Hej klawischnigg,

Abgesehen davon ist Barrierefreiheit natürlich kein Feature. Es sorgt nur dafür, dass alle Nutzer der Seite die angebotenen Features besser und viele überhaupt erst nutzen können.

Da geb' ich Dir unbesehen recht, trotzdem muß es bezahlt werden. Ich bin Techniker, kein Webphilosoph und die Situation ist idR jene, daß irgendeine Werbeagentur ein Konzept schon so verhunzt erstellt, daß Barrierefreiheit oder Bedienung mit Tastatur oder ohne Javascript einfach nicht vorgesehen ist.

Barrierefreiheit ist in erster Linie ein Konzept oder meinetwegen eine Methode. Wenn man die kennt, ist der (technische) Zusatz-Aufwand bei etwa 10%.

Auch die müssen zwar investiert werden.

Einmal erwähne ich das dann, erhalte dann in 90% der Fälle "ist uns wurscht" als Antwort

Eben. Das ist der Grund. Nicht die Kosten. Es wird an vielen Stellen Aufwand verschwendet durch Konzeptionslosigkeit und dann sagt man für BF reicht es nicht mehr…

und das war's dann für mich.

Kann ich verstehen. Es hat was von Windmühlen…

Ungeachtet von der von mir eh nicht angezweifelten Richtigkeit des Inhaltlichen bezweifle ich hingegen schon sehr, daß eine Behörde gleich welcher Art privaten Personen oder Firmen vorschreiben kann, wie eine Webseite auszusehen hat.

Tut sie ebensowenig, wie sie das Aussehen von Autos vorschreibt. Dennoch legt sie Maßstäbe für Autos fest, die zugelassen werden dürfen und solche, die auf der Straße bleiben wollen.

Ich weiß aber von Ländern, in denen das bereits in Gesetze gegossen ist (in Österreich darf keine Website von Agenturen für Geschäftskunden erstellt werden, die nicht WCAG-konform ist), dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Die DSGVO ist offenbar wichtiger. Verstöße werden bis dato anscheinend nicht geahndet. Aber das ist Österreich. In Deutschland wäre das vielleicht das neue Steckenpferd der Abmahn-Mafia. Wie auch immer, ich bin eigentlich gegen allzu viele Gebote und Verbote, dennoch habe ich für dieses eine gewisse Sympathie, einfach weil ich das gut finde. Aber da sage ich euch ja ncihts neues. 😉

Ich finde, Barrierefreiheit sollte man aus menschlicher Selbstverständlichkeit umsetzen. Nur dann macht man es gut. Aber besser man macht es aus wirtschaftlichem Eigennutz als aus Dummheit gar nicht.

Wie gesagt, offene Türen, die Du da einrennst, aber bezahlt muß es trotzdem werden, ein Umstand, der vor allem bei bestehenden Seiten wesentlich mehr ausmachen kann als Du in Deinem ersten Absatz einzuräumen bereit bist.

Wir alle arbeiten doch mit Komponenten. Frei verfügbaren, die wir anpassen oder mit Komponenten, die wir selber erstellen. Wir verwenden Code wieder. Wenn die immer wieder verwendeten Templates angepasst werden, kann man damit viele Webseiten bauen. Wenn man beispielsweise eine barrierefreie Navigation hat, muss man bei der Anpassung an ein bestimmtes CD nur noch darauf achten, die BF nicht wieder kaputt zu machen. Es ist wirklich in erster Linie eine Frage der Ausbildung. Wenn ein Entwickler weiß, was er tut, dann ist der Aufwand tatsächlich gering. Wenn man aber so arbeitet, dann hat man in der Regel einen (zum Teil deutlichen) ROI. Ich habe nur ein paar ältere Beispiele, ich meine im Artikel sind die genannt. Gerade jetzt, wo noch die meisten Websites voller Barrieren sind, kann das ein echter Wettbewerbsvorteil sein.

Wer mitmacht ist also kein Web-Taliban.

Nein, aber wer andere zu etwas zwingen will.

Das ist der Job von Regierungen. Wäre doof, wenn keiner Menschen per Zwang davon abhielte andere zu töten…

Das heißt natürlich nicht im Umkehrschluss, dass ich jedes Gesetz und jede Aktion von "der Regierung" gut finde.

Cato hätte sich bei Deiner Bildung des Akusativs von "Google" im Grab umgedreht…

Ich habe den absichtlich nicht gebildet. Bei Lehnwörtern ist das zulässig. Fand es so verständlicher.

Ich persönlich würde einfach ein m anhängen, wenn ich müsste. Das würde dann der konsonantischen und der e-Deklination entsprechen (konsonantisch, weil das "e" in google lautlos ist, e-Deklination, wenn man trotzdem drauf besteht. Kommt glücklicherweise auf dasselbe raus).

Marc

-- Einmalig für Klawischnigg 😉 Ceterum censeo Googlem esse delendam
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Navigation nachbauen

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