Tach!
Wenn es die Übersichtlichkeit/Wartbarkeit des Codes erhöht, würde ich einen solch geringen Performance-Verlust in jedem Fall in Kauf nehmen. Allerdings gebe ich zu, dass man über die Frage, ob durch den Einsatz von Gettern/Settern tatsächlich die Übersichtlichkeit erhöht wird, sicher vortrefflich streiten kann.
Jede Menge Methoden, die nichts weiter tun, als einen Wert aus einer Variable zu lesen oder ihn dorthin zu schreiben, pflastern die Code-Dateien nur unnötig voll. Ohne Erfahrung, welche Getter/Setter man unbeachtet lassen kann und welcher doch mal etwas anders macht, verfolgst du im Debugfall jeden einzelnen dieser sinnlosen Methodenaufrufe, um dann entnervt die eine Methode zu übersehen, die anders ist. Durch solchen einen Code-Wust in der Klassendatei zu navigieren ist auch keine Freude, zumal die Methoden selten nach dem Informationsgehalt für Code-Leser sondern eher nach Alphabet sortiert sind.
Da lob ich mir doch C#, das hat Propertys mit eingebauter Getter/Setter-Funktionalität. Wenn man keine Extrawurst braucht, gestattet da bereits die Syntax das Weglassen der Metoden-Notation (intern wird das zu Methoden umgesetzt, aber das tangiert die Übersichtlichkeit des Codes nicht). Diese Propertys sind genauso einfach handzuhaben wie einfache Fields und bei Bedarf bekommt auch der restliche Code von einer Erweiterung nichts mit - es bleibt augenscheinlich ein Eigenschaften-Zugriff. Wenn man in PHP und Java von Eigenschaft auf Methodenaufruf wechseln möchte, muss man das an den aufrufenden Stellen anpassen, wenn man nicht im vorauseilendem Gehorsam sowieso alles mit Gettern/Settern versehen hat. Zumindest bei PHP kann man hier mit der __get/__set-Magie einen guten Kompromiss zwischen Übersichtlichkeit und eventuell doch mal benötigter Funktionalität eingehen.
dedlfix.