Hallo
Ob Millionen von Privathaushalten, oder "nur" ein paar tausend Firmen, dürfte vom Einsparpotential her in etwa auf dasselbe hinauslaufen.
Das Sparpotential ist natürlich sowohl bei Haushalten wie auch in Firmen da. Nur sind für Firmen schaltbare Steckerleisten und z.B. das Abschalten eines Druckers bei mehreren Büroarbeitsplätzen (wie von aska vorgeschlagen) nicht zielführend. Da braucht es andere Maßnahmen.zum Beispiel das zentrale Abschalten der Stromversorgung des gesamten Bürotrakts, und nur für Sonderanwendungen ein paar wenige Steckdosen mit "Dauerfeuer".
Nunja, außerhalb der Bürozeiten schon, ich wollte eher auf askas Vorschlag, zum drucken mal eben den Drucker an- und hinterher wieder auszuschalten, hinaus. Das ist in einer Firma (auf die luti hinaus wollte) (zu deren Bürozeiten!) keine Option.
Der eine will mal eben schnell ein Anschreiben ausdrucken, die Andere 20 Minuten später einen Serienbrief in 248 Ausfertigungen, wieder eine halbe Stunde später gibt der Ingenieur aus Büro 216 den Ausdruck eines 500-seitigen Handbuchs in Auftrag. Der Laserdrucker steht, zusammen mit dem Kopierer, im Raum 102. Man muss sich den Ausdruck also von dort abholen. Dazu noch jedesmal vor Auslösung des Auftrags nach Raum 102 zu eilen, um den Drucker hochzufahren, ist Unfug. Dabei rede ich noch nicht einmal von der -- in askas Szenario stets und ständig wiederholten -- Aufwärmphase des Druckers, während der er bestimmt einiges an Energie verbrät.
Wozu Standby, wenn ich an gut ereichbarer Stelle[1] einen Netzschalter habe, mit dem ich das Gerät ausschalten kann?
Weil ich meine Anlage als Wecker benutze, sprich morgens mit Musike geweckt werden will?
Dafür gibt's schöne handliche Schaltuhren, die wirklich nur ein paar Milliwatt Leistung aufnehmen.
Wenn die Anlage das hergibt, möchte ich das vielleicht genauso nutzen. Zumal ich davon ausgehe, dass mit einer Schaltuhr zwar der Verstärker und der Tuner anspringen, z.B. aber ein CD-Player nicht anläuft[1], auch wenn er Strom bekommt.
... Da nun aber die EU-Richtlinie zuschlägt, die jetzt eine Ruhestromaufnahme von nicht mehr als 2 Watt und in einigen Jahren von unter einem Watt vorschreibt, geht es doch "plötzlich". Und da nie bestimmt nichts unmögliches verlangen, muss das schon seit mindestens ein paar Jahren gehen.
Natürlich "geht das". Aber es verteuert die Produkte, oder schmälert die Gewinnspanne der Hersteller.
Das werden wir schon überleben. Solche Geräte kauft man typischerweise nicht alle paar Monate neu[2]. Da lohnt sich vor dem Kauf schon der Blick auf den Verbrauch und die Mehrausgabe von (sagen wir mal) 20-30 Euro.
eines Plasmafernsehers
Jetzt habe ich doch tatsächlich "Plastikfernseher" gelesen. :-)
Trifft das heutzutage nicht zu? Das klassische furnierte Holzgehäuse findet man doch höchstens noch bei Geräten im Retrolook. Oder heißt das heute nicht neudeutsch "Vintage Look"?
[1] Meiner schon, der ist aber auch schon 17 1/2 Jahre alt und noch mit mechanischen Schalttasten bestückt (und läuft und läuft und läuft und läuft ...[3]). Heute haben die ja alle[4] Taster, die ohne Strom ihr "Wissen" um ihren Status verlieren.
[2] Ok, bei heutigen Qualitäten und der schnellen Überalterung der Techniken kann man diesen Punkt auch in Zweifel ziehen. ;-)
[3] Nein, der ist nicht von VW sondern kein Trick.
[4] Ja, das mag zu sehr verallgemeinert sein.
Tschö, Auge
Verschiedene Glocken läuteten in der Stadt, und jede von ihnen vertrat eine ganz persönliche Meinung darüber, wann es Mitternacht war.
Terry Pratchett, "Wachen! Wachen!"
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