KI als Helfer einsetzen? Ists jetzt doch soweit?
- programmiertechnik
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Ryuno-Ki
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Rolf B
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klawischnigg
Hallo zusammen,
ich habe mich bisher "erfolgreich" geweigert, bewusst KI einzusetzen. Nun hat selbige entscheidend dazu beigetragen, dass ich meinen Job verloren habe. Ich habe inzwischen zum Glück etwas Neues in Aussicht und werde im Zuge dessen als Teil des Jobs erstmals "hauptberuflich" HTML/JS/PHP/MySQL einsetzen.
Ich schreibe seit jeher fast alles selbst und starte neue Projekte in der Regel auf weißem Papier. Ich mag schlanken Code, den ich selbst pflegen kann und es macht mir Spaß auf diese Weise zu arbeiten. Das ist nett für private Projekte. Aber ich fürchte, ich kann mich nicht länger komplett verweigern, wenn ich nicht auf der Strecke bleiben will.
Aktuell geht es darum, einen kleinen "Slider" zu bauen, in dem Referenz-Kunden unablässig durchlaufen und den man per Klick/Wisch stoppen und verschieben kann. Ich würde daran jetzt bestimmt einen Tag lang frickeln. In Zeiten, in denen eine KI das gleiche Ergebnis anscheinend in wenigen Sekunden erreicht, bin ich mit meiner Opa-Methode auf verlorenem Posten.
Frameworks mochte ich nie, da ich ungerne Ballast mitschleppe. Vielleicht ist dahingehend KI sogar die viel bessere Alternative und die Lösung für mich? Wie sieht es bei euch aus? Ist KI inzwischen ein selbstverständlicher Helfer für euch? Und wenn ja, was genau nutzt ihr und wie?
Ich möchte nicht mit meinem Editor arbeiten, in dem mich eine KI unablässig überwacht, sondern ich möchte gezielt allgemeine Anfragen stellen, mit denen ich keine Internas meiner Projekt preisgebe. Ist hierfür ChatGPT schon das Mittel der Wahl?
Ich freue mich über Anregungen und auch Lesetipps. Ich bin der Meinung, das war hier im Forum auch schonmal Thema, ich habe aber jetzt auf die Schnelle nichts dazu gefunden.
Schöne Grüße
Nico
Moin Nico,
ich habe mich bisher "erfolgreich" geweigert, bewusst KI einzusetzen. Nun hat selbige entscheidend dazu beigetragen, dass ich meinen Job verloren habe.
Ich bin vor dem KI-Hype ausgestiegen.
Ich habe inzwischen zum Glück etwas Neues in Aussicht und werde im Zuge dessen als Teil des Jobs erstmals "hauptberuflich" HTML/JS/PHP/MySQL einsetzen.
Glückwunsch!
Aber ich fürchte, ich kann mich nicht länger komplett verweigern, wenn ich nicht auf der Strecke bleiben will.
Zumindest wird dieses „KI” in vielen Stellenbeschreibungen aufgeführt.
Wie sieht es bei euch aus?
Ich bin in Fundamentalopposition zu LLMs.
Ist KI inzwischen ein selbstverständlicher Helfer für euch?
Nein.
Gruß,
Moin André,
Zumindest wird dieses „KI” in vielen Stellenbeschreibungen aufgeführt.
Das ist bei mir nicht mal der Fall. Der Chef ist von der alten Schule und steht KI eher skeptisch gegenüber. Er ließ aber anklingen, er habe gehört, dass ihm bekannte Programmierer damit in kurzer Zeit beeindruckende Dinge hinbekommen haben.
Wenn es irgendwo Verbesserungspotential gibt, sehe ichs (auch aus Eigeninteresse) als meine Pflicht an, mich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht komme ich ja zu dem Ergebnis, dass ich vil mehr kluk bien als denn KI 😁
Wie sieht es bei euch aus?
Ich bin in Fundamentalopposition zu LLMs.
Ist KI inzwischen ein selbstverständlicher Helfer für euch?
Das ist mir grundsätzlich sehr sympathisch :-)
Gruß Nico
Moin Nico,
Zumindest wird dieses „KI” in vielen Stellenbeschreibungen aufgeführt.
Das ist bei mir nicht mal der Fall. Der Chef ist von der alten Schule und steht KI eher skeptisch gegenüber. Er ließ aber anklingen, er habe gehört, dass ihm bekannte Programmierer damit in kurzer Zeit beeindruckende Dinge hinbekommen haben.
Jein.
Also ja, es sei wohl möglich, relativ schnell einen Prototypen damit generieren zu lassen. Nur wartbar ist es eben nicht (zu viel Code-Duplikationen, keinen Schimmer von Business-Domäne, potentielle Sicherheitslücken inklusive usw.).
Shifting right, wenn du so willst (und damit treibt es dann die Kosten auf längere Sicht in die Höhe).
Mal ganz davon zu schweigen, dass der Cashflow der üblichen Verdächtigen negativ ist und die also nur mit geliehenem Geld (= Wagniskapital) arbeiten. Da wird irgendwann Rendite fällig. Spätestens dann wird es hässlich.
Folglich sollten Unternehmen schon einmal eine Exit-Strategie parat halten, wie sie aus „KI“ aussteigen wollen. Nachwuchs fehlt ja sowieso, weil „KI macht das schon” m(
Wenn es irgendwo Verbesserungspotential gibt, sehe ichs (auch aus Eigeninteresse) als meine Pflicht an, mich damit auseinanderzusetzen.
Bitte. Ich sage nicht, dass das Thema nicht verfolgt werden sollen. Nur: meine bisherigen Beobachtungen lassen nur den Schluss zu, dass das ein Scam ist. Kann dir gerne Literatur empfehlen.
Vielleicht komme ich ja zu dem Ergebnis, dass ich vil mehr kluk bien als denn KI 😁
Statt Intelligenz wäre vielleicht eine Betrachtung von Manipulation die Zeit-Investition wert. Immerhin kann LLM sehr gut mit Sprache umgehen.
Wie sieht es bei euch aus?
Ich bin in Fundamentalopposition zu LLMs.
Ist KI inzwischen ein selbstverständlicher Helfer für euch?
Das ist mir grundsätzlich sehr sympathisch :-)
Danke.
Gruß,
Hallo Ryuno-Ki,
das Thema Geld ist tatsächlich ein Problem. Aber die LLM-Unternehmen operieren nicht nur für lau, im Enterprise-Umfeld gibt es etliche kostenpflichtige Angebote und auch bei claude.ai, mit dem ich mich angefreundet habe, bist Du ohne ein Abo schnell am Ende der freien Nutzung.
Und das finde ich absolut ok, diese LLMs sind megamächtige Tools und man bekommt einen gewaltigen Wert. Sofern man das, was man bekommt, einzuschätzen weiß, und nichts übernimmt, was man nicht beurteilen kann.
Was ich absolut scheiße finde, ist der Umstand, dass manche Menschen nicht mehr zwischen KI und Mensch unterscheiden. Hier wird es gefährlich. Die Bots sind ein Werkzeug und sollten kein Selbstzweck sein.
Dass einem ein Anbieter irgendwann den Saft abdreht, kann passieren. So zum Beispiel bei der Callcenter-Software, die mein Brötchengeber einsetzt. Die on-premise Version wird Ende 2028 abgeschaltet. Wir MÜSSEN einen anderen Anbieter finden und diese finden sich fast nur noch als CCaas (Call Center As A Service), womit die Abhängigkeit wächst. Also, ja, eine Exit-Strategie tut not. Für jedes Werkzeug mit Verfallsdatum, das man nutzt. Bei Software sind das mittlerweile alle.
Rolf
Lieber Rolf,
das Thema Geld ist tatsächlich ein Problem.
in der Tat.
bist Du ohne ein Abo schnell am Ende der freien Nutzung.
Und das finde ich absolut ok,
Hier möchte ich widersprechen, denn ich finde das absolut nicht OK! Die Trainingsdaten wurden ohne Erlaubnis einfach so aus dem Netz abgeschnorchelt. Und nicht nur ohne Erlaubnis, auch ohne Vergütung! Das bedeutet, dass die Nützlichkeit dieser LLMs gewissermaßen auf Diebstahl oder wenigstens Mundraub beruht. Für das daraus entstandene Ergebnis eine Gebühr zu verlangen fühlt sich für mich unanständig an. Kapitalistisch absolut logisch, aber menschlich absolut verwerflich.
Liebe Grüße
Felix Riesterer
Hier möchte ich widersprechen, denn ich finde das absolut nicht OK! Die Trainingsdaten wurden ohne Erlaubnis einfach so aus dem Netz abgeschnorchelt. Und nicht nur ohne Erlaubnis, auch ohne Vergütung! Das bedeutet, dass die Nützlichkeit dieser LLMs gewissermaßen auf Diebstahl oder wenigstens Mundraub beruht. Für das daraus entstandene Ergebnis eine Gebühr zu verlangen fühlt sich für mich unanständig an. Kapitalistisch absolut logisch, aber menschlich absolut verwerflich.
Hallo Felix,
warum? Die KI macht alles, was du selber auch könntest. Sie crawlt das Netz, lernt daraus und verwertet das Gelernte. Dasselbe bekommst auch du - völlig umsonst. Wenn die KI das aber besser, schneller, effizienter macht als du, dann hat das einen Mehrwert für dich und gen au den bezahlkst du (oder eben auch nicht).
Jedes Vergleichsportal arbeitet so - von wem sie dann das Geld erhält, ist erstmal nebensächlich.
Hawk
Guten Morgen,
@Felix Riesterer warf die moralische Seite ein:
Hier möchte ich widersprechen, denn ich finde das absolut nicht OK! Die Trainingsdaten wurden ohne Erlaubnis einfach so aus dem Netz abgeschnorchelt. Und nicht nur ohne Erlaubnis, auch ohne Vergütung!
warum? Die KI macht alles, was du selber auch könntest. Sie crawlt das Netz, lernt daraus und verwertet das Gelernte.
Dasselbe bekommst auch du - völlig umsonst.
Felix schrieb doch:
Das bedeutet, dass die Nützlichkeit dieser LLMs gewissermaßen auf Diebstahl oder wenigstens Mundraub beruht. Für das daraus entstandene Ergebnis eine Gebühr zu verlangen fühlt sich für mich unanständig an. Kapitalistisch absolut logisch, aber menschlich absolut verwerflich.
Es geht ihm (und auch mir) erstmal nicht um den kostenlosen Aspekt.
Dasselbe bekommst auch du - völlig umsonst.
Ich habe bis jetzt OpenAI und Claude.ai ausprobiert und beide System hauptsächlich für Text-Erstellung und -korrektur genutzt. (siehe unten)
@Nico R. und @Rolf B erwähnten, dass die LLMs mittlerweile recht schnell am Ende des Frage-Limits sind und auf das Abo (mit noch besseren Antworten?) verweisen.
Hier bin ich raus. Ich habe zwei Zeitungs-Abos, mittlerweile keine Fachzeitschriften mehr und bin auf (kosten)freie Software umgestiegen.
Ich bin mittlerweile sehr skeptisch gegenüber Big Tech. So ziemlich jeder dieser Milliardäre ist auf Seiten Trumps und Peter Thiels.
Ich nutze das kostenlose System, bis deren Geschäftsmodell, den gesamten Markt an Chips aufzukaufen, ohne das Geld in der Tasche zu haben, irgendwann scheitert.
Wenn die KI das aber besser, schneller, effizienter macht als du, dann hat das einen Mehrwert für dich und gen au den bezahlst du (oder eben auch nicht).
Meine Erfahrung:
Texte und schnelle Infos, die nicht kritisch sind (Planung eines 5-Tage Aufenthalts in Rom, inkl Restaurants, in die wir dann doch nicht gegangen sind) gehen gut.
OpenAI kann mir einen Text gewünschter Länge in einfachem Englisch für ein bestimmtes Level (z.B. 3rd year ESL (English as a Second Language)) schreiben und hinterher Aufgaben zum Textverständnis erstellen.
Auch die Korrektur auf Rechtschreibfehler funktioniert.
HTML geht gut: sauberes Grundgerüst, HTML5-Seitenstrukturierung und Label für Formular-Elemente sind mittlerweile Standard – oder nur, weil ich das mehrfach angemeckert habe?
CSS enthält mir – da aus allen Quellen zusammenkopiert – zu viel Müll. Warum erhält das scroll-item von Nico plötzlich eine feste Schriftgröße und font-weight? Es sieht erst mal gut aus, hält einer genaueren Überprüfung aber nicht Stand, bzw. muss dann doch wieder durchkämmt werden.
.scroll-item {
flex-shrink: 0;
width: 100px;
height: 40px;
border-radius: var(--border-radius-md);
background: var(--color-background-primary);
border: 0.5px solid var(--color-border-secondary);
display: flex;
align-items: center;
justify-content: center;
font-size: 13px;
font-weight: 500;
color: var(--color-text-secondary);
}
Und trotzdem muss jeder Zwischenschritt kopiert, getestet und überprüft und dann separat gespeichert werden.
Tut man das nicht, wirft das Modell beim nächsten Mal eine völlig andere Version aus, die schlimmstenfalls nicht funktioniert.
Fazit: Wer weiß, was er tut, kann manche Teilprozesse beschleunigen.
Fun Fact: Schüler hatten Referate erstellt. Aus „Heimatfront – Frauen und Kinder“ wurde eine Präsentation über Kindersoldaten. Die anderen hatten teilweise viel zu viele Fakten, weil das LLM ja nicht wusste, dass sie nur 10min reden sollten.
Wer weiß, was er tut, kann gute Ergebnisse erzielen!
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Ich bin mittlerweile sehr skeptisch gegenüber Big Tech. So ziemlich jeder dieser Milliardäre ist auf Seiten Trumps und Peter Thiels.
Soll heißen, wenn man selber auf Trumps Seite ist, ist man mit der Nutzung im win-win Bereich? 😉
Ich nutze das kostenlose System, bis deren Geschäftsmodell, den gesamten Markt an Chips aufzukaufen, ohne das Geld in der Tasche zu haben, irgendwann scheitert.
Mist - Du hast sie ausgetrickst - und sitzt auch noch am längeren Hebel... Bin schon gespannt, wie Euer Duell ausgeht.
- Texte und schnelle Infos, die nicht kritisch sind (Planung eines 5-Tage Aufenthalts in Rom, inkl Restaurants, in die wir dann doch nicht gegangen sind) gehen gut.
Was kann die KI dafür, wenn Ihr nicht ins Restauarnt geht?
Vielleicht war das ja auch ein Fehler von Euch?
Insgesamt eine nette, humorvolle Antwort, aber dann doch eher nicht auf meinen Beitrag, auch wenn du den weitestgehend zitierst.
Servus!
Ich nutze das kostenlose System, bis deren Geschäftsmodell, den gesamten Markt an Chips aufzukaufen, ohne das Geld in der Tasche zu haben, irgendwann scheitert.
Mist - Du hast sie ausgetrickst - und sitzt auch noch am längeren Hebel... Bin schon gespannt, wie Euer Duell ausgeht.
OpenAI in der Krise: Der ChatGPT-Hersteller am Rande des Nervenzusammenbruchs(standard.at)
AI als Technologie wird grundsätzlich nicht mehr verschwinden, auch wenn die Blase platzt. Das Internet ist schließlich auch nicht verschwunden als die Dotcom-Blase geplatzt ist. Da sollte man sich keine Illusionen machen.
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Hallo Matthias Scharwies,
OpenAI konnte vor wenigen Wochen eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen. 122 Milliarden US-Dollar an neuem Risikokapital konnte man sich auf diesem Weg sichern.
🤯
Aber jetzt weiß ich auch, warum Claude mir ständig nach ein paar Dialogrunden erzählt, dass meine Nutzung am Ende ist. Für eine Webseite gibt es nichts schlimmeres, als Erfolg zu haben. Jeder Flaschenhals im System beginnt dann sofort, rot zu glühen…
Aber deswegen wechsle ich nicht zu Gemini.
Rolf
Hallo Rolf,
Aber jetzt weiß ich auch, warum Claude mir ständig nach ein paar Dialogrunden erzählt, dass meine Nutzung am Ende ist. F
Ist aber echt dramatisch runter gegangen, finde ich auch...
Gruß, Hawk
Hallo Hawk,
Die KI macht alles, was du selber auch könntest. Sie crawlt das Netz, lernt daraus und verwertet das Gelernte. Dasselbe bekommst auch du - völlig umsonst. Wenn die KI das aber besser, schneller, effizienter macht als du, dann hat das einen Mehrwert für dich und gen au den bezahlkst du (oder eben auch nicht).
die KI wirft alles, was sie finden konnte, in einen großen Topf und sucht sich daraus die Antwort, die am besten passt. Leider geht dabei der Bezug zu den Quellen verloren. Stammt die Antwort von einem Genie oder von einem Vollpfosten? Wenn man die Qualität der Antwort nicht beurteilen kann, hat man verloren.
Ein weiteres Problem sehe ich im Urheberrecht. Was ist, wenn die Antwort von einer nicht frei verwendbaren Quelle ohne oder nur mit zu kleinen Änderungen kopiert wurde? Was ist, wenn die Verwendung des Materials nur mit Quellenangabe erlaubt ist? Ist das ein neues Betätigungsfeld für Abmahnanwälte?
Wenn eine KI mit Firmeninternen Daten trainiert wird, um dann Unternehmensabläufe zu optimieren, ist das mMn ok. Wenn aber ein Softwarehaus die neue Seite des Justizministeriums über Urheberrecht von einer KI erstellen lässt, finde ich das „interessant“.
Gruß
Jürgen
Hi there,
Hier möchte ich widersprechen, denn ich finde das absolut nicht OK! Die Trainingsdaten wurden ohne Erlaubnis einfach so aus dem Netz abgeschnorchelt.
So kann man es sehen. Man kann es aber auch so sehen, daß sich die KI zu Trainingszwecken einfach angesehen hat, was im Web frei verfügbar war.
Was hinter Bezahlschranken oder sonst irgendwie geschützt war, konnte auch die KI nicht sehen oder nutzen und soweit mir bekannt ist, gibt es auch keine Vorwürfe, daß zum KI-Training irgendetwas gehacked oder widerrechtlich "entsperrt" oder ähnliches wurde. Also, was soll das Gejammere...?
Hallo klawischnigg,
ob die KI stumpf Kekse annimmt (und wegschmeißt) und damit die "Lies mit Werbung oder abonniere die neue deutsche Welle" Abfrage umgeht, weißt Du auch nicht.
Die Kekskrümelschleuder ist ja die "bezahle mit deiner Identität"-Schranke. Und die kann der KI egal sein. So ganz (l)egal ist es also auch nicht. Nur was hinter echten Logins steckt, ist für die KI versteckt.
Aber sollen wir deswegen unsere Wiki-Inhalte hinter einem Login vernageln? Möchte ich nicht. Vor allem werden die KIs dann schnell lernen, wie man Accounts registriert. Das haben schon genügend Spambots 'rausgekriegt.
soweit mir bekannt ist, gibt es auch keine Vorwürfe, daß zum KI-Training irgendetwas gehacked oder widerrechtlich "entsperrt" oder ähnliches wurde
Oder es ist nicht aufgefallen, weil die KI schlau genug war…
Fair wär's natürlich, wenn OpenAI und Genossen ihren Quellen ein Honorar zukommen ließen. Aber die Gratiskultur ist ja nicht nur bei uns Surfern, sondern auch bei den Inhaltsverteilern eingerissen. Bis irgendwann alles hinter Bezahlschranken steht und wir Inhalte wieder kaufen müssen. Wie in der guten alten Büchereizeit…
Rolf
Hi there,
ob die KI stumpf Kekse annimmt (und wegschmeißt) und damit die "Lies mit Werbung oder abonniere die neue deutsche Welle" Abfrage umgeht, weißt Du auch nicht.
Soweit richtig, ich weiß es nicht. Aber ich sehe auch nicht, wofür das wichtig wäre.
Die Kekskrümelschleuder ist ja die "bezahle mit deiner Identität"-Schranke. Und die kann der KI egal sein. So ganz (l)egal ist es also auch nicht. Nur was hinter echten Logins steckt, ist für die KI versteckt.
Es mag vielleicht unfair sein aber mit legal oder nicht hat das nichts zu tun. Wenn ich einen Werbe- oder Cookieblocker verwende mache ich mich auch nicht strafbar.
Aber sollen wir deswegen unsere Wiki-Inhalte hinter einem Login vernageln?
Dazu fällt mir nur der alte aber bewährte und immer noch gültige Spruch ein: "Wenn Du nicht willst, daß es jemand liest, stell es nicht ins Netz!"
Was nicht bedeutet, daß ich das Dilemma nicht sehe. Was schon gar nicht bedeutet, daß ich eine Lösung dafür habe. Aber wie heisst es so schön, die Kuh ist aus dem Stall, damit werden wir leben müssen. Und solange es noch funktioniert, nutze ich, was mir die KI bietet. Ich zahl auch dafür (aus Deiner Sicht vermutlich den Falschen, ich weiß schon😉), damit hab ich kein Problem, ich verdien ja auch Geld damit.
Fair wär's natürlich, wenn OpenAI und Genossen ihren Quellen ein Honorar zukommen ließen.
Bin ich bei Dir, es wäre fair, aber es wird trotzdem nicht passieren.
Hallo Nico,
ich habe lange gesagt: sowas will ich nicht.
Ich schreibe seit jeher fast alles selbst und starte neue Projekte in der Regel auf weißem Papier
Ja. Ich auch. Und das kostet Zeit. Man muss sich erstmal überwinden, den Automatischen Idioten an den Start zu bringen.
Neulich habe ich ein Tool für Logauswertungen aus dem Selfhtml-Wiki erstellt und habe im Dialog mit Anthropics claude.ai erstaunlich schnelle Fortschritte machen können und Lösungen gefunden, für die ich ohne KI Tage recherchiert hätte. Das war allerdings ein Batch-Tool, keine Website. Das Tool hat mir dann die Trolle, die das Wiki im Februar/März überlastet haben, schnell aufgezeigt.
Beim Vergrämen dieser Trolle hat mir claude ebenfalls gut geholfen, meine komplette Ahnungslosigkeit über Linux-Administration zu überspielen. iptables, fail2ban, firewalld - Kamerad AI hatte eine ordentliche böhmische Landkarte dabei.
Bei der Vorbereitung für unsere Unconference in Halle war claude.ai ebenfalls sehr hilfreich. Allerdings war ich dann mit meinem freien Kontingent irgendwann am Ende - meine Spezifikation für Demodaten hat zu viele Mipse gefressen 🤣. Ich überlege im Moment ernsthaft, bei Anthropic das kleine Abo zu kaufen.
In der Firma fordere ich auch schonmal unseren ChatGPT-Klon zu Vorschlägen auf (Klon deshalb weil er auch Firmeninterna kennen soll). Das ist vor 2 Jahren, als ich Audiodateien von Zischen befreien wollte (es waren über 1000 Dateien und den Workflow habe ich mit Standardtools nicht automatisiert bekommen) allerdings schiefgegangen, da hat er mir Müllcode vorgeschlagen. Aber auch nach manueller Nachbesserung wurde die Qualität nicht besser, am Ende mussten wir die Audios neu generieren lassen (von einer KI-Stimme, was sonst?).
Rolf
Hallo Rolf,
ich hab mich auf deine Anregung hin jetzt mal bei Claude angemeldet und soeben meine erste Aufgabe lösen lassen:
Hier die Lösung:
<style>
.scroll-container {
width: 800px;
height: 100px;
overflow: hidden;
border: 0.5px solid var(--color-border-secondary);
border-radius: var(--border-radius-md);
background: var(--color-background-secondary);
position: relative;
margin: 1rem auto;
}
.scroll-track {
display: flex;
align-items: center;
gap: 12px;
height: 100%;
position: absolute;
left: 0;
top: 0;
animation: scroll-left 12s linear infinite;
will-change: transform;
}
.scroll-item {
flex-shrink: 0;
width: 100px;
height: 40px;
border-radius: var(--border-radius-md);
background: var(--color-background-primary);
border: 0.5px solid var(--color-border-secondary);
display: flex;
align-items: center;
justify-content: center;
font-size: 13px;
font-weight: 500;
color: var(--color-text-secondary);
}
@keyframes scroll-left {
0% { transform: translateX(0); }
100% { transform: translateX(-50%); }
}
</style>
<h2 class="sr-only">Ein 800x100px Container mit 20 horizontal durchlaufenden Divs (100x40px).</h2>
<div class="scroll-container">
<div class="scroll-track" id="track"></div>
</div>
<script>
const track = document.getElementById('track');
const labels = Array.from({length: 20}, (_, i) => `div ${i + 1}`);
const doubled = [...labels, ...labels];
doubled.forEach(label => {
const div = document.createElement('div');
div.className = 'scroll-item';
div.textContent = label;
track.appendChild(div);
});
</script>
Ich bin trotz einer gewissen trotzigen Erwartungshaltung beeindruckt, muss ich sagen. Ein überraschend schlankes Script, das ich auf keinen Fall kürzer hinbekommen hätte. Nicht schlecht. Ich bin auf den Geschmack gekommen, muss ich sagen. Zumindest, wenn es um spezielle/nervige/friemelige Teile geht.
Eher negativ überrascht hat mich die lange Rechenzeit. Nach ungefähr zwei Minuten bin ich aufgestanden und habe lieber unserer Balkonente zugesehen. Als ich später zurück kam, war dann das Ergebnis da, also in irgendwas zwischen zwei und fünf Minuten. Wenn ich dran denke, wie viele Ressourcen dafür draufgegangen sind, wird mir schon anders. Und ich war wahrscheinlich nur einer von Millionen in dem Moment...
Schöne Grüße
Nico
Hallo
Ich bin trotz einer gewissen trotzigen Erwartungshaltung beeindruckt, muss ich sagen.
Ich, wenn ich ehrlich bin, nicht so. „Warum ein .scroll-container und ein .scroll-track?“ und „Warum werden die 20 Blöcke per JavaScript erzeugt?“ sind die ersten Fragen, die mir instantan einfallen.
Wenn man das Ergebnis interpretieren kann, ist das eine nicht zu unterschätzende Hilfe. Damit lässt sich entweder die Anfrage verfeinern oder man nimmt das Ergebnis als Prototyp für eine eigene Weiterentwicklung. Wenn man aufgrund fehlender eigener Kenntnisse das Ergebnis der Anfrage jedoch nicht interpretieren kann, lebt man mit den Unzulänglichkeiten, die man selbst nicht sieht.
Schlimmstenfalls resultieren daraus unzureichende Anleitungen, die später neuen Generationen von LLMs als Datengrundlage dienen. Das ist dann auch Teil dieser schönen neuen Welt.
Tschö, Auge
Hallo Auge,
na gut, ich muss meine Einschätzung dahingehend revidieren, dass natürlich einiges an CSS-Zeugs dabei ist, das ich nicht brauche. Ungefähr ein Drittel davon fliegt raus. Zumal die vars für die Farben gar nicht definiert sind.
„Warum ein
.scroll-containerund ein.scroll-track?“ und „Warum werden die 20 Blöcke per JavaScript erzeugt?“ sind die ersten Fragen, die mir instantan einfallen.
Hm, da hätte man keine separate Klasse vergeben müssen, okay. Aber als Manko sehe ich das nicht an. Die 20 Blöcke hätte ich, wenn ich selbst entwickelt hätte, 20 Mal dumpf kopiert und eingefügt, ohne JS. Aber nur aus Faulheit. Viel cleverer und pflegeleichter, weil nicht redundant, finde ich die JS-Lösung. Was hast du dagegen?
Wenn man das Ergebnis interpretieren kann, ist das eine nicht zu unterschätzende Hilfe. Damit lässt sich entweder die Anfrage verfeinern oder man nimmt das Ergebnis als Prototyp für eine eigene Weiterentwicklung.
Genauso nutze ichs.
Schlimmstenfalls resultieren daraus unzureichende Anleitungen, die später neuen Generationen von LLMs als Datengrundlage dienen. Das ist dann auch Teil dieser schönen neuen Welt.
Das ist wohl so. Wenn du mich fragst, hätte ich auch gerne wieder die 2000er zurück. Andererseits mussten wir uns da mit dem IE rumschlagen...
Gruß Nico
Hallo Nico R.,
Die 20 Blöcke hätte ich, wenn ich selbst entwickelt hätte, 20 Mal dumpf kopiert und eingefügt, ohne JS. Aber nur aus Faulheit.
Vielleicht nicht eher, weil sie auch Inhalt haben, den man nicht stumpf mit JS generieren kann?
Aber welcher Teufel ihm
Array.from({length: 20}, (_, i) => div ${i + 1})
eingeflüstert hat, mag der Geier wissen. Diesen Initializer muss man dreimal lesen, bevor einem dämmert, was da getrieben wird. Ich find's schon frech, mit { length:20 } ein Objekt, dass ja nun weder ein Array noch iterierbar ist, der Array.from Methode hinzuknallen, und die sieht nur die length-Eigenschaft, denkt „yo, ist ein Objekt, hat length, das ist mir Array-like genug“ und rennt über die Indexe 0-19. Die Map-Funktion, die als zweites übergeben wird, pfeift auf die Inhalte, die eh alle undefined sind, und nutzt nur die Indexwerte um eine fortlaufende Nummerierung 1..20 hinzubekommen.
Aus meiner Sicht ist das 🤮 🤮 🤮 und nicht zum Nachmachen zu empfehlen.
Rolf
Na ich sehe schon, ich war wohl zu euphorisch, weil ich einfach so ein Ergebnis bekommen habe, während ich ne Ente beobachtet habe.
Vielleicht nicht eher, weil sie auch Inhalt haben, den man nicht stumpf mit JS generieren kann?
Den Inhalt habe ich ins Array gepackt.
Aber welcher Teufel ihm
Array.from({length: 20}, (_, i) =>div ${i + 1})eingeflüstert hat, mag der Geier wissen. Diesen Initializer muss man dreimal lesen, bevor einem dämmert, was da getrieben wird.
Ging mir auch so. Hätte ich so nicht gemacht. Allerdings dachte ich, das wäre ne besonders clevere Vorgehensweise, die ich einfach nur nicht kenne. Ich habs jetzt wieder auf meine Art gelöst:
<div class="scroll-container">
<div id="ref"></div>
</div>
<script>
const ref = document.getElementById('ref');
const firm = [];
firm.push('ard.png');
firm.push('sat1.png');
firm.push('prosieben.png');
const firmen = firm.concat(firm);
firmen.forEach(firma => {
const img = document.createElement('img');
img.src = 'img/ref/'+firma;
ref.appendChild(img);
});
</script>
Jetzt merk ich aber gerade, dass mir die Nahtlosigkeit abhanden gekommen ist, ich habe jetzt ein Ruckeln drin. Jetzt muss ich erstmal rausfinden, wodurch genau das KI-Script eigentlich so schön nahtlos war...
Schöne Grüße
Nico
Hallo
na gut, ich muss meine Einschätzung dahingehend revidieren, dass natürlich einiges an CSS-Zeugs dabei ist, das ich nicht brauche. Ungefähr ein Drittel davon fliegt raus. Zumal die vars für die Farben gar nicht definiert sind.
Der Automat kaut halt wider, was er kennt. Aber wenn man selbst das nicht auf seine Situation anpassen kann …
… dann sollte man ganz die Finger davon lassen und sich erstmal Grundkenntnisse draufschaffen (meine Meinung). Das scheint ja auf dich nicht zuzutreffen, also los und angepasst! 😉😅
„Warum ein
.scroll-containerund ein.scroll-track?“ und „Warum werden die 20 Blöcke per JavaScript erzeugt?“ sind die ersten Fragen, die mir instantan einfallen.Hm, da hätte man keine separate Klasse vergeben müssen, okay. Aber als Manko sehe ich das nicht an.
Man hätte nicht separate Elemente für den Container an sich und den scrollbaren Container darin benutzen müssen.
Die 20 Blöcke hätte ich, wenn ich selbst entwickelt hätte, 20 Mal dumpf kopiert und eingefügt, ohne JS. Aber nur aus Faulheit. Viel cleverer und pflegeleichter, weil nicht redundant, finde ich die JS-Lösung. Was hast du dagegen?
Kurze Antwort: Sie funktioniert nicht ohne JS.
Lange Antwort: Es kommt natürlich auf den Anwendungsfall an. Wenn in den kleinen Boxen etwas dargestellt wird, das erst zur Laufzeit nachgeladen werden kann, ist JS das einzig richtige Werkzeug. Allzu oft wird aber JS verwendet, weil man JS verwenden will, ohne, dass es notwendig wäre. Dann wird mit JS eingeblendet, was sowieso schon im Dokument vorhanden ist oder es wird statischer Inhalt vom Server nachgeladen, der schon dort ins Dokument hätte eingefügt werden/sein können. Davon kriege ich die mentale Krätze.
Tschö, Auge
Hi there,
Ist KI inzwischen ein selbstverständlicher Helfer für euch?
Definitiv ja. Ich seh da auch kein Problem darin. Weder ein technisches oder gar ein ideologisches. Zumal man einem Code idR auch nicht ansieht, ob er menschenerdacht oder von einer KI generiert wurde.
KI oder wie immer man das nennen will ist einfach ein Werkzeug. Und als Entwickler wäre ich ziemlich fehl am Platze, würde ich nicht alles nutzen, was mir die Arbeit erleichtert. Da verstehe ich es viel weniger, wie man das überhaupt anders als maximal pragmatisch betrachten kann. Das Ergebnis muß stimmen, und das tut es und das ist es auch was zählt (und bezahlt wird)...