Gunnar Bittersmann: Perpetuum mobile im Weltraum?

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@@Peter

Sollte man dann annehmen, dass das Objekt aufhört zu Rotieren, also zum Stillstand kommt, sobald exakt die Energie der Rotationsbewegung in "Strom" umgesetzt wurde? Das würde den physikalischen Gesetzen entsprechen, ist für mich aber schwer vorstellbar.

Schau mal nach oben! Der Mond zeigt sich immer von seiner gleichen Seite. Seine Rotation ist durch die Gezeitenreibung zum Stillstand gekommen. Genauer gesagt: Eine Mondrotation dauert so lange wie ein Umlauf um die Erde (gebundene Rotation). Und auch die Rotation der Erde wird immer langsamer; die Tage werden immer länger. (Und damit sind nich die lichten Tageslängen gemeint, die seit der Wintersonnenwende wieder zunehmen, sondern die Zeiten von Mittag bis Mittag.)

Bei Pluto und seinem Mond Charon ist nicht nur die Rotation von Charon, sondern auch die von Pluto so weit abgebremst, dass nicht nur Charon Pluto immer dieselbe Seite zuwendet, sondern auch Pluto Charon (doppelt gebundene Rotation). D.h. beider Rotationszyklen sind so lang wie der Umlauf Charons um Pluto. Genauer gesagt: der Umlauf beider um ihren gemeinsamen Schwerpunkt, der außerhalb von Pluto liegt.

LLAP 🖖

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