Micrografx hatte schon 1989 tolle Grafiksoftware, mit der man in ganz kurzer Zeit ganz tolle Ergebnisse erzieken konnte, sogar auf einem Pentium 120 mit 512MB Arbeitsspeicher und Win98SE als OS.
Der gute alte MGX Picture Publisher, damals in Version 6, lief unter Win98 (nicht SE!) sogar schon mit 128MB Arbeitsspeicher tadellos. Und Micrografx hat damals schon verstanden, dass nicht jeder immer die neueste Version braucht: Dieses Unternehmen hat die nicht mehr ganz aktuelle Vorversion regelmäßig für'n Appel und'n Ei angeboten! So bin ich seinerzeit zu Picture Publisher 8 gekommen, ganz regulär im Fachhandel für 30 EUR.
So ähnlich lief es bei mir mit Corel.
Die jeweils aktuellen Vollprodukte laufen ja um die 400-1400 Euro (oder Mark, das nahm sich nichts ^^).
Die damals aktuelle 3er-Version ist mir erm "zugefallen", danach hatte ich 6,7 und 9. Ich erwarb jeweils eine Version, hinter der aktuellen (gebraucht oder Restbestände) oder sog. "selected Edition", in der _nur_ Draw und Photopaint enthalten waren.
Ich habe irgendwann versucht ausschließlich freie Software zu verwenden (und tue das weitestgehend noch immer mit Erfolg/Zufriedenheit), der Umstieg von Photopaint nach GIMP fiel mir relativ leicht, Masken heißen eben Auswahl, Objekte eben Ebenen, sonst tat sich nicht so viel...
CorelDraw war allerdings das unfreie Produkt, auf dem ich am Längsten hängen geblieben bin, weil ich mit Inkscape &Co einfach nicht warm wurde. Da sind/waren die Unterschiede einfach zu groß.
Vor relativ kurzer Zeit (~6 Monate) habe ich diesen Absprung aber geschafft und kann mit Inkscape nun (fast) die gleichen Sachen wie mit dem uralten Draw, nur ist der Wirkflow durchaus deutlich anders. Und wenn es nur darum geht, dass bei Corel skalieren mit gleichbleibendem Seitenverhältnis default ist und ich bei Inkscape dafür eine Taste drücken muss (damit hab mich anfangs echt schwer getan).
Ich behaupte, dass heutzutage man mit freier Software genauso gut arbeiten kann wie mit proprietärer. Das Argument mit der "Toolchain" ist durchaus schlüssig, aber angesichts dessen wie leicht mir der Umstieg von Photopaint auf GIMP gefallen ist, vermute ich mal kommt man auch flott in Photoshop rein... wenn man einen Tutor hat um so besser :) "Sag mal Heinz, wo ist hier eigentlich der Verpixelungs-Effekt?"
Ansonsten, mithilfe von Hilfedateien und Internetz kriegt man das sicher hin.
Der Arbeitgeber muss eben damit klar kommen, dass man nicht alle Tools beherrscht (was eh unwahrscheinlich ist) wohl aber bereit und vermeintlich in der Lage ist sich dort einzuarbeiten.
Andererseits nach nunmehr ~15 Jahren Star- und OpenOffice kotzt es mich jedes Mal tierisch an wenn ich MS-Office benutzen muss, weil ich es als unzulänglich empfinde. In Wirklichkeit sind die Funktionen, wahrscheinlich einfach nur wo anders als ich sie suche ^^
Aber sowas muss man dem künftigen Betrieb ja nicht unbedingt stecken :)
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