Lieber marctrix,

  • XX - Normalfall für Frauen
  • XY - Normalfall für Männer
  • X0 - Intersex, biologisch weiblich
  • XXY - Intersex, biologisch männlich

Es sind noch ein paar mehr:

na, dann wollen wir einmal sehen.

Chromosomale Variationen: Statt der durchschnittlich am häufigsten vorfindlichen Karyotypen 46,XX (weiblich) und 46,XY (männlich)

Wir lesen die Zahl 46 in dieser Auflistung als Anzahl der tatsächlich verfügbaren Chromosomen. Der Mensch hat laut "Bauplan" 23 Chromosomenpaare, also 46 Chromosomen. Das 23. Paar entscheidet über das biologische Geschlecht. Darauf bezieht sich das Komma, nach dem die Konfiguration des 23. Paares notiert ist.

gibt es unter anderem auch die Varianten 45,X, bekannt als Turner-Syndrom mit einem weiblichen Phänotypus, und 47,XXY, das Klinefelter-Syndrom mit männlichem Phänotypus,

Richtig. Hier haben wir im 23. Chromosomenpaar entweder ein Chromosom zu wenig, daher nur insgesamt 45 Chromosomen, in meiner Auflistung oben "X0" genannt, oder eines zu viel, daher 47 Chromosomen, in meiner Auflistung "XXY" genannt. Menschen mit X0 fühlen sich, wenn sie überhaupt von ihrer genetischen Anomalie wissen, als Frauen. Da kein Y-Chromosom vorhanden ist, sind sie biologisch als weiblich zu definieren. Menschen mit XXY haben ein Y-Chromosom, womit sie biologisch als männlich zu definieren sind.

sowie Mosaike mos45,X/46,XX, mos45,X/46,XY

Mosaike sind Lebewesen, deren Zellen nicht alle das identische Erbgut haben. Auch hier haben wir Kombinationen aus X0 und XX, sowie X0 und XY. Der letztere Fall ist wirklich interessant, da es Zellen mit weiblicher (X0) Konfiguration gibt, aber eben auch welche mit männlicher (XY). Da es ein Y-Chromosom gibt, so ist dieser Mensch biologisch eben wieder männlich definiert.

und den Chimärismus chi46,XX/46,XY. Das chromosomale Geschlecht ist die Basis aller weiteren Geschlechtsausprägungen.

Bei diesen Menschen ist genetisches Material aus zwei verschiedenen Eizellen gleichzeitig vorhanden, salopp gesagt ein zwei-eiiger Zwilling in einem Körper (vergleiche Lydia Fairchild). Interessanter Weise hat Lydia Fairchild als Frau gelebt und Kinder geboren - sicherlich eine fiktive Geschichte, aber der im Wikipedia-Artikel erwähnte Fall einer 52-jährigen Lehrerin aus Boston ist echt.

Und der Phänotypus ist nicht identisch mit dem Geschlecht, sondern mit dem Erscheinungsbild.

Deswegen ja auch Phäno- und nicht Karyo-Typus. Schon klar. Aber auf den Phänotypus gehe ich ja grundsätzlich nicht ein, wenn ich bestimmen will, ob ein menschliches Individuum biologisch weiblich oder männlich zu definieren ist.

Wenn tatsächlich das biologische Geschlecht in allen Fällen zugeordnet wird, heißt das aber nicht, dass ein Mensch mit Turner-Syndrom oder Klinefelter-Syndrom sich wie ein Teil des binären Systems fühlt. Und damit meine ich nicht, dass das „Gefühl“ die Ursache ist, sondern dass es das Resultat einer anderen physis ist.

Womit wir bei einer zentralen Frage der Kritik am Gener-Mainstreaming oder der Gender-Diversity ankommen: Ist das gefühlte Geschlecht (Gender) tatsächlich völlig von der Physis entkoppelt? Antwort der psychologischen Forschung: Nein. Antwort der Gender-Ideologen: Ja, Geschlecht ist nur soziales Konstrukt, denn biologisches Geschlecht gibt es überhaupt nicht.

Solche Menschen können sich nicht als normale Frauen oder Männer fühlen.

Ich würde auch nie verlangen, dass sich sich als "normale" Frau, oder "normaler" Mann fühlen. Fühlen dürfen sie sich selbstverständlich so, wie sie das für sich lösen möchten. Aber wenn ich ihnen beim Bäcker begegne, möchte ich sagen dürfen "Der Herr war vor mir dran." - ohne dass ich da in ein gesellschaftliches Fettnäpfchen trete.

Ihnen das Recht auf eine eigne Identität zu verwehren führt dann freilich zu weiteren psychischen Problemen, die nicht körperlicher, sondern gesellschaftlicher Natur sind.

Ich schreibe ihnen ihre Identität nicht vor, sondern nur, dass sie ein biologisch definiertes Geschlecht haben. Wie sie ihr Leben gestalten und welche sexuelle Neigungen sie entwickeln, überlasse ich völlig ihnen.

Einem intersexuellen zu sagen, er soll sich gefälligst als Teil des binären Systems fühlen, ist dasselbe als ob man einem Mann sagt, er bilde sich das nur ein. Er soll sich nicht so anstellen und sich gefälligst als Frau fühlen. Schließlich gibt es mehr Frauen als Männer und somit ist Frausein normal und Mannsein Unsinn.

Ich schreibe keinem intersexuellen Menschen vor, wie er oder sie sich zu fühlen hat. Ich verlange von ihr oder ihm, dass das öffentliche Auftreten in eine der beiden Kategorien passt - welche auch immer. Eine biologisch intersexuelle Frau darf gerne eine Identität als Mann annehmen, wenn sie die einer Frau ablehnt. Nur sehe ich für ein öffentliches Auftreten keine dritte Option! Und um eine solche geht es in unserer ursprünglichen Debatte.

wieso sollten wir denen zusätzliche Probleme machen, indem wir Ihre Eigenart nicht so anerkennen, wie die von Männern und Frauen?

Ich stimme zu, dass sie schon genug eigene Probleme haben und keine zusätzlichen benötigen. Aber warum sollten wir eine dritte Geschlechteroption im Umgang und daher in der Sprache haben wollen, wenn wir aufgrund unserer Biologie so fest auf diese Dichotomie verdrahtet sind?

Und warum sollte umgekehrt ein Schuh daraus werden, indem diese Menschen uns allen zusätzliche Probleme bereiten, indem sie darauf beharren, dass wir uns wider unsere biologischen Rahmenbedingungen verhalten sollen? Daher rührt mein Vorwurf der Unverhältnismäßigkeit und meine Ablehnung.

Duden? Interessant. Und was war mit der internationalen Klassifikation der Krankheiten?

Sag du es mir. Was für eine Rolle spielt die für 99,99% aller deutschen? - oder ich sage es der Einfachheit selber: keine. Wir kennen diese Definition in der Regel nicht einmal.

Das bedeutet aber nicht, dass Du mir vorwerfen darfst, eine international als Krankheit anerkannte Symptomatik sei keine Krankheit. Du darfst zwar Deine eigene Einschätzung und Sichtweise haben, aber meine wird dadurch nicht automatisch falsch.

Und - oh Wunder - wir können trotzdem miteinander reden.

Ist das jetzt nicht von Dir ein bisschen albern?

Wenn jemand keine normale Frau oder ein normaler Mann ist, ist er eben keine unnormale Frau und kein unnormaler Mann, sondern etwas anderes und kann sich auch nur als etwas anderes fühlen.

Hatten wir schon oben. Geschlecht und Gender.

Alles andere wäre wider die Natur. — was viele versuchen, um in das binäre Schema zu passen. Und das verursacht einen Großteil der psychischen Probleme.

Das sehe ich anders. Siehe oben.

Schon allein die Tatsache, keine Kinder Gebären zu können, führt bei vielen Frauen dazu, sich nicht als Frau fühlen zu können.

Sind sie deshalb keine? Doch, natürlich sind sie das. Was ihre psychischen Probleme betrifft, haben sie selbstverständlich mein Mitgefühl. Aber als Argument gegen die Dichotomie männlich/weiblich taugen sie überhaupt nicht.

Liebe Grüße,

Felix Riesterer.

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                                                              Akzeptanz eines dritten Geschlechts hat nur mit Gesellschaft, nicht mit Biologie oder Medizin zu tun!

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                                                                                          1. 0
                                                                                            1. 0
                                                                                              1. 0
                                                                                                1. 0
                                                                                        2. 0
                                                                                        3. 0
                                                                                          1. 0
                                                                                            1. 1
                                                                                            2. 0
                                                                                            3. 1

                                                                                              Verortung von agender im Spektrum zwischen Mann und Frau

                                                                                            4. 0

                                                                                              Zum Gender-Farb-Vergleich

                                                                                            5. 1

                                                                                              Zur political correctness

                                                                                            6. 0
                                                                                              1. 1
                                                                                                1. 0
                                                                                                  1. 0
                                                                                                    1. 0
                                                                                                      1. 0
                                                                                                      2. 1
                                                                                                    2. 0
                                                                                                2. 2
                                                                                    2. 0
                                                                                  2. 0
                                                                                    1. 1
                                                                                2. 1
                                                                                  1. 0
                                                                            3. 0
                                                                              1. 0
                                                                          2. 0
                                                                        3. 0

                                                                          Zum Trollolo nochmal!

                                                                          1. 0
                                                                            1. 0
                                                                    2. 0
                                                                  2. 0
                                                            2. 2
                                                              1. 0
                                                                1. 2
                                                                2. 1
                                                                  1. 0
                                                                  2. 0
                                                                    1. 0
                                                                      1. 0
                                                                    2. 0
                                                                    3. 0
                                                                  3. 0
                                                                3. 0
                                                                  1. 0
                                                                    1. 0
                                                            3. 0
                                                              1. 0
                                                                1. 3
                                                                  1. 0
                                                    2. 0
                                          2. 1
                                      2. 1
                                        1. 0
                                2. 0
                                  1. 0
                                    1. 0
                                      1. 2
                                        1. 0
                                        2. 0
                                          1. 2

                                            Warum es manchmal sinnvoll ist, den Interviewten statt das Interview zu beurteilen

                                            1. 0
                                              1. 1
                                        3. 0
                                          1. 1
                                          2. 0
                                      2. 0
                                        1. 0
                                          1. 2
                                            1. -1
                                        2. 0
                                          1. 1
                                            1. 0
                                      3. 0
                                        1. 0
                                          1. 1
                                            1. 0
                                              1. 0
                                                1. 0
                                                  1. 0
                                                    1. 0
                                                    2. 0
                                                      1. 0
                                                  2. 0
                                            2. 0
                                              1. 0
                                              2. 0
                                                1. 0
                                                  1. 0
                              2. 5
                                1. 1
                                2. -2
                                  1. 1
                                3. 0
                                  1. -2
                                    1. -1
                                      1. -1
                                        1. 0
                                      2. 1
                                        1. 0
                                          1. 4
                                            1. 0
                                              1. 3
                                        2. 0
                                          1. 2
                                            1. 0
                                            2. -1
                                              1. 0
                                              2. 0
                                                1. 0
                                                  1. 4
                                                    1. 0
                                                      1. 3
                                      3. 3
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                                  § 219a

                                  1. 0
                                    1. 0
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                1984 - Renaissance

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