Der Martin: Bucht im Mittelmeer 18°, 100 m weiter draußen 22, wie geht das?

Beitrag lesen

Hi,

eine kleine Badebucht in der Provence hatte nach etwas WSW-Wind gestern heute früh gefühlte 18 Grad, also schon sehr frisch zum Baden. Etwa 100 Meter rausgeschwommen wurde es schlagartig so warm, wie es die Tage immer war, gefühlt mal 22 Grad, also _merklich_ wärmer. Am Strand aber ist es ja flacher, so dass ich gedacht hätte, das Wasser würde sich dort schneller erwärmen. Andererseits wars morgens 9:30, insofern noch nicht so lange Sonne.

Meeresströmungen spielen da bestimmt eine wichtige Rolle.
Aber auch völlig ohne Strömungen wäre die Situation erklärbar: Wasser hat eine hohe Wärmekapazität; größere Wassermengen sind daher thermisch "träge". Das flache Wasser am Strand kühlt daher über Nacht stärker aus, während im tieferen Wasser die in tieferen Schichten gespeicherte Wärmeenerige für etwas Ausgleich sorgt.
Am Abend eines sonnigen Tages hast du wahrscheinlich die umgekehrte Temperaturverteilung: Während der tiefere Bereich vermutlich immer noch seine 22° hat, ist die flachere Zone vielleicht auf 24 oder 25° aufgewärmt.

Schönen Urlaub noch,
 Martin

--
Lache, und die Welt wird mit dir lachen.
Schnarche, und du schläfst allein.
Selfcode: fo:) ch:{ rl:| br:< n4:( ie:| mo:| va:) de:] zu:) fl:{ ss:) ls:µ js:(