Performer: Pragmatische Lösung suchen

Beitrag lesen

Hi,

Die DAK hat nun Pflegehilfsmittel wie Windeln an einen günstigen Subunternehmer ausgelagert. Die Windeln entsprechen nicht der Qualität. Sie laufen aus, etc.

bei uns war es vor Jahren auch so, das die AOK bzw. ein Subunternehmen die Windeln auslieferte. Hat aus mir unbekannten Gründen nicht funktioniert und so ging die Krankenkasse dazu über, je nach Pflegestufe über Rezept einen bestimmten Betrag bereitzustellen. Ob der für die billigsten Windeln reichte, weiß ich nicht, die waren mir nicht gut genug. Nach etlichen Probepackungen und „Tests“ fand ich die optimale Windel im oberen Mittelfeld. Selbst die Luxuswindel war in der Summe nicht besser. Die Zuzahlung hielt sich in Grenzen, durch „vorausschauende Pflege“ auch der Verbrauch. So weit, so gut.

Leider kam die Firma irgendwann auf den Gedanken, sowohl den Schnitt als auch die Polsterung zu ändern. Das Produkt war nicht mehr zu gebrauchen. Kurzfristig wichen wir auf die Luxuswindel aus, doch leider war bei der die eine Größe zu klein, die andere schon wieder zu groß. Dazu kam ein Problem mit dem Gummibund.

Wieder viel Rennerei, viele Tests, viele Probepackungen. Das Ende vom Lied (und ich kurz vor dem Kollaps): von einer Krankenschwester kam der Tipp, im Nachbardorf bei einem Sanitätshaus nach einer bestimmten Marke zu fragen, die oft von Pflegediensten eingesetzt wird. Und tatsächlich, die passte perfekt in allen Belangen und war dazu noch wesentlich günstiger als das bisherige Produkt.

Mein Rat: das Windelproblem ganz pragmatisch angehen und eine Lösung suchen. Fachleute fragen, nicht Angestellte am Schreibtisch, die nur Zahlen verwalten.

Noch etwas: Jedes mal, wenn ich eine neue Windel aus der Verpackung zog, empfand ich Dankbarkeit, dass es solche Wunderwerke der Technik zu bezahlbaren Preisen gab. Früher hatten die Leute auch Probleme mit Inkontinenz, hatten aber weder weiche Windeln noch Waschmaschinen. Was muss das für alle Beteiligen ein Elend gewesen sein.

Ciao, Performer