Der Martin: Nachdenkliches zum Wochenende: Google

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Hallo,

Ich werde schon länger "gedissed", dass ich kein WhatsApp, kein FaceBook und kein Twitter benutze. "Sie haben wohl 'was zu verstecken?"

ich nutze auch keinen der erwähnten Dienste.

ich habe noch nie ein anderes Google-Produkt benutzt. Jedenfalls nicht wissentlich.

in dem "nicht wissentlich" steckt schon viel noch zu leistende Denkarbeit drin.

Mag sein. Das betrifft aber vor allem die Querverbindungen verschiedener Dienste, die für Insider bekannt und offensichtlich, für "unschuldige" Nutzer aber oft völlig überraschend sind. Wie jetzt, Skype gehört Microsoft? Ach so, youtube wurde von Google übernommen? Nein, facebook und WhatsApp ist quasi dasselbe?

Was tun die Browser wirklich? Warum bringt der Firefox Google bereits als Standardsuchmaschine mit.

Warum stellt "man" solche Defaults gleich ab? ;-)

Warum bringt der Thunderbird hingegen Bing als Standard mit

Wozu sollte "man" in T-Bird eine Suchmaschine nutzen?

Was hat es mit den gazen AddOns und der Zusatzleiste für Yahoo auf sich?

Was für AddOns? Was ist Yahoo?

Was hat es mit den Millionen vpn "Apps" für die Smart-Geräte auf sich?

Ich habe kein Smartphone. kein Smart-TV, kein Smart-Fridge.

Die Suche schon immer ohne Javascript und mit Cookie-Maulkorb, Google Maps im Private Mode. Leider hat Google Maps doch noch ein paar Merkmale, die openstreetmap.org nicht bietet.

Was macht dich so sicher, dass der Browser oder der eMailclient nicht doch im Hintergrund diverse Meldungen absetzen?

Nichts. Ich weiß es nicht mit Sicherheit. Aber ich bin zuversichtlich, wenn es so wäre, dann hätte es schon längst einen dementsprechenden Aufschrei gegeben. So wie bei Ubuntu und seinem Unity-Desktop.

Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

Eben, diese lmaA-Einstellung (sicherlich von Dir nur eine Provokation) ist es immer wieder, die - weil digitalisiert - die Erstellung von einfachen Zusammenhängen bis hin zu komplexen Netzwerkdiagrammen und Persönlichkeitsprofilen automatisiert, also relativ billig, möglich macht.

Schon möglich - und nein, das ist keine Provokation. Ja, diese Art von Datensammlung ist leicht möglich, aber ich denke nicht, dass Otto Normalverbraucher da interessant genug ist, um wirklich intensiv ausgehorcht zu werden.

Dabei erwische ich mich in letzter Zeit mehr und mehr bei der gegenteiligen Absicht: Ich versuche, so viele Verpflichtungen wie nur möglich in bar zu bezahlen. Klar, bei manchen Dingen wie Miete, diversen Versicherungen oder so geht's nicht anders. Aber ich meide es, im Laden, an der Tankstelle oder beim Friseur per ec-Karte zu bezahlen.

Und Du hast dabei noch nicht berücksichtigt, dass die millionenfach in den Markt gepressten einfachsten Webcams inzwischen genügend Bildmaterial liefern, um zusammen mit der Gesichtserkennungssoftware vom Zuckerboy zu registrieren, wann Du an welcher Tankstelle eine Rechnung bar bezahlt hast?

Ja und?

Was uns zu denken geben sollte ... was mir zu denken gibt, ist vor allem die Überwachung durch staatliche Stellen, nicht so sehr die durch kommerzielle Unternehmen. Denn bei kommerziellen Unternehmen weiß man, worauf die scharf sind: Auf Kohle. Beim Staat, dem natürlichen Feind des Bürgers, weiß man das nie genau.

Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden. Was jeder weiß, kann keiner mehr (zu Erpressungen) missbrauchen.

Möglich. Ein interessantes Ziel. Aber IMO unrealistisch.

Ciao,
 Martin

--
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
- (frei übersetzt nach Douglas Adams)
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Nachdenkliches zum Wochenende: Google

Gunnar Bittersmann
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