Alexander (HH): Tipps für Laptopwahl

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Moin Moin!

  • optisches Laufwerk

Auch eine aussterbende Spezies. Die Dinger brauchen viel Platz im Gehäuse und nuckeln immer ein wenig an der Batterie. Ich würde ein externes Laufwerk über USB anschließen. Idealerweise über USB 3.0, weil da aus dem USB-Port genügend Energie kommt, um ohne Netzteil oder spezifikationswidriges Y-Kabel auszukommen.

Daten schleppt man heute auf Flash-Sticks durch die Gegend, und Filme kann man auch recht schmerzfrei auf die Platte rippen. Dann kann das optische Laufwerk zuhause bleiben.

Laufen die auch gewöhnlicherweise unter *buntu?

Ich hab noch kein USB-CDROM bzw. USB-DVDROM gesehen, das NICHT mit Linux kooperiert. Das Innenleben aller (mir bekannten) USB-CD/DVD-Laufwerke ist ein stinknormales internes CD/DVD-Laufwerk, je nach Alter mit PATA(IDE)- oder SATA-Schnittstelle, kombiniert mit einem vielbeinigen Käfer, der zwischen USB und PATA/SATA vermittelt. Das USB-seitige Protokoll ist genormt, auf der PATA/SATA-Schnittstelle spricht man ebenfalls eine einheitliche Sprache (ATAPI, was quasi SCSI über ATA ist). Das Ergebnis ist, dass alles mit generischen Treibern funktioniert, die alle gängigen Betriebssysteme seit Jahren dabei haben.

Gibt es welche, die auch ohne PC eventuell zusätzlich als DVD-Player an einem Monitor genutzt werden können oder eben als Laufwerk?

Ein Standalone-DVD-Player, der alternativ auch als USB-DVDROM läuft? Das ist mir bislang nicht begegnet. Möglich wäre das, denn für einen DVD-Player benötigt man auch kaum mehr als ein PC-DVD-Laufwerk und einen kleinen Microcontroller mit DSP und eine hand voll analoger Bauteile. Dem Microcontroller könnte man vermutlich ohne viel Schmerzen beibringen, sich als USB Mass Storage Device zu benehmen.

Ich vermute mal, dass es dafür keinen ausreichend großen Markt gibt. Ein DVD-Player ohne Bildschirm kostet ab ca. 30 €, der braucht noch zusätzlich einen Fernseher. Das dürfte bei professionellen Laptop-Benutzern mutmaßlich die Glotze im Hotelzimmer sein. Tragbare DVD-Player MIT Bildschirm kosten ab ca. 80 €. Ein externer DVD-Brenner kostet ab ca. 40 €, zusammen mit dem ohnehin vorhandenen Laptop kann der genauso gut DVDs wiedergeben.

Ein externer Brenner mit Standalone-Wiedergabe bräuchte wie gesagt noch etwas mehr Innenleben als nur den einen billigen Standard-Käfer zwischen USB und ATA, und eine Hand voll Buchsen extra. Heutzutage möchte man zwingend HDMI haben, S-Video, Composite Video und RGB sollten auch dabei sein, und natürlich mindestens zwei Audio-Kanäle. In Europa wäre eine Scart-Buchse statt eines Adapterkabels auch etwas schönes. Und natürlich muß noch ein Netzteil mit in den Karton. Fernbedienung wäre auch schick. Das macht das Schätzchen schonmal mindestens 10 € teurer. Lizenzabgaben für DVD-Wiedergabe und HDMI fallen auch noch an. Das reine PC-Laufwerk braucht beides nicht, die Lizenz für HDMI ist im Preis des Laptops drin, die für DVD-Wiedergabe im Preis für die Player-Software.

Allein schon für die ganzen Buchsen braucht man extra Platz im Gehäuse. 6x Cinch (Links, Rechts, Composite Video, Rot, Grün, Blau), 1x S-Video, 1x Niedervolt und 1x HDMI sollten noch relativ schmerzfrei am Heck neben der USB-Buchse Platz haben. Aber der Scart-Klotz macht das Gehäuse doppelt so hoch. Dann ist wenigstens genügend Platz für den IR-Empfänger in der Front.

Dann bleibt noch die Garstigkeit, dass aus dem USB bis einschließlich Version 2.0 nur 2,5 Watt rauskommen, das meiste davon geht für das Laufwerk selbst drauf. Die ganze Elektronik muß also sehr sparsam sein. Für einen kleinen USB-ATA-Übersetzer reicht das so gerade eben noch, aber die Standalone-Elektronik wird mehr brauchen. Das kann man lösen durch Netzteil-Zwang, was das Laufwerk für den mobilen Einsatz völlig nutzlos macht. Oder durch Zwang zu USB 3.0, wo 4,5 Watt zur Verfügung stehen, und das Gerät für alte Hardware völlig nutzlos macht. Oder durch eine Elektronik, die im USB-Betrieb die Standalone-Technik komplett abtrennt. Das bedeutet, dass der USB-ATA-Adapter und der DSP-Mikroprozessor getrennte Bausteine mit getrennter Stromversorgung sein müssen, und dass der USB-ATA-Adapter auch noch mit dem DSP-Mikroprozessor reden können und sich dem gegenüber wie ein ATA-LAufwerk verhalten muß. Das ist schaltungstechnisch viel mehr Aufwand und damit teurer. Vermutlich würde das bei einem Preis enden, der sehr dicht an einem mobilen DVD-Player mit Monitor liegt. Und dann fragt sich der geneigte Kunde, warum er für ein Gerät ohne Monitor fast so viel zahlen soll wie für eines mit Monitor.

Alexander

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Tipps für Laptopwahl

daniel ludwig
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