Der Martin: Hardware-Virus: gibt's das wirklich?

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Hallo,

Überbeanspruchung der Hardware ist oft eine Möglichkeit, Schaden anzurichten. Aber das ist vermutlich nicht, was du meinst. Das kenne ich noch von den 386ern. Da konnte man durch gezieltes Überschreiben (Faktor 1000) der Refrshrate des Hauptspeichers diesen zum Glühen bringen und einen Brand verursachen.

oh, das kannte ich nicht. Aber damals[tm] kursierte ein Programm, das durch gezieltes Ansteuern des Schrittmotors ein "Zappeln auf der Stelle" verursachte und so mit der Mechanik der VC1541 (das war das Floppy-Laufwerk zum C64) Melodien spielte. Dass der Schrittmotor dabei ordentlich heiß wurde, versteht sich von selbst. Ich bin mir relativ sicher, dass durch diesen Jux einige Laufwerke über den Jordan gingen.

Der Begriff Hardware-Virus ist IMO völlig irreführend, denn wenn schon, dann wird (wie du schon andeutest) die Firmware manipuliert, nicht die Hardware. Wozu würdest Du den fest im Chip eingebrannten EPROM-Bereich zählen? Software oder Hardware?

Den Chip selbst natürlich zur Hardware, die darin gespeicherte Information zur Software. Und weil das gerade bei ROM-Bausteinen und all ihren Varianten (EPROM, EEPROM, Flash etc.) so schwer zu differenzieren ist, ist der Begriff Firmware hier eigentlich sehr praktisch.

So long,
 Martin