Hi Sven,
Was du in deinem Urlaub mit deinem Laptop machst, ist ausschließlich deine Privatsache. Wenn du dich programmierend für ein von zuhause mitgebrachtes Projekt betätigen willst, ist das deine Privatsache.
Das klingt vernünftig.
Ich gehe halt davon aus, dass ich, wenn ich in den USA bin, auch amerikanischem Recht unterliege.
Willst du deine durch deine Arbeit in den USA erhaltenen Gewinne also auch dort versteuern? Wäre schön blöd.
Nein, das möchte ich natürlich nicht - und kann ich ja auch gar nicht.
Indem du deinen Urlaub und deine darin getätigten Dinge für das Projekt einfach als Privatsache deklarierst, wirst du das ganze deutlich einfacher handhaben können.
Was soll denn mit dem Manager sein, der sich zum Urlaub in den USA aufhält, und den man dort per Handy anruft, um einen Milliarden-Deal abzuschließen? Darf der den Anruf nicht annehmen? Oder muss er den gewonnenen Deal dort versteuern? Beidesmal: Nein! Wäre wirklich blöd, wenn das so wäre.
Genau solche Szenerien habe ich mir auch ausgedacht - ja, das wäre wirklich merkwürdig. Aber es soll ja schon merkwürdige Gesetze geben... ;-)
Dann musst du das Konsulat befragen und riskieren, dass die dich sofort auf eine No-Fly-Liste setzen oder sonst irgendwie kritisch beäugen oder deinen Urlaub anderweitig canceln. Ich trauen denen alles zu. Zugegeben auch, dass sie bei im Urlaub remote arbeitenden Programmierern merkwürdig reagieren.
Das werde ich auf keinen Fall machen. Man soll ja keine schlafenden Hunde wecken. Das ist auch der Grund, warum ich diesen Post mal nicht unter meinem Namen schreibe. ;-)
Die einfachste Lösung ist: Arbeit zuhause lassen, denn sonst kannst du den Urlaub eigentlich gleich lassen.
Das werde ich natürlich primär versuchen!
Vielen Dank für deine Ratschläge, sie haben mir sehr geholfen!
Der Fragende