Antwort an „Der Martin“ verfassen

Hallo auch,

ich wurde gebeten, Überschriften erster Ordnung in blau und Überschriften zweiter Ordnung in rot darzustellen. Ich bin da sehr skeptisch.
Was haltet Ihr davon?

so für sich allein kann ich dazu noch nichts sagen. Für mich spielen da mindestens drei Aspekte eine Rolle:

  • Zugänglichkeit (Accessibility): Die Schrift muss gut lesbar sein; bei gegebener Schriftfarbe ist also die Hintergrundfarbe sehr ausschlaggebend. Und nicht jede Farbkombination, die einen starken Kontrast ergibt, eignet sich auch als Schrift- und Hintergrundfarbe. So sind etwa im CMYK-Farbraum Rot und Grün Komplementärfarben, aber grüne Schrift auf rotem Hintergrund (oder umgekehrt) ist trotzdem sehr schlecht lesbar.[1]
  • Gliederung: Verschiedene Überschriftebenen mit verschiedenen Farben auszuzeichen, kann das Erkennen der Dokumentstruktur erleichtern; es kann aber auch dazu führen, dass das Dokument insgesamt konfus und unübersichtlich wirkt. Müsste man im Zweifelsfall ausprobieren und möglichst viele Leser nach ihrer Einschätzung fragen.
  • Ästhetik: Farbwahl ist zu einem großem Teil auch Geschmackssache. Ob verschiedene Farben visuell gut harmonieren, werden verschiedene Leute teils sehr unterschiedlich bewerten. Generell gilt aber: Weniger ist mehr. Nicht zu viele Farben verwenden! Eine Hauptfarbe für den Text (meist Schwarz oder eine ähnliche dunkle Farbe), und zwei, maximal drei Akzentfarben. Wobei eine meistens schon für die Kenntlichmachung von Links verwendet wird. Je seriöser die Webseite daherkommen soll, umso weniger Farb- und Schriftvariationen.

TL;DR: Für wirklich hilfreiche Antworten brauchen wir mehr Information.

Einen schönen Tag noch
 Martin

--
Мир для України.

  1. Ein großer Mineralölkonzern mit einem hellblauen Logo hat vor einigen Jahren die Preistafeln an den Tankstellen umgestaltet: Rote Leuchtziffern auf blauem Hintergrund. Bei Nacht okay, aber bei Tag ganz schlecht lesbar. ↩︎

freiwillig, öffentlich sichtbar
freiwillig, öffentlich sichtbar
freiwillig, öffentlich sichtbar

Ihre Identität in einem Cookie zu speichern erlaubt es Ihnen, Ihre Beiträge zu editieren. Außerdem müssen Sie dann bei neuen Beiträgen nicht mehr die Felder Name, E-Mail und Homepage ausfüllen.

abbrechen