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Hallo,

Ok - ich habe halt die Erfahrung gemacht, daß Linux auf der gleichen Hardware flotter ist als Windows 10.

ich habe bisher nur in einem Fall den direkten Vergleich machen können - und das war Windows XP vs. xubuntu 9.04 (IIRC). Da hatte ich tatsächlich den Eindruck, der PC sei mit xubuntu irgendwie agiler.

Allerdings haben Linux-Desktops alle eine Schwäche: Sie sind nicht, wie Windows, auf Responsivität getrimmt. Wenn ich unter Windows ein Programm-Icon doppelklicke, während das System eigentlich sehr beschäftigt ist, sehe ich im schlechtesten Fall wenigstens sofort die Sanduhr. Ich habe also ein visuelles Feedback und weiß, dass mein Wunsch angekommen ist. Unter Linux kann es dagegen sein, dass erstmal sekundenlang gar keine Reaktion feststellbar ist. Dadurch ist es "gefühlt" langsamer.

Mein Eindruck ist, dass Linux generell versucht wenig Gebrauch vom Arbeitsspeicher zu machen.

Wenn du Linux im engen Sinn meinst, also den Linux-Kernel, dann sehe ich das auch so. Wenn du Linux-Konsolenanwendungen meinst, gehe ich auch noch mit.
Aber GUI-Anwendungen gehen teils sehr verschwenderisch mit dem Arbeitsspeicher um. Ich sehe regelmäßig, dass Desktop-Anwendungen mehrere GB RAM belegen, ohne dass das für mich logisch nachvollziehbar ist. Dass ein Browser oder eine Office-Suite viel RAM braucht, verstehe ich irgendwie noch. Aber wenn der primitive Texteditor mehrere 100MB Speicher belegt, obwohl das geöffnete Dokument nur wenige kB groß ist, fehlt mir dafür jegliches Verständnis. Auch der X-Server nimmt sich übrigens gern mal ein Gigabyte zur Brust.

Auf Systemen mit viel Arbeitsspeicher nutzt Linux den verfügbaren Speicher aber nicht voll aus und erhöht dadurch die Last auf die Festplatte.

Das kann ich nicht beurteilen. Ich lerne ein Linux-Leben jenseits der 4GB gerade erst kennen. 😀

Live long and pros healthy,
 Martin

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