marctrix: WTF des Tages

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Hej Auge,

Ich habe an dieser Stelle einiges an Bauchschmerzen.

Ich auch. Ist wie gesagt eine Idee, kein durchdachtes Konzept. Deine Einwände habe ich auch im Kopf. Ich frage mich aber, ob wir nicht so eine Zersplitterung benötigen. Wozu so wenig auf die Talente eingehen? Experten auszubilden, macht auf einem globalisierten Arbeitsmarkt sicher Sinn.

Aber vorher wären auf jeden Fall viele Überlegungen nötig. Ich meine aber, dass unser jetziges System schon etwas frischen Wind bekommen dürfte.

Vielleicht lässt es sich beibehalten, aber mit mehr Wahlfächern, auch Möglichkeiten zur Abwahl von Fächern, die derzeit Pflicht sind.

Ich konnte damals in der Oberstufe sogar Mathe abwählen, hatte Biologie und Geografie als Leistungskurs, Deutsch und Englisch als 3. und 4. Abifach.

Ich musste dafür die Schule wechseln, weil es nur eine gab, die Lehrer hatten, die die Fächer in der Kombination auf Abitur-Niveau unterrichten konnten. Hat aber funktioniert. Ich wollte damals etwas mit Ökologie oder Sprachen studieren, war also trotzdem noch nicht fest gelegt. Es wurde dann tatsächlich Literatur (Slawistik und Anglistik).

Je älter die Schüler sind, desto deutlicher treten ihre Vorlieben und Talente hervor und desto reifer werden sie. Umso größer sollten auch die Möglichkeiten werden, die für sie passenden Fächer auszuwählen als ideale Vorbereitung für Studium und Beruf. Könnte die Studienzeit beispielsweise verkürzen.

Es macht ja auch wenig Sinn, dass die Note im Fach Kunst für die Zulassung für ein Medizinstudium bei der Berechnung des NC einbezogen wird. Oder Musik für Informatik.

Insofern könnten vielleicht wirklich mehr Menschen Zugang zu einem Studium erhalten, wenn sie nicht gezwungen wären, sich in Fächern zu beweisen, die weder etwas mit ihrem Talent noch ihrem Berufswunsch zu tun haben.

Marc

-- Ceterum censeo Google esse delendam