Linuchs: Politik: Alternatives Wahlverfahren

Beitrag lesen

Moin,

habe eine Idee gelesen, die zur Diskussion Anlass gibt:

Ein politisches System, das seine Verteter nicht wählt, sondern (zufällig) beruft. Das beruht auf den Gedanken, dass sich bestimmte Menschen in einem Wahlsystem zur Wahl stellen und das diese nicht zwangsläufig gut für die Nation sind. Sprich: machtgeile Ärsche. Die Leute mit Visionen, Ideen etc. werden in ein Wahlsystem rausselektiert und es bleiben die Arschkriecher übrig, die auf dem Weg nach oben -vielleicht anfangs vorhandene- Visionen, Ideen aufgeben/verraten etc.. Bei einer zufälligen Berufung eliminiert man diesen Bias, insofern die Leute nicht systematisch annehmen oder ablehnen.

Es gäbe keine Parteien und damit keinen Parteienzwang, sondern die Diskussion würde in dem Mittelpunkt politischer Entscheidungsfindung treten.

Zunächst mal eine ungewohnte Idee, an einer Wahl-Lotterie teilzunehmen und vielleicht den gutbezahlten Posten des Kanzlers, Präsidenten oder Abgeordneten zu gewinnen. Gab es das schon mal irgendwo, dass man einen Job gewinnen kann?

Und dann - keine Parteien? Wer sagt dann den Abgeordneten, wie sie abzustimmen haben? Die meisten haben doch keine Idee, über was sie abstimmen. Genauer: Die Zeit kann gar nicht reichen, alle Druckschriften zu lesen, zu verstehen, sich vielleicht noch zusätzlich zu informieren und dann ausgiebig zu diskutieren. Also mehr Macht für die Lobbyisten?