Alex: Kosten für Porto bei Originalrechnung

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Hi,

ich sehe da eigentlich nicht so sehr die Rolle des Starken und des Schwachen, sondern einfach nur Anbieter und Kunden. Die Unterscheidung nach Privat und Gewerblich fand ich dagegen noch nie in Ordnung, weil sie letzten Endes ziemlich willkürlich ist.
Halte ich auch für gut - nur sollte es eben für Geschäftskunden ebenso gelten wie für Private.

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Das sehe ich nicht so. _Grundsätzlich_ ist es ja schon so, dass das Unternehmen stärker (rechtlich und Know-How) ist als der Verbraucher.

Dazu kommt auch noch, dass ein Unternehmen bei einer ordnungsgemäßen Führung (im Sinne des GmbH- und AG-Rechts vor allem) nicht so willkürlich agieren kann und darf wie ein Verbraucher. Ein Unternehmen muss sich vorher überlegen, was es braucht und kauft es dann. Ein Unternehmen sollte vorher die Vertragsbedingungen kennen und schauen, ob sie im passen etc. (wobei Unternehmen im Punk AGB nahezu so geschützt sind wie Verbraucher - zwar gilt der AGB-Klauselkatalog dort nicht, aber die Rechtsprechung orientiert sich sehr stark daran.)

Aber es gibt - aufgrund der Verallgemeinerung - natürlich tonnenweise Gegenbeispiele in denen es angebracht wäre z.B. das Unternehmen zu schützen oder alle zu schützen etc.

Aber pauschal B2B und B2C immer das Verbraucherrecht anzuwenden würde ich für falsch halten. Dann wären marktmächtige Großkonzerne genauso geschützt, wie die Oma von nebenan. Da finde ich es dann doch besser, dass mal ein Kleinunternehmer Nachteile hat - denn auch der sollte sich ja an gewisse Spielregeln im Geschäftsverkehr halten.

Eine Individualllösung wäre natürlich das Beste. Aber da müsste man dann vor jedem Kauf ein komplettes Persönlichkeitsgutachten aller Beteiligten anfertigen, bevor man weiß wie schützenwert wer ist.
Aber vielleicht tun sich ja mal Facebook und Google zusammen und bieten sowas als Instant-Service an - genug Daten haben sie ja sicher schon ;)

Gruß
Alex