hotti: Ostzonales

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hi,

... Und die Soldaten des Stabs haben nie wieder auf einer Übung gefroren...

Kurze Story von der Grenze: Die Winter waren hart. Bei -15°C irgendwo zu sitzen, das friert auch durch die Watte-Uniform, die Filzstiefel und die Bärenfotze (fellartige Kopfbedeckung) plus Omma (Gestrickter Wollschlauch zum Überziehen) hilft da auch nicht viel.

Im Grenzgebiet lagen noch einige Strohbündel rum, und ein mitdenkender Uffz. aus der 5. Kompanie hat die bei der Ablösung eingesammelt. Die hat er dann nach der Ablösung an die Posten verteilt. Irgendwie Clever, das Stroh wäre sowieso gehächselt worden.

Die Story mit dem dampfenden Misthaufen erzähle ich später... nur kurz: Die Genossen hatten eine warme Nacht aber stanken wie die Wiedehopfe. Ob die nur auf dem Haufen gesessen oder sich eingegraben hatten, ist nicht überliefert. Jeder hatte seine Geheimnisse ;)

Rund 2 Monate später kam mein Stabschef und wollte, für eine Übung, seinen Schlafsack aus der BA Kammer. "Was für ein Schlafsack?" Den Offizierschlafsack, den er in der BA-Kammer eingelagert habe - oder gibts davon etwa ein Dutzend? Ich hab ihn daran erinnert, dass ER mir PERSÖNLICH befohlen hatte, ALLES, was nicht im Bestandsbuch steht, auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen.

Und den Befehl habe ich, Genosse Major, pflichtgemäß ohne Nachzudenken ausgeführt!

Erstklassig!!!11 Wegtreten ;)

Schöne Grüße.

PS: Ahja, die Dienstvorschriften. Fachliche Kompetenz war wichtig fürs Überleben. Ich kannte auch jede Vorschrift und zwar ziemlich genau ;)