Ist die natürliche Entwicklung nicht, dass neue Dinge einfach verwendet werden?

nein. Die natürliche Entwicklung ist, dass von der Allgemeinheit als notwendig empfundene Dinge spontan(!) verwendet werden, bis sich eine Art Gewohnheit daraus entwickelt, die in letzter Konsequenz ihren Weg in die Sprachbücher wie z.B. den Duden findet.

Also ist es tatsächlich ein Problem für dich ein empfundenes Problem zu lösen zu versuchen, indem das verwendete Werkzeug nach Überlegung angepasst wird; es ist nur akzeptabel, falls das spontan passiert? Ist die Entwicklung schwarze Menschen nicht mehr Mohren und schwule nicht Tunten zu nennen für dich spontan genug gewesen?

Ist es ein Problem, dass es hier Menschen gab, die sich bevor sie Veränderung ihrer Sprache vorgenommen haben, explizit Gedanken gemacht haben?

Ja, das ist es. Du musst das nicht einsehen, aber wer genauer nachforscht, stellt fest, dass hier kein spontaner Prozess seinen natürlichen(!) Lauf nimmt, sondern dass hier künstlich(!) in denselben eingegriffen wird.

Mir ist bewusst, dass das passiert, aber noch nicht wo dein Problem damit liegt. Ist es für dich auch ein Problem Diabetikern Insulin zu geben, weil das kein natürlicher Prozess ist? Oder sind Sprache und Medizin hier irgendwie grundlegend verschieden?

Veränderung abzulehnen ist konservativ.

Nein, das ist Konservatismus. Konservativ ist, sich mit Veränderungen schwer zu tun und den Status quo zu bevorzugen.

Ist konservativ nicht das Adjektiv zu Konservatismus?

Ich habe (gefühlt) ein Problem damit beim generischen Maskulinum nicht in Stereotypen zu verfallen; ich vermute, das geht anderen auch so. Gender-Gap u.ä. helfen mir dabei das bewusst zu sehen, für mich ist das ein Gewinn.

Hier bist Du der Gender-Mainstream-Ideologie zum Opfer gefallen. Nein, es ist für Dich kein Gewinn. Das hast Du Dir nur einreden lassen.

Ach so und das weißt du weil…? Wieder scheint dein Sprachgefühl offensichtlich automatisch richtiger zu sein als meins und mir wird vorgeworfen, ich zwänge Menschen etwas auf.

Das Beschädigen der Sprache ist nur ein Hindernis, keine Lösung. Eine Lösung wäre, die Grundlage dieser Ideologie zu prüfen und ihre Mängel zu entlarven, um sie als den Unsinn bloßzustellen, der sie tatsächlich ist.

Dann tu das doch mal.

fürs Binnen-I gibt es aber Untersuchungen, die zeigen, dass es das Textverständnis im Allgemeinen nicht oder unwesentlich stört, z.B. zitiert im anderswo verlinkten Text).

Hast Du untersucht, in wessen Auftrag die Untersuchung durchgeführt wurde, und mit welchen Methoden?

Das Paper ist frei verfügbar: https://wiki.kif.rocks/w/images/0/08/Braun-et-al.pdf; auf den ersten Blick sehe ich zumindest nichts, was anders Methodik grundsätzlich anders sein sollte, als in anderen Veröffentlichungen, aber wenn einem Statistik- und Linguistiklaien wie mir das auffallen würde, wäre das vermutlich auch beim Peer Review der Psychologischen Rundschau bereits passiert.

Die Verwendung gegenderter Sprache wird de facto immer häufiger vorgeschrieben — weil offensichtlich die Mehrheit der Menschen freiwillig nicht bereit ist den Merhaufwand für den angeblichen Nutzen zu betreiben.

Darin sehe ich kein grundsätzliches Problem, in einer Gemeinschaft gibt es diverse Dinge, die vorgeschrieben werden müssen, damit sie sich durchsetzen (z.B. Steuern, Recycling, Rechtschreibung …)

Deine Beispiele haben alle nicht die Sprache selbst zum Inhalt. Warum sollte erzwungene Sprache ein richtiger Weg sein?

Weil ich zum Beispiel erzwungene Rechtschreibung in der Schule auch als durchaus positiv betrachte.

Wer darf mir als freiem Bürger vorschreiben, was ich zu sagen habe? Spoiler: Niemand! Es darf mir allenfalls verboten werden, ganz gewisse Dinge zu sagen, wie z.B. den Hitlergruß und dergleichen.

Äh ja, und wo wird dir als freiem Bürger vorgeschrieben Gendersternchen zu nutzen? Vielleicht wird es dir als Arbeitnehmer oder Staatsbedienstetem vorgeschrieben, aber das ist auch nix neues; für letztere gilt soweit ich weiß z.B. dass sie sich in dienstlichen Sachen an die Rechtschreibungregeln des Duden zu halten haben.

Es ist kein Experiment. Es ist eine Ideologie, die es bereits geschafft hat, dass gesetzliche Grundlagen verändert wurden. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem Experiment! Und wenn es scheitern sollte, wer trägt die Verantwortung für den Schaden? Wer leistet die notwendige Wiedergutmachung? Wo ist die Risikoanalyse für mögliche Schäden?

Welche Schäden erwartest du denn?

Offensichtlich hat sich die Idee eines generischen Maskulinums über Jahrhunderte bewährt!> Warum es jetzt mutwillig zerstören? In der Geschichte der Menschheit ging es Frauen noch nie so gut wie gerade jetzt in den westlichen Industrienationen! Und "schuld" daran sind nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer!

Das Arbument ist analog zu: Offensichtlich hat sich Sklaverei über Jahrtausende bewährt

Falls Du wissen willst, was beschlagenere Leute über gegenderte Sprache zu sagen haben, hier zwei Youtube-Links:

Warum sind deine Doktoren beschlagener als meine?

Abtreibungen dürfen nicht beworben werden und Frauen können damit gut leben… Schwulen Sex haben war illegal, die meisten Männer konnten damit gut leben…

Was ist denn das für eine Argumentationskultur? Was willst Du denn damit sagen?

Ich habe den Argumentationsstil von @marctrix aufgegriffen und auf andere Beispiele angewendet, wo sicher ähnliche Argumentationslinien genutzt werden/wurden, um zu zeigen, dass ich diesen Stil für absurd halte.

Zusätzlich geht es beim Gendersternchen ja ausdrücklich nicht nur um die altbekannten zwei biologischen Geschlechter, sondern auch um den Rest

Um welchen Rest bitte? Sprechen wir von biologischen Gegebenheiten, oder von persönlichen Gefühlslagen wie (mein Favorit:) das moon gender, welches nur des Nachts in Erscheinung tritt?

Ich möchte allen Menschen, egal wie verrückt sie sich geben, den vollen Umfang der internationalen Menschenrechte zugestehen. Aber nicht mehr!

Gut das Bundesverfassungsgericht hat Menschen immerhin schonmal die Wahl eines „anderen“ Geschlechts als männlich/weiblich zugestanden.

Für mich ist Intersexualität ein Spektrum ebenso wie Homo/Hetero zu sein scheint; und nur weil ich mich auf beiden ziemlich eindeutig zuordnen kann, gestehe ich es anderen zu das nicht zu wollen/können.

und der Schutz von Minderheiten und Marginalisierten ist in einer Demokratie verdammt wichtig (selbst wenn diese Minderheiten sich dessen nicht bewusst sind).

Den genießen sie bereits. Die Gender-Mainstream-Ideologie ist damit aber leider noch nicht zufrieden. Daher kann man sehr gut sehen, dass es ihr überhaupt nicht um den Schutz von Minderheiten geht, sondern um das Stürzen von Machtverhältnissen. Hier kommt wieder der von mir schon angesprochene Neo-Marxismus ins Spiel, denn angelehnt an den "klassischen Marxismus", der die Welt in Unterdrücker (Inhaber von Produktionsmitteln) und Unterdrückte (das Proletariat) unterteilte, tut das auch die Gender-Ideologie, indem sie von Unterdrückern (alle, die Mainstream sind, vor allem Männer und darunter vor allem die weißen Männer) und Unterdrückten (LGBTQwhatever) sprechen. Damit geben sie keine Ruhe, bis die bestehenden Machtstrukturen gestürzt worden sind. Tja, aber was soll danach kommen? Darauf haben sie keine Antwort. Brauchen sie ja auch nicht. Sie haben ja dann die Macht.

Wie es unter den bisherigen Machtverhältnissen besser wird, brauchst du ja nicht zu beantworten, du bist ja in der gegenwärtigen Machtposition.

Dass das Gendersternchen grundsätzlich neue Barrieren aufbaut, sehe ich in diesem Thread aber bisher auch nicht belegt, alle bisherigen Gegenargumente klingen rein subjektiv, und dass die subjektive Einschätzung von Textverständnis durchaus von einer objektiven abweichen kann, ist im obig verlinkten Text ja auch dargestellt.

Und dieser Text selbst ist rein objektiv? Wo sind die Links zu den Studien, die die behauptete Diskriminierung gemessen haben? Wo sind die Verbindungen zu anderen Forschungsergebnissen, auf die sich die in der Studie verwendeten Methoden beziehen? Wo ist die wissenschaftliche Fundierung?

Bin ich der einzige, der diese wissenschaftlichen Belege führen muss, während deine YouTube-Videos für deine Seite ausreichend sind?

Dieser Professor muss das in seinem Blog nicht angeben, es ist ja keine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift, sondern nur ein Blog. Aber wenn ich solche "Forschung" ernst nehmen soll, dann muss sie den gleichen Standard wissenschaftlichen Arbeitens haben, wie in anderen Disziplinen auch. Dazu gehört auch Peer Review, also das Bezugnehmen auf andere wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die eigenen (Be)Funde stützen.

Der Blog-Artikel berichtet über solche peer-reviewten Fachartikel.

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                Da hatte ich jetzt aber Glück…

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                  Korrektur

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                                                                                    1. 0
                                                                                      1. 0
                                                                                        1. 0
                                                                                          1. 0
                                                                                            1. 0
                                                                                              1. 0
                                                                                                1. 0
                                                                                        2. 0
                                                                                        3. 0
                                                                                          1. 0
                                                                                            1. 1
                                                                                            2. 0
                                                                                            3. 1

                                                                                              Verortung von agender im Spektrum zwischen Mann und Frau

                                                                                            4. 0

                                                                                              Zum Gender-Farb-Vergleich

                                                                                            5. 1

                                                                                              Zur political correctness

                                                                                            6. 0
                                                                                              1. 1
                                                                                                1. 0
                                                                                                  1. 0
                                                                                                    1. 0
                                                                                                      1. 0
                                                                                                      2. 1
                                                                                                    2. 0
                                                                                                2. 2
                                                                                    2. 0
                                                                                  2. 0
                                                                                    1. 1
                                                                                2. 1
                                                                                  1. 0
                                                                            3. 0
                                                                              1. 0
                                                                          2. 0
                                                                        3. 0

                                                                          Zum Trollolo nochmal!

                                                                          1. 0
                                                                            1. 0
                                                                    2. 0
                                                                  2. 0
                                                            2. 2
                                                              1. 0
                                                                1. 2
                                                                2. 1
                                                                  1. 0
                                                                  2. 0
                                                                    1. 0
                                                                      1. 0
                                                                    2. 0
                                                                    3. 0
                                                                  3. 0
                                                                3. 0
                                                                  1. 0
                                                                    1. 0
                                                            3. 0
                                                              1. 0
                                                                1. 3
                                                                  1. 0
                                                    2. 0
                                          2. 1
                                      2. 1
                                        1. 0
                                2. 0
                                  1. 0
                                    1. 0
                                      1. 2
                                        1. 0
                                        2. 0
                                          1. 2

                                            Warum es manchmal sinnvoll ist, den Interviewten statt das Interview zu beurteilen

                                            1. 0
                                              1. 1
                                        3. 0
                                          1. 1
                                          2. 0
                                      2. 0
                                        1. 0
                                          1. 2
                                            1. -1
                                        2. 0
                                          1. 1
                                            1. 0
                                      3. 0
                                        1. 0
                                          1. 1
                                            1. 0
                                              1. 0
                                                1. 0
                                                  1. 0
                                                    1. 0
                                                    2. 0
                                                      1. 0
                                                  2. 0
                                            2. 0
                                              1. 0
                                              2. 0
                                                1. 0
                                                  1. 0
                              2. 5
                                1. 1
                                2. -2
                                  1. 1
                                3. 0
                                  1. -2
                                    1. -1
                                      1. -1
                                        1. 0
                                      2. 1
                                        1. 0
                                          1. 4
                                            1. 0
                                              1. 3
                                        2. 0
                                          1. 2
                                            1. 0
                                            2. -1
                                              1. 0
                                              2. 0
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                                  § 219a

                                  1. 0
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                1984 - Renaissance

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