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Hallo,

Auch früher in meiner Windows-Ära habe ich nie ein Upgrade gemacht, sondern immer möglichst lange gewartet, dann aber das Nachfolgesystem "from scratch" frisch aufgesetzt.

Es bedeutet aber gleichzeitig, dass du zwingend neue Hardware brauchst, selbst wenns die alte noch (mindestens teilweise) täte.

einerseits: Nein, nicht zwingend. Ich könnte ja auch einen Schnitt machen und auf der vorhandenen Hardware frisch anfangen - ein Daten-Backup existiert. Andererseits: Mit einem Hardware-Upgrade liebäugle ich ja schon lange. Der limitierte Arbeitsspeicher gerät mehr und mehr zum Ärgernis.

Ich würde dir für die Zukunft ja raten, das System einfach aktuell zu halten. Linux Mint bringt eh nur selten Upgrades raus, etwa vielleicht einmal pro Jahr, und die zeitnah einzuspielen halte ich nicht für besonders anstrengend

Das ist jetzt so. In den Pre-18-Versionen war das aber immer eine größere Affäre. Ich kann mich auch noch erinnern, dass es bei Ubuntu damals hieß[1]: Oh, ein dist-upgrade ist riskant, lass es lieber.

Man kann aus dieser Not auch eine Tugend machen. Ich habe mittlerweile nicht nur ein Daten-Backup (das habe ich schon ewig), sondern ich mache mittlerweile tatsächlich regelmäßige System-Snapshots mit Timeshift, und das habe ich ursprünglich wegen eines Betriebssystemupgrades angefangen. Inzwischen will ich mir das nicht mehr wegdenken. Ich muss mir nicht nur (wie im Daten-Backup) keine Sorgen mehr über Datenverlust machen, sondern ich muss mir jetzt tatsächlich auch keine Sorgen mehr über Aufsetz- und Einrichtungszeit machen.

Das habe ich unter Windows auch noch gemacht: Da habe ich auch alle paar Wochen ein Image der Systempartition gemacht, um selbst bei einem GAU sofort das letzte Image wieder einspielen zu können und so mit einem halbwegs aktuellen Softwarestand weiterzumachen.

Seit ich Linux nutze, habe ich das nicht mehr gemacht, weil ich im Notfall ein neues System in maximal zwei Stunden zumindest so weit aufsetzen kann, dass ich damit wieder arbeiten kann. Dann fehlen erstmal eine Menge individuelle Anpassungen und es macht noch keinen Spaß, aber es geht zumindest schon. Unter Windows hätte ich für so eine Minimalinstallation eher zwei Tage gebraucht.

Sorgenlosigkeit ist nicht immer gut, aber in solchen Dingen ein echtes Wohlfühlplus 😉

Ja, mag schon sein.

Live long and pros healthy,
 Martin

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Wer respektiert werden will, sollte zunächst damit anfangen, andere zu respektieren.

  1. Von 9.04 bis 11.10 war ich tatsächlich noch auf Ubuntu unterwegs. ↩︎

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