Hello,
Hier geht es um das Theorem der ersten Wellenfront, das Abklingverhalten des Ohres und der Verdeckung aufgrund von zeitlicher Integration (innerhalb 30ms) oder der Amplitude (ca. +6dB zum 1. Schallereignis).
Was willst Du in Hinblick auf die Auslegung des Lautsprechers (mit "dem auch sehr schnelle Doppelbaß-Teile (Schlagzeug) sauber wiedergegeben werden müssen") damit sagen? Wenn es darum geht einen aufgenommen Ton mit einem Lautsprecher wiederzugeben stellt sich die Frage, ob die Membran die nötige Bewegung ausführen kann. Ob der Mensch das dann noch auseinanderhalten kann steht auf einem anderen Blatt, der Lautsprecher muß nur nicht viel besser sein.
Gleichartige Schallereignisse, die innerhalb 30ms aufeinander folgen, kann das menschliche Ohr nicht auseinander halten. Diese werden dann, solange sie in ähnlicher Lautstärke am Ohr ankommen, zu einem Schallereignis integriert.
Ein Basslautsprecher sollte bei vernünftigem Dämpfungsfaktor des Systems "Lautsprecher-Kabel-Verstärker" (besser als 40, normal wäre heutzutage >200) schon dem elektrischen Signal folgen und kein Eigenleben führen. Üblicherweise tun Basslautsprecher das in einem Frequenzbereich zwischen 20 und 400Hz auch ordentlich. Hängt natürlich auch vom Membranmaterial und der Menbranform ab, ob das Teil in Partialschwingungen aufbricht. Da man aber heutzutage für die Berechnung von Rotationskörpern oder -flächen nicht mehr auf Logarithmentafeln angewiesen ist, sollten selbst die billigsten Lautsprecher schon gute Ergebnisse liefern.
Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz
Tom vom Berg
