Hello,
Ja, und zwar in beiden Richtungen.
Entweder der Veranstalter verteilt die Wahlunterlagen an alle Wahlberechtigten und vertraut darauf, dass sie diese nicht an Unberechtigte weitergeben, sondern selbst ausfüllen oder vernichten. Dann können die Wähler ihre Wahlzettel z.B. in eine Sammelbox werfen und anonym bleiben.
Oder der Veranstalter gleicht die Identität der Teilnehmer mit der Liste der Wahlberechtigten ab, dann müssen die Wähler darauf vertrauen, dass diese Kontroll-Liste nach dem Ende der Wahl vernichtet wird.Und so ist es im Prinzip bei der Online-Abstimmung auch.
Und bei der Offline-Wahl wird sogar noch relative Redundanz bezüglich der Kontrollmöglichkeiten hergestellt. Du musst nämlich in einem bestimmten Wahllokal wählen gehen. Dort sitzen als Wahlhelfer i.d.R. auch Leute aus dem dazu passenden Wohngebiet. Wenn Du jetzt mit dem Wahlschein deines Freundes - der notorischer Nichtwähler ist - aus einem anderen Wahlkreis nochmal hingehen würdest, würde das sofort auffallen, gehst Du in seinen Wahlkreis, würde aber vielleicht immer noch einer der Beisitzer sagen: das ist aber nicht Herr Sowieso. Den kenne ich nämlich!
Wahre Demokratie findet sowieso öffentlich statt. Echter "Datenschutz" besteht erst dann, wenn jeder zu jeder Zeit über jeden alles wissen darf. Dann kann niemand mehr mit den Daten Unsinn treiben und es fördert eventuell die Ehrlichkeit. Man kann nicht mehr vorne herum für Frieden beten und hinten die gemeinsten Minen bauen...
Aber könnte man das Schlüsselverfahren mit private und public Key nicht irgendwie umdrehen?
Normalerweise kommt immer erst die Authentifizierung und dann erst die Authorisierung.
http://authentifizierung.org/authentifizierung-vs-autorisierung.html
Aber vielleicht könnte man das auch anders machen?
Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz
Tom vom Berg
