Hi,
ich bin dummerweise mit einer Verzögerung von 0,81 Sekunden über eine rote Ampel gefahren.
ich kann mich nur den anderen Stimmen anschließen: Zähneknirschend den eigenen Fehler eingestehen und zahlen.
Im Grunde kann das jedem Autofahrer täglich passieren; jeder ist ab und zu mal für einen Augenblick abgelenkt, übersieht eine Kleinigkeit und schwupp, ist es passiert. Nur gut, dass es meistens ohne Folgen bleibt. Und wer von sich behauptet, das könne ihm nicht passieren, der wirkt auf mich entweder naiv oder überheblich.
Übrigens geisterte vor ein paar Jahren mal das Gerücht durch die Medien, dass die Gelbphase an den Ampeln mindestens vier Sekunden lang sein müsse, andernfalls habe man bei einem Rotlichtverstoß gute Chancen, den Bußgeldbescheid anzufechten. Ich habe das damals nicht weiter verfolgt und weiß nicht, ob es stimmt(e), aber mir sind tatsächlich auch schon Ampeln aufgefallen, wo die Gelbphase so unerwartet kurz ist, dass man mit der Absicht "Das reicht noch bei Gelb" sehr wahrscheinlich Pech hat.
Dann gibt es natürlich auch hin und wieder galoppierenden Blödsinn bei den Ampelphasen. Wenn ich beispielsweise aus meinem Wohnort raus auf die Bundesstraße fahre, muss ich dort immer höllisch aufpassen, weil ich inzwischen weiß, dass sich die Gelbphase für den Verkehr auf der Bundesstraße schon mit dem Grün für den Verkehr aus der Nebenstraße überschneidet. Fährt also jemand aus dem Ort raus sehr zügig bei Grün los, während auf der Durchgangsstraße ein anderer Autofahrer noch bei Gelb durchrauscht, dann knallt's.
Oder ein paar Ortschaften weiter: Da gibt's an einer Ampel im Ort eine Phase, wo Linksabbieger und Gegenverkehr gleichzeitig Grün haben. Als ich das vor ein paar Jahren beim dortigen Ordnungsamt kritisiert (mit Foto-Beweis) und eine Änderung der Ampelschaltungen dringend empfohlen habe, antwortete man mir nach ein paar Wochen, man werde nichts ändern, denn die Linksabbieger-Ampel habe ja keinen Pfeil als Symbol, also müsse man als Linksabbieger mit Gegenverkehr rechnen. - Das stimmt zwar, ist aber hier im Ländle dennoch sehr ungewöhnlich.
Und in Stuttgart weiß ich eine Kreuzung, wo ich häufig zu Fuß vorbeikomme, wo in fast jeder Ampelphase noch zwei bis drei Autos bei "Kirschgelb" (aka "Rot") durchfahren, und ich verstehe nicht, warum das da so konsequent vorkommt. Wenn die Stadt da mal kontrollieren würde ...
Also wie gesagt: Auch wenn es grenzwertige Fälle gibt, sollte man zu seinen Fehlern stehen.
Schönen Start ins neue Jahr,
Martin
Der geistige Horizont ist der Abstand zwischen Brett und Hirn.
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