Hi,
»» Wenn du dich für die Sportnachrichten interessierst, wirst da ja auch nicht den Kultur & Theater Teil deiner Tageszeitung durchblättern, sondern den Sportteil.
Ja ... aber das Puciano Lavarotti vor dem Länderspiel die Hymne von Spaghettien gesungen hat, das eine Nachricht, die sowohl im Sport- als auch im Kulturteil ihren Platz finden könnte.
Wenn man prinzipiell ein System wählt, bei dem Artikel in mehreren Kategorien vorhanden sein können, dann sicherlich.
Aber wenn man von der Intention des Schreibers ausgeht, über welches (Haupt-)Ereignis berichtet werden soll, in diesem Fall also das Länderspiel, dann gehört es für mich in die Kategorie Sport.
Und genau hier kommen dann die Tags ins Spiel. Man könnte also bspw. wiefolgt taggen:
Fussball - 100(%)
Länderspiel - 100(%)
Lavarotti - 10(%)
»» Ein weiteres Manko von Kategorien ist imho, dass sie sehr "unflexibel", d.h. auch "wartungsunfreundlich" sind. Spätere Änderungen an den Kategorien sind teilweise sehr aufwendig, bis hin zu fast unmöglich (wenn sie auch noch in den URLs verwurstet sind).
Was sollte sich an den Kategorien "Sport" und "Kultur" denn mal ändern?
An solch "globalen (pauschalen)" Kategorien vermutlich nichts - ist aber ja auch nur ein Beispiel. Bei enger gefassten (Unter-)Kategorien ist die Wahrscheinlichkeit da schon größer.
»» Also für die Präzision/ Genauigkeit sind Tags hier imo eindeutig vorzuziehen und vorteilhafter.
Die haben aber gerade wieder die Eigenschaft, das Artikel unter mehreren von ihnen zu finden sind - was du bei den Kategorien ja ausschliessen wolltest.
Ja. Das ist aber imho doch gerade genau der Vorteil von Tags.
Kategorien - eindeutige Zuordnung eines jeden Artikels zu genau_einer_Kategorie
Tags - alle relevanten Schlüsselbegriffe eines Artikels als Tag (mit Gewichtung)
Bei den Tags braucht man keinerlei Rücksicht darauf zu nehmen, was es schon gibt oder noch nicht gibt. Idealerweise müsste man natürlich auch hier ggf. bei der Einführung weiterer/ neuer Tags die bereits vorhandenen Artikel daraufhin überprüfen, ob man die neuen Tags dort evt. auch noch ergänzen sollte.
Nochmal:
Kategorien verschaffen dem Leser einen_Überblick_über die vorhandenen Artikel zu einem Thema. Je nach Aufbau & Inhalt einer Site können diese entweder sehr weit, oder etwas enger gefasst sein.
Tags ermöglichen dem Leser eine gezielte Suche nach_konkreten_Inhalten/ Artikeln zu bestimmten Themen (dabei spielt die Einsortierung in eine Kategorie eigentlich keine Rolle, bzw. nur dann, wenn man unterschiedliche Themenbereiche mit gleichlautenden Tags hätte, was man unbedingt vermeiden sollte).
Ich halte das für meine Zwecke zumindest für das beste System. Natürlich ist es nicht das einzig mögliche, oder pauschal immer das Beste. Es hängt halt immer vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
Gruß Gunther