zu fast unmöglich (wenn sie auch noch in den URLs verwurstet sind).

Also für die Präzision/ Genauigkeit sind Tags hier imo eindeutig vorzuziehen und vorteilhafter.

Das ist aber wieder so ein Thema, wo es
1. nicht die_eine_richtige Antwort zu gibt, und
2. es auch sehr stark auf den jeweiligen Fall und seine Gegebenheiten ankommt.

Auf jeden Fall finde ich es immer sehr interessant & lehrreich, die Ansichten & Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen, etc. von anderen Usern/ Webanwendern zu erfahren - besten Dank!

Gruß Gunther