Moin Moin!
Ok.
Dann würde ich zur Linux-Variante greifen und die Software-Lösung wählen.
Betriebssystem: Fedora 12 32-Bit
RAID-10 4 Festplatten.
Warum ein RAID-10 und kein RAID-5? Beim RAID-10 aus 4 Platten kannst Du 50% der Plattenkapazität nutzen, beim RAID-5 aus 4 Platten 75%. Und in beiden Fällen darf nicht mehr als eine *beliebige* Festplatte ausfallen. Ein RAID-10 kann zwei Ausfälle verkraften, die *müssen* aber auf verschiedenen Enden des internen RAID-0 liegen, sonst sind die Daten futsch. Murphy killt aber immer die Platten, die maximalen Schaden auslösen, also schön nur auf einer Seite des internen RAID-0.
Bei einem RAID-10 spart man sich einiges an Paritätsberechnungen und hat etwas mehr Durchsatz, aber bei einem NAS ist das nicht sonderlich relevant. Selbst die Embedded-Prozessoren sind mit RAID-5 nicht überfordert, die Begrenzung ist in aller Regel das Netzwerk, nicht die Platte oder der Prozessor.
Allerdings wird mit einem reinen RAID-5 das booten u.U. etwas schwierig. LILO kann nur von RAID-0 und RAID-1 booten, und ich denke, dass auch GRUB da noch nicht weiter ist. (RTFM!)
Mein Server bootet von einem kleinen RAID-1 an den Onboard-Controllern und speichert die Daten auf einem großen RAID-5 an nachgerüsteten Controllern. Er hat übergangsweise auch schon von einer CF-Karte in einem IDE-Adapter gebootet, und prinzipiell würde auch eine einzelne Platte reichen, um Kernel und ggf. Init-Ramdisk in den Speicher zu laden. Aber den antiken Platten, die ich in den Server gebaut habe, traue ich nicht so recht. Also habe ich ein RAID-1 aus zwei alten Platten gebaut, in der Hoffnung, dass sie nicht simultan ausfallen.
Ist nur als NAS zu Backup-Zwecken gedacht.
Warum kein fertiges mit einem darauf optimierten, Strom sparenden Prozessor? Es gibt genügend Systeme, auf denen man eine eigene Firmware installieren kann, sollte die vorhandene nicht ausreichen.
D.h. wenn ich etwas darauf speichern oder lesen möchte wird er eingeschaltet ich mache die änderungen, warte bis die festplatten fertiggeschrieben habe und beende die Maschine wieder. Also er läuft nicht durch, da zu hohe Stromkosten.
Ein Grund mehr für ein fertiges NAS.
Ich habe nämlich gerade eine Festplatte verloren, die ich aber evtl. und/oder hoffentlich durch auswechseln der Platine retten kann und dann greife ich zum RAID und hoffe das ich das im Vorfeld verhindern kann, also den Datenverlust.
Dann brauchst Du kein RAID-10, RAID-5 reicht. Und Du solltest den Gesundheitszustand des RAIDs und der einzelnen Platten überwachen lassen. Auf meinem Server laufen mdadm im Monitor-Modus für die beiden RAIDs und smartd für die sechs Platten. Wenn irgendeines der Systeme sich nicht wohl fühlt, bekomme ich automatisch eine E-Mail -- was angesichts der recycleten Hardware gelegentlich mal vorkommt. Und neben dem Server liegt für alle Fälle ein Ausdruck der Anleitung, wie man ein RAID mit einer ausgefallenen Platte wieder zum Laufen bekommt.
Was ist mit diesem Controller, ist er für meine Zwecke geeignet?
Linux kann aus allen beschreibbaren Block Devices RAIDs bauen, auch z.B. aus Flash-Sticks oder Floppies. Wenn Linux für den Controller-Chip einen passenden Treiber (entweder generisch oder für den speziellen Chip) hat, um daran angeschlossene Platten als Block Devices anzusteuern, dann ist der Controller geeignet. Ein spezieller RAID-Controller ist dafür nicht notwendig, im Gegenteil ist der gelegentlich eher hinderlich. Für ein SW-RAID sollte der Controller so dumm wie möglich sein und die Platten einfach ans Betriebssystem weiterreichen.
Alexander
Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".