Hannes: Franz. Übersetzung - Patricks Wissen ist gefordert

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Wenn es die Zielgruppe erfordert oder der Kunde das will/bezahlt, muss man den IE6 selbstverständlich unterstützen.

Mag sein für professionelle Homepages.
Aber warum soll ich in meiner privaten Homepage, für die ich auch nicht unendlich Zeit investieren will/kann auf jede exotische Besonderheit eingehen?

Richtig. Die "Erfordernisse der Zielgruppe" ist doch als Argument für den IE 6 lächerlich, das taugt in Sonderfällen, irgendwelchen eingegrenzten Applikationen, aber nicht für die Allgemeinheit. Wer sowas als Argument bringt, ohne zu wissen, worum es geht, zeigt nur die gleiche kurzsichtige Denke wie seinerzeit beim "Optimiert für Browser Soundso".

Und ob man als Anbieter jeden Scheiß mitmachen muss, den der Kunde fordert, halte ich für überaus fragwürdig. Mit so einer unterwürfigen Nummer hat man auf lange Sicht mehr Ärger als Gewinn, weil man als derjenige, der's umgesetzt hat, in der Regel auch Schuld an allem ist, einschließlich der Idee. Da kann man noch so lange drauf pochen, der Auftraggeber hätte es ja so gewollt.

Vor allem aber hat man mit dem IE6 und auch noch älteren Browsern überhaupt keine Probleme, wenn man sie einfach von CSS verschont. CSS ist für Gestaltung da, Besucher kommen aber nicht wegen des bunten Firlefanz, sondern wegen der Inhalte – und die werden per HTML transportiert.

Ich habe schon vor längerer Zeit mit besagter Konstruktion CSS für IEs vor Version 7 abgeschaltet: Die Nutzerzahlen des IE 6 sind nicht eingebrochen, bei einem Allerweltsthema mit einer Viertelmillion Seitenabrufen monatlich hätte das aber auffallen müssen. CSS für den IE 6 "selbstverständlich unterstützen"? Kinderkacke.