Hallo,
Ich kenne Internet per Fernsehkabel. Da gibt es ein Model im Kabel, an dem hängt der Router. Macht für mich keinen Unterschied zu Internet per Telefonkabel, außer das Modem sieht anders aus.
es gibt noch weitere erhebliche Unterschiede. Zum Beispiel, dass die Kabelmodems meistens spezifisch für einen bestimmten Anbieter sind, weil fast jeder Kabelnetzbetreiber ein geringfügig anderes Protokoll fährt, während im Gegesatz dazu ADSL weitgehend standardisiert ist. Deswegen bleibt das vom Anbieter bereitgestellte Kabelmodem auch meist dessen Eigentum, während man am DSL-Anschluss fast jedes Endgerät "von der Stange" benutzen kann.
Was für Einstellungen kann man da nicht machen, die du vermisst?
So wie du es darstellst: Keine. Aber wenn der Netzbetreiber den kompletten LAN/WLAN-Router zur Verfügung stellt, dem Kunden aber den Zugang zu dessen lokaler Konfiguration verweigert, steht man dumm da. Wenn der Anbieter nur ein "dummes" Modem bereitstellt, an das man auf der LAN-Seite den eigenen Router anschließen und beliebig verwenden kann - dann ist alles in Butter.
Bekannte von mir ärgern sich zum Beispiel schon monatelang, weil das Kombigerät aus Kabelmodem und VoIP-Gateway mit Anschluss für analoge Telefone, das von KabelBW zur Verfügung gestellt wird, ungünstig konfiguriert ist. Die Priorisierung von VoIP und regulärem Datenverkehr ist so eingestellt, dass die Telefonverbindung nur noch abgehackt kommt oder ganz abreißt, wenn sie gleichzeitig mit dem PC größere Downloads machen. Selbst können sie nichts machen, weil der Zugang zur Modem-Konfiguration "dicht" ist, und KabelBW hat trotz mehrerer Aufforderungen auch noch nichts unternommen.
Das kann mir mit meiner Fritzbüx am DSL-Anschluss nicht passieren. Da kann ich -obwohl sie von 1&1 verkauft wurde- alle Einstellungen selbst vornehmen. Im ungünstigsten Fall sogar so weit, dass ich keine Verbindung zum DSLAM oder zur PPPoE-Gegenstelle mehr kriege.
Was kann man mit den Zugangsdaten alles anstellen?
Wie schon angedeutet: Es gibt DSL-Anbieter wie z.B. 1&1, die einem zwar auf Wunsch passende Endgeräte verkaufen (meist zu günstigen, weil subventionierten Preisen). Wenn man bestimmte exotische Wünsche hinsichtlich des Endgeräts hat, kann man aber ebensogut im Fachhandel selbst ein DSL-Modem oder einen Router mit integrierten Modem kaufen. Dann braucht man in diesem Gerät nur die DSL-Zugangsdaten einzutragen, die man von 1&1 bekommen hat.
Und ich vermute, das ist bei vielen anderen ebenso.
Ciao,
Martin
Wer im Steinhaus sitzt, soll nicht mit Gläsern werfen.
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