Schriftarten für alle User mit allen Geräten (mobile!) zugänglich machen
- browser
- css
Hallo,
beim Erstellen meiner Webseiten bin ich jetzt fast fertig und verwende drei "Standard"-Schriftarten, Verdana (Fließtext), Arial (Navs) und Georgia (Überschriften).
Diese gelten als "web safe", aber gilt das auch für alle Mobilgeräte und was es sonst noch so gibt an Geräten, z.B. für behinderte User? Ich vermute nein.
Wie kann man dafür sorgen, dass diese drei allen Usern mit allen Geräten zur Verfügung stehen?
Ich weiß, dass man Google fonts runterladen kann auf https://fonts.google.com und dann in die Seiten einbinden kann. Habe ich noch nie gemacht, würde ich aber wohl hinkriegen (Youtube-Tutorials ect.). Dort gibt es aber eben nur Google fonts, keine Verdana, Georgia, Arial.
Da ich deren Platzbedarf/Länge auf allen Seiten kenne und die Seiten mit deren Inhalten darauf abgestimmt habe, kann und will ich nicht drei neue fonts suchen und wieder von vorne anfangen.
Es muss doch eine Möglichkeit geben, diese drei allen Usern mit allen Geräten zur Verfügung zu stellen?
Grüße,
Matinee
Servus!
Hallo,
beim Erstellen meiner Webseiten bin ich jetzt fast fertig und verwende drei "Standard"-Schriftarten, Verdana (Fließtext), Arial (Navs) und Georgia (Überschriften).
Diese gelten als "web safe", aber gilt das auch für alle Mobilgeräte und was es sonst noch so gibt an Geräten, z.B. für behinderte User? Ich vermute nein.
Genau.
Schriftfamilien kannst du festlegen.
Bei Schriftarten ist das nicht zu 100% zuverlässig.
Wie kann man dafür sorgen, dass diese drei allen Usern mit allen Geräten zur Verfügung stehen?
Ich weiß, dass man Google fonts runterladen kann auf https://fonts.google.com und dann in die Seiten einbinden kann. Habe ich noch nie gemacht, würde ich aber wohl hinkriegen (Youtube-Tutorials ect.). Dort gibt es aber eben nur Google fonts, keine Verdana, Georgia, Arial.
Im SELF-Wiki: HTML/Tutorials/Google-Fonts_selbst_hosten
Vorteil: Das sind keine „Google“-Fonts, die sind frei verfügbar und Google hat das eben ausgenutzt.
Für Georgia benötigst du eine Microsoft-Lizenz.
Verdana kriegst du z.B. hier: https://www.onlinewebfonts.com/package/Verdana
Da ich deren Platzbedarf/Länge auf allen Seiten kenne und die Seiten mit deren Inhalten darauf abgestimmt habe, kann und will ich nicht drei neue fonts suchen und wieder von vorne anfangen.
Und was ist mit den Viewports? Normalerweise haut so eine Strategie nur in 99% der Fälle hin.
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Im SELF-Wiki: HTML/Tutorials/Google-Fonts_selbst_hosten
Klingt auf den ersten Blick kompliziert.
"Selbst hosten" heißt, dass ich die fonts auf meinen PC runterlade und in die Seiten einbinde mit CSS-font-face und das Ganze ganz normal wie die HMTM-Seiten, Grafiken ect. auf meinen Webspace bei meinem Hoster hochlade? Selbst hosten heißt also, meinen Website-Hoster nutzen.
Die CDN-Variante hätte ich wohl eh nicht gewählt, selbst wenn Google meine Schriftarten hätte.
Für Georgia benötigst du eine Microsoft-Lizenz.
Wie funktioniert das dann? Oder vielleicht eine sehr ähnliche freie Schriftart verwenden, wenn MS da Probs macht? Ich brauche aber auf jeden Fall eine bold-Variante davon.
Verdana kriegst du z.B. hier: https://www.onlinewebfonts.com/package/Verdana
Da ich deren Platzbedarf/Länge auf allen Seiten kenne und die Seiten mit deren Inhalten darauf abgestimmt habe, kann und will ich nicht drei neue fonts suchen und wieder von vorne anfangen.
Und was ist mit den Viewports? Normalerweise haut so eine Strategie nur in 99% der Fälle hin.
Was meinst du mit "Viewports"?
Inwiefern sollten die von den Browsern erstellten Viewports mit den Schriftarten Probleme haben?
Grüße,
Matinee
Servus!
Im SELF-Wiki: HTML/Tutorials/Google-Fonts_selbst_hosten
Klingt auf den ersten Blick kompliziert.
Ja, (Ich hatte ja gesagt, dass Google freie Schriften verwendet.) Ich hab grad geschaut - such mal nach "woff2-Dateien download free" - da gibt es auch Alternativen, wo man die Schriftpakete gleich runterladen kann.
"Selbst hosten" heißt, dass ich die fonts auf meinen PC runterlade und in die Seiten einbinde mit CSS-font-face und das Ganze ganz normal wie die HMTM-Seiten, Grafiken ect. auf meinen Webspace bei meinem Hoster hochlade? Selbst hosten heißt also, meinen Website-Hoster nutzen.
Genau! So wie Grafiken eben auch!
Da ich deren Platzbedarf/Länge auf allen Seiten kenne und die Seiten mit deren Inhalten darauf abgestimmt habe,
Und was ist mit den Viewports? Normalerweise haut so eine Strategie nur in 99% der Fälle hin.
Was meinst du mit "Viewports"?
Inwiefern sollten die von den Browsern erstellten Viewports mit den Schriftarten Probleme haben?
Weil du anscheinend davon ausgehst, dass diese Schriftgrößen, Schriftschnitte ganz genau in eine Zeile / in eine Box passen (müssen).
Klingt für mich so, als ob es daheim am Monitor des Entwicklers gut aussieht und dann zu den Tausenden von Nutzern geht, die alle verschiedene Systeme und Bildschirmbreiten haben.
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Danke für die schnelle Antwort.
Servus!
Im SELF-Wiki: HTML/Tutorials/Google-Fonts_selbst_hosten
Klingt auf den ersten Blick kompliziert.
Ja, (Ich hatte ja gesagt, dass Google freie Schriften verwendet.) Ich hab grad geschaut - such mal nach "woff2-Dateien download free" - da gibt es auch Alternativen, wo man die Schriftpakete gleich runterladen kann.
Gar nicht so einfach. Ich hab mal gesucht, aber fast alle Sites haben mit Google fonts zu tun. Myfonts.com wäre eine Alternative, aber die verlangen Geld, auch für Verdana und Co.
https://www.onlinewebfonts.com/search?q=Verdana habe ich noch gefunden, aber da gibt es dann 58 verschiedene Verdanas! Gibt es die wirklich "offiziell" oder ist das keine seriöse Site?
Fontsquirrel hat meine fonts nicht. https://www.dafont.com/de/search.php?q=Verdana hat nur kreative Varianten.
onlinewebfonts ist tatsächlich die einzige Quelle bislang.
Weil du anscheinend davon ausgehst, dass diese Schriftgrößen, Schriftschnitte ganz genau in eine Zeile / in eine Box passen (müssen).
Klingt für mich so, als ob es daheim am Monitor des Entwicklers gut aussieht und dann zu den Tausenden von Nutzern geht, die alle verschiedene Systeme und Bildschirmbreiten haben.
Ich habe das für desktop und insgesamt 5 Media Queries (MQ) immer mit dem FF Entwickler tool ausprobiert. Also z.B., welche Schriftgröße für h3s mit fetter Georgia im kleinsten 5. MQ (320-420 CSS-Pixel) gut klappt. Gut klappen tut es z.B., wenn die längsten h3s mit 43 Zeichen auch im unteren px-Bereich von 320 bis 350 px auf keine zweite Zeile umbrechen. Und wenn eine solche h3 deutlich größer als Fließtext, aber auch kleiner als die h2 ist.
Das FF-Tool zeigt es mir zwar in versch. Auflösungen, ich kann kleiner und größer machen und je nach meinen Stylings in den MQ ändert es sich dann. Die Ansicht auf meinem desktop-Monitor ist aber nicht in Originalgröße der Browser-Viewports beim User "draußen", da mein desktop-Monitor eine gröbere Pixeldichte hat.
Also eine naturgemäß große Verdana sieht in 12 bei 350px im 5.MQ bei mir zu Hause noch ganz o.k. aus, nicht zu klein. Die gesamte Darstellung (samt Schrift) wird in Wahrheit aber auf den Smartphones insgesamt kleiner sein, weil auf den Smartphone-displays dank hoher Pixeldichte alles "eingedampft" wird. Wobei aber alle Relationen und Abstände korrekt erhalten bleiben. "Korrekt" wie getestet auf meinem FF-tool und Monitor müsste es also schon sein.
Grüße,
Matinee
Servus!
Klingt für mich so, als ob es daheim am Monitor des Entwicklers gut aussieht und dann zu den Tausenden von Nutzern geht, die alle verschiedene Systeme und Bildschirmbreiten haben.
"Korrekt" wie getestet auf meinem FF-tool und Monitor müsste es also schon sein.
Schade, du hast wsl. nicht auf den verlinkten Artikel geklickt:
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Servus!
Klingt für mich so, als ob es daheim am Monitor des Entwicklers gut aussieht und dann zu den Tausenden von Nutzern geht, die alle verschiedene Systeme und Bildschirmbreiten haben.
"Korrekt" wie getestet auf meinem FF-tool und Monitor müsste es also schon sein.
Schade, du hast wsl. nicht auf den verlinkten Artikel geklickt:
Den über Responsive Webdesign und Media Queries? Habe ich schon hingeklickt und kurz überflogen, aber bei meinem Beispiel mit den h3s rede ich doch von responsive Design mit MQ. Irgendwas falsch an dem Beispiel? Dann bitte konkret benennen, eine allgemeine ganze Seite über responsive Webdesign und MQ hilft mir nicht.
Aber ich kann es eh nicht anders machen als wie beschrieben (FF-Tool ect.) bzw. bin damit fast durch so.
Grüße,
Matinee
Hallo zusammen,
Habe ich schon hingeklickt und kurz überflogen, aber bei meinem Beispiel mit den h3s rede ich doch von responsive Design mit MQ. Irgendwas falsch an dem Beispiel? Dann bitte konkret benennen, eine allgemeine ganze Seite über responsive Webdesign und MQ hilft mir nicht.
@Gunnar Bittersmann schrieb:
Da sitzt du einem Irrtum auf. Verschiedene Betriebssyteme haben verschiedene Algorithmen zum Rendern von Schrift, d.h. das Ergebnis kann sich geringfügig unterscheiden. Was bei dir gerade noch so in eine Zeile passt, tut dies bei anderen womöglich nicht und wird zweizeilig.
Aber ich kann es eh nicht anders machen als wie beschrieben (FF-Tool ect.) bzw. bin damit fast durch so.
ok!
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
@@Matinee
beim Erstellen meiner Webseiten bin ich jetzt fast fertig und verwende drei "Standard"-Schriftarten, Verdana (Fließtext)
Sind deine Webseiten auf deutsch? Wenn ja, wird Verdana beim Auftreten von Anführungszeichen unbrauchbar. (siehe Wikipedia)
Arial (Navs)
Ugh. Microsofts schlechter Abklatsch der Helvetica.
„Arial wird genommen, weil sie im Computermenü ganz oben steht. Würde sie Zarial heißen, hätte sie kein Mensch genommen.“ — Erik Spiekermann
Nimm wenigstens Helvetica (auf Systemen, wo sie installiert ist):
font-family: Helvetica, Arial, sans-serif (in der Reihenfolge).
und Georgia (Überschriften).
Eine schöne Schrift. Insbesondere der Kursivschnitt gefällt mir.
Dumm nur, dass die so alt ist, dass die Fonts im TrueType-Format, nicht OpenType sind. Obwohl es Glyphen für fi- und fl-Ligaturen gibt, werden die nicht automatisch verwendet. (Beispiel)
Und dass sie unterschiedlich hohe Mediävalziffern hat. Geschmackssache – aber nicht mein Geschmack.
Die Georgia Pro behebt beide Probleme, gibt’s aber nicht für umme.
Diese gelten als "web safe", aber gilt das auch für alle Mobilgeräte und was es sonst noch so gibt an Geräten, z.B. für behinderte User? Ich vermute nein.
Gerade mal auf’m iPhone getestet: Es gibt auf iOS sowohl Verdana als auch Arial als auch Georgia. Und auch Impact.
Welche Behinderungen hast du im Sinn?
Wie kann man dafür sorgen, dass diese drei allen Usern mit allen Geräten zur Verfügung stehen?
Gar nicht. Du hast nicht die Lizenzen, um diese Schriften als Webfonts zur Verfügung zu stellen.
Die Lizenzen haben die Nutzer mit dem Erwerb ihres Geräts und dessen Betriebssytem für die Systemschriften. Wenn du in deinem Stylesheet diese Schriften angibst und die Systemschriften verwendet werden, geht das in Ordnung.
Und da diese Schriften – wie du selbst sagst – web-safe sind, kannst du voll und ganz auf die Systemschriften setzen und ersparst den Nutzern das Herunterladen von Webfonts.
Da ich deren Platzbedarf/Länge auf allen Seiten kenne
Da sitzt du einem Irrtum auf. Verschiedene Betriebssyteme haben verschiedene Algorithmen zum Rendern von Schrift, d.h. das Ergebnis kann sich geringfügig unterscheiden. Was bei dir gerade noch so in eine Zeile passt, tut dies bei anderen womöglich nicht und wird zweizeilig.
und die Seiten mit deren Inhalten darauf abgestimmt habe
Wie willst du das gemacht haben – bei allen Viewportgrößen?
🖖 Live long and prosper
@@Gunnar Bittersmann
Arial (Navs)
Ugh. Microsofts schlechter Abklatsch der Helvetica. […] Nimm wenigstens Helvetica
Kenne die Regeln, um sie zu brechen! 😆
Als ich im Buchclub letztes Jahr „Asterix bei den Schweizern (Helvetiern)“ präsentiert hatte, habe ich natürlich die Helvetica verwendet und bei der Gelegenheit gegen die Arial gewettert. Und auch mit den Anwesenden das Quiz „So you think you can tell Arial from Helvetica?“ gemacht.
Und just bei der nächsten Präsentation „30 Jahre SELFHTML“ wenige Tage später selber Arial verwendet. Aus Nostalgie: ich wollte dieselbe Schriftart verwenden, in der SELFHTML anno dazumals gesetzt war. War’s Verdana? War’s Tahoma? Nein, es war Arial.
🖖 Live long and prosper
Sind deine Webseiten auf deutsch? Wenn ja, wird Verdana beim Auftreten von Anführungszeichen unbrauchbar. (siehe Wikipedia)
Ich benutze für Anführungszeichen die HTML-Entities bdquo; und ldquo;
Arial (Navs)
Ugh. Microsofts schlechter Abklatsch der Helvetica.
„Arial wird genommen, weil sie im Computermenü ganz oben steht. Würde sie Zarial heißen, hätte sie kein Mensch genommen.“ — Erik Spiekermann
Wie im Eingangspost geschrieben, ist sie nur für die Navs (anchors) und da ist sie gut für mich, weil sachlich und relativ eng. Außerdem, so dachte ich jedenfalls bis vor kurzem, ist sie auf allen Geräten (PC, mobile, spezielle Geräte für Behinderte aller Art). Was aber sehr wahrscheinlich nicht so ist und Matthias bestätigt hat.
und Georgia (Überschriften).
Eine schöne Schrift. Insbesondere der Kursivschnitt gefällt mir.
Dumm nur, dass die so alt ist, dass die Fonts im TrueType-Format, nicht OpenType sind. Obwohl es Glyphen für fi- und fl-Ligaturen gibt, werden die nicht automatisch verwendet. (Beispiel)
Als Systemschrift auf dem PC? Mir ist bislang nichts aufgefallen.
Und dass sie unterschiedlich hohe Mediävalziffern hat. Geschmackssache – aber nicht mein Geschmack.
Wie ich im Eingangspost schrieb, ist sie nur für Überschriften, wenn da mal vereinzelt eine Zahl vorkommt... wenngleich sie mir auch nicht gefallen.
Die Georgia Pro behebt beide Probleme, gibt’s aber nicht für umme.
Diese gelten als "web safe", aber gilt das auch für alle Mobilgeräte und was es sonst noch so gibt an Geräten, z.B. für behinderte User? Ich vermute nein.
Gerade mal auf’m iPhone getestet: Es gibt auf iOS sowohl Verdana als auch Arial als auch Georgia. Und auch Impact.
Welche Behinderungen hast du im Sinn?
Ich habe alle nur denkbaren Behinderungen und speziellen Geräte, die es jetzt oder demnächst mal geben wird, im Sinn. Ich will das mit einer Aktion sauber erledigen. Ob jemand mit irgendeinem Apple, Windows-PC, Notebook, irgendeinem Exoten-Smartphone, Tablet oder weiß der Geier was die Seiten anschaut... Das zusätzliche iphone genügt da nicht, allein unter den Mobilgeräten gibt es bestimmt einige weitere, die nicht alle drei (alle drei!) drauf haben. Da möchte ich wetten.
web safe war vielleicht mal vor vielen Jahren, aber wer dazu Näheres weiß, also von wie viel Prozent wir hier in etwa sprechen... ich bin neugierig.
Der einzig sichere Weg scheint mir der zu sein, sie JEDEM Gerät extra zur Verfügung zu stellen.
Wie kann man dafür sorgen, dass diese drei allen Usern mit allen Geräten zur Verfügung stehen?
Gar nicht. Du hast nicht die Lizenzen, um diese Schriften als Webfonts zur Verfügung zu stellen.
Ach? Das ist ja ganz neu. Warum bieten es dann im Web dutzende zum Download für solche Zwecke an?
Die Lizenzen haben die Nutzer mit dem Erwerb ihres Geräts und dessen Betriebssytem für die Systemschriften. Wenn du in deinem Stylesheet diese Schriften angibst und die Systemschriften verwendet werden, geht das in Ordnung.
Und da diese Schriften – wie du selbst sagst – web-safe sind, kannst du voll und ganz auf die Systemschriften setzen und ersparst den Nutzern das Herunterladen von Webfonts.
Schön wär es ja, ursprünglich dachte ich mir das auch so, denn ich mag durchaus "einfache, zuverlässige Wege", aber das glaube ich nicht mehr. Gibt bestimmt etliche Geräte schon allein bei den Smartphones, die die drei nicht als Systemschrift kennen.
Grüße,
Matinee
@@Matinee
Sind deine Webseiten auf deutsch? Wenn ja, wird Verdana beim Auftreten von Anführungszeichen unbrauchbar. (siehe Wikipedia)
Ich benutze für Anführungszeichen die HTML-Entities bdquo; und ldquo;
Ja, das sind die korrekten Anführungszeichen im Deutschen. In so ziemlichen allen Schriftarten sieht das auch vernünftig aus. (Abb. 1) Nicht aber in Verdana, da sieht’s Scheiße aus. (Abb. 2)
Für das richtig aussehende schließende Anführungszeichen müsste man das Zeichen U+201F anstatt U+201C verwenden. (Abb. 3) Die Glyphen für die beiden Zeichen sind in Verdana vertauscht.
Das soll jetzt aber kein Plädoyer dafür werden, inkorrekte Unicode-Zeichen zu verwenden, um eine gewünschte Darstellung zu erzielen. Das würde sich schneller als gedacht rächen: wenn auf einem System Verdana nicht zur Verfügung steht. Oder wenn man den Text kopiert und anderswo einfügt, wo er nicht in Verdana gesetzt wird.

(Screenshot vom Codepen Anführungszeichen)
Im Englischen, wo es ums öffnende Anführungszeichen geht, sehen beide Zeichen, U+201C und U+201F, passabel aus. (Abb. 4 und 5) Vielleicht ist deshalb die Vertauschung nicht aufgefallen. Oder es wurde gar bewusst gemacht, weil’s beim öffnenden Anführungszeichen schick aussieht, ohne zu bedenken, was das für andere Sprachen bedeutet.
Fürs Deutsche bleibt: Guillemets verwenden. (Abb. 6) Oder halt nicht Verdana verwenden.
🖖 Live long and prosper
@@Matinee
Sind deine Webseiten auf deutsch? Wenn ja, wird Verdana beim Auftreten von Anführungszeichen unbrauchbar. (siehe Wikipedia)
Ich benutze für Anführungszeichen die HTML-Entities bdquo; und ldquo;
Ja, das sind die korrekten Anführungszeichen im Deutschen. In so ziemlichen allen Schriftarten sieht das auch vernünftig aus. (Abb. 1) Nicht aber in Verdana, da sieht’s Scheiße aus. (Abb. 2)
Für das richtig aussehende schließende Anführungszeichen müsste man das Zeichen U+201F anstatt U+201C verwenden. (Abb. 3) Die Glyphen für die beiden Zeichen sind in Verdana vertauscht.
Das soll jetzt aber kein Plädoyer dafür werden, inkorrekte Unicode-Zeichen zu verwenden, um eine gewünschte Darstellung zu erzielen. Das würde sich schneller als gedacht rächen: wenn auf einem System Verdana nicht zur Verfügung steht.
Ich dachte, das steht überall zur Verfügung und ich kann da getrost darauf vertrauen 😉?
(Screenshot vom Codepen Anführungszeichen)
Im Englischen, wo es ums öffnende Anführungszeichen geht, sehen beide Zeichen, U+201C und U+201F, passabel aus. (Abb. 4 und 5) Vielleicht ist deshalb die Vertauschung nicht aufgefallen. Oder es wurde gar bewusst gemacht, weil’s beim öffnenden Anführungszeichen schick aussieht, ohne zu bedenken, was das für andere Sprachen bedeutet.
Fürs Deutsche bleibt: Guillemets verwenden. (Abb. 6) Oder halt nicht Verdana verwenden.
Danke für deine Mühe, den Vergleich anschaulich zu machen.
Bei mir sieht es wie bei Nr. 2 aus. Und ja, Nr. 1 finde ich auch schöner, aber Hauptsache, es ist als Anführungszeichen erkennbar. Bei Artikelseiten über 1500-3000 Worte soll ich jetzt wegen der Ästhetik der Anführungszeichen eine andere Schriftart nehmen? Ich gehe davon aus, dass das jeder als "Style" interpretiert und keinen kümmert.
Wenn das ein Fehler ist, warum ist das nicht längst mal korrigiert worden?
Die Guillemets finde ich als Anführungszeichen zu "fremd" auf deutschen Seiten und für diesen Zweck auch nicht schön.
Grüße,
Matinee
Moin Matinee,
Gar nicht. Du hast nicht die Lizenzen, um diese Schriften als Webfonts zur Verfügung zu stellen.
Ach? Das ist ja ganz neu. Warum bieten es dann im Web dutzende zum Download für solche Zwecke an?
diese „Argumentation“ hingegen ist alles andere als neu und immer noch falsch, Stichwort „Raubkopien“ bzw. allgemeiner Urheberrecht. Nicht alles, was im Internet „dutzendfach“ oder „kostenlos“ heruntergeladen werden kann, ist auch frei nutzbar. Das war es noch nie und wird es auch nie sein.
Viele Grüße
Robert
Moin Matinee,
Gar nicht. Du hast nicht die Lizenzen, um diese Schriften als Webfonts zur Verfügung zu stellen.
Ach? Das ist ja ganz neu. Warum bieten es dann im Web dutzende zum Download für solche Zwecke an?
diese „Argumentation“ hingegen ist alles andere als neu und immer noch falsch, Stichwort „Raubkopien“ bzw. allgemeiner Urheberrecht. Nicht alles, was im Internet „dutzendfach“ oder „kostenlos“ heruntergeladen werden kann, ist auch frei nutzbar. Das war es noch nie und wird es auch nie sein.
Viele Grüße
Robert
Hallo Robert,
es ist ein Indiz, zumal ganz offen ermutigt wird, man dürfe und solle sie für Webzwecke nutzen. Mit Raubkopien von Filmen oder Musik würde ich selbst gehostete "Systemschriften" aber auch nicht vergleichen.
Aber ich will eine solche Diskussion eigentlich gar nicht anfangen.
Ich will nur wissen,ob
es nun lizenzmäßig o.k. ist, solche verbreiteten Systemschriften (Verdana, Arial, Georgia) selbst zu hosten; ich bin ja sicher nicht der Erste, die Frage müsste doch geklärt sein;
wie viele Endgeräte im Web grob geschätzt solche Schriften nicht drauf haben als Systemschrift (macOS/iOS, Windows, Linux; desktop, Tablets, alle Smartphones, alle Geräte, die Behinderte benutzen, screenreader ect.).
Das selbst hosten scheint mir der sicherste und verlässlichste Weg zu sein, damit die Schriftarten auf allen Geräten zu sehen sind. Woff2 scheint auch gut geeignet zu sein, was ich eben gelesen habe.
Wenn ich mit Ärger von den Lizeninhabern rechnen muss, weil ich die Lizenz nicht (bezahlbar) bekomme, lasse ich es. Wenn mehr als 1% der Geräte die drei nicht als Systemschrift kennen, geht das aber auch nicht.
Grüße,
Matinee
Guten Morgen,
Ich will nur wissen,ob
- es nun lizenzmäßig o.k. ist, solche verbreiteten Systemschriften (Verdana, Arial, Georgia) selbst zu hosten; ich bin ja sicher nicht der Erste, die Frage müsste doch geklärt sein;
Wenn sie frei sind schon; wenn nicht dann nicht.[1]
- wie viele Endgeräte im Web grob geschätzt solche Schriften nicht drauf haben als Systemschrift (macOS/iOS, Windows, Linux; desktop, Tablets, alle Smartphones, alle Geräte, die Behinderte benutzen, screenreader ect.).
Dann schätz mal.
Dafür gibt es den Terminus devive agnostic: Man verlässt sich nicht auf feste Werte wie eine angebliche Bildschirmgröße eines „normalen“ Handys oder eben eine angeblich feste Größe einer bestimmten Schrift.
Das selbst hosten scheint mir der sicherste und verlässlichste Weg zu sein, damit die Schriftarten auf allen Geräten zu sehen sind.
Ja, das macht man mit ausgefallenen Schriften, z.B. für Überschriften.
Woff2 scheint auch gut geeignet zu sein, was ich eben gelesen habe.
Es ist das neueste Format mit kleinen Datengrößen, daher schnell geladen. (Was regen mich Seiten auf, die weiße Flächen haben, die dann irgendwann den Text anzeigen.)
Wenn ich mit Ärger von den Lizeninhabern rechnen muss, weil ich die Lizenz nicht (bezahlbar) bekomme, lasse ich es.
Ich bin zu wenig drin in der Sache. Imho gab es ca. 2018 im Rahmen der DSGVO eine Diskussion zur Erwähnung von 3rd_Party_Content wie Schriften in der DSGVO. Web-Entwickler, die Schriften bei Monotype(?) lizensieren wollten, hatten plötzlich Riesenrechnungen.[2]
Deshalb nimmt man® freie Schriften.
Wenn mehr als 1% der Geräte die drei nicht als Systemschrift kennen, geht das aber auch nicht.
Probier's doch einfach so, ohne selbst zu hosten. So machen es doch der Großteil.
SELFHTML hatte bis 2018 für Überschriften Oswald als google-Font verwendet, dann eine Systemschrift - im Rahmen unseres Makeovers jetzt die freie Schrift Nunito.
Herzliche Grüße
Matthias Scharwies
Hier ist dein Missverständnis:
Systemschriften liegen auf dem System, dass der Nutzer gekauft hat. Es besteht daher keine Notwendigkeit, diese Schriften selbst zu hosten.
Aber sie sind trotzdem nicht auf jedem Computer identisch; Arial (Wikipedia) wird seit Windows 3.1 als Systemschrift ausgeliefert, die sind nicht alle gleich! ↩︎
Monotype just hit us with a $30,000+/yr font license fee for one font. I’m speechless and lost (reddit) ↩︎
Hallo Matthias und Matinee
im Rahmen unseres Makeovers jetzt die freie Schrift Nunito.
Die wir von Google Fonts geholt haben und selbst hosten.
Klingt auf den ersten Blick kompliziert.
Google macht das Selfhosting leider nicht leicht. Ein Teil des Aufwands liegt darin begründet, dass sie die Schriften auf unterschiedliche Sprachfamilien aufgeteilt haben, weshalb man etliche WOFF-Dateien braucht, um eine Schrift vollständig zu supporten – aber auch die Chance hat, nur das Nötige zu supporten und Bandbreite zu sparen.
Ein Proxy für Google Fonts dürfte eine relativ einfache Sache sein. Für 20 Taler kann man einen als Addon für Concrete CMS kaufen, ich würde aber wetten, dass das man das mit einigen wenigen PHP Zeilen und etwas Apache-Akrobatik schnell selbst lösen kann. Allerdings möchte Selfhtml nicht als Produktanbieter für solche Tools dastehen, wir könnten dafür keinen Support leisten.
Rolf
Ich will nur wissen,ob
- es nun lizenzmäßig o.k. ist, solche verbreiteten Systemschriften (Verdana, Arial, Georgia) selbst zu hosten; ich bin ja sicher nicht der Erste, die Frage müsste doch geklärt sein;
Wenn sie frei sind schon; wenn nicht dann nicht.[1]
Ich bin nur ein kleiner Perfektionist, im Gegensatz zu Gunnar. Ich versuche es mit meinen Möglichkeiten möglichst gut zu machen, nicht mehr und nicht weniger. Wegen der Anführungszeichen eine Schriftart zu verwerfen, fiele mir nicht ein, dann lieber die Zollzeichen von der Tastatur.
Dass eine Arial nicht auf jedem System genau gleich ist oder manche Browser eine Schrift geringfügig anders rendern, so dass eine Überschrift evtl. 2mm länger wird und dann umbricht, während bei meiner Entwicklungsumgebung mit VSC und FF-Tool es gerade noch passt... Damit kann ich leben, solche Dinge sind unvermeidlich. Im Zweifelsfall lasse ich da eh immer etwas Spielraum. So füllt z.B. keine einzige h3 exakt die volle Zeile. Insoweit bin ich Realist.
Aber wenn ich nun 6 Monate lang an meinen Seiten rumbastle mit Verdana (Fließtext), Georgia (Überschriften) und Arial (Nav-anchors), dann liegt mir sehr daran, dass auch diese Schriftarten von möglichst allen Usern wie von mir gewünscht verwendet werden. Da bin ich tendenzieller Perfektionist und würde mit Selbsthosting lieber auf Nummer Sicher gehen. Weil eine andere Schriftart, die naturgemäß von vorneherein deutlich kleiner als z.B. die große, ausladende, aber gut lesbare Verdana ist... das ändert Welten in der Darstellung.
Ja, jeder kann die Schriftgröße ändern und ich werde nie eine volle Kontrolle darüber haben, aber
dennoch ist mein Styling die Basis dann auch für diese Userveränderungen und je besser die Basis von vorneherein ist, desto besser werden dann auch die Useränderungen damit aussehen und desto weniger weden solche Änderungen überhaupt brauchen,
die User, die das machen, wissen, was sie tun und können damit umgehen; es ändert nichts daran, dass ich meinen Job möglichst gut machen will und das heißt eben auch, eine gute Basis zu entwerfen, keine starre, aber dennoch eine Basis, deren Veränderungen responsive nicht beliebig sind.
- wie viele Endgeräte im Web grob geschätzt solche Schriften nicht drauf haben als Systemschrift (macOS/iOS, Windows, Linux; desktop, Tablets, alle Smartphones, alle Geräte, die Behinderte benutzen, screenreader ect.).
Dann schätz mal.
Dafür gibt es den Terminus devive agnostic: Man verlässt sich nicht auf feste Werte wie eine angebliche Bildschirmgröße eines „normalen“ Handys oder eben eine angeblich feste Größe einer bestimmten Schrift.
Das selbst hosten scheint mir der sicherste und verlässlichste Weg zu sein, damit die Schriftarten auf allen Geräten zu sehen sind.
Ja, das macht man mit ausgefallenen Schriften, z.B. für Überschriften.
Als reiner Windows-PC-User mit einem alten Notfall-Handy, der das noch nicht mal gut bedienen kann, bin ich denkbar ungeeignet für solche Schätzungen. Rein von meinem Gefühl her würde ich auf insgesamt 10-15% tippen, die auf ihrem System mindestens eine von den dreien (Verdana, Georgia, Arial) nicht drauf haben.
Ich vermute mal vor allem Smartphones machen diese 10-15% aus und wer weiß, wie das auf Screenreadern ist. Bei Linux müsste sich das eigentlich herausfinden lassen.
Ich bin zu wenig drin in der Sache. Imho gab es ca. 2018 im Rahmen der DSGVO eine Diskussion zur Erwähnung von 3rd_Party_Content wie Schriften in der DSGVO. Web-Entwickler, die Schriften bei Monotype(?) lizensieren wollten, hatten plötzlich Riesenrechnungen.[^2]
Deshalb nimmt man® freie Schriften.
Wann genau ist eine Schriftart "frei", wo steht das zuverlässig, wenn offenbar schon mal nicht bei all den font-sites im Web?
Bei Google ist das offenbar zuverlässig angegeben, aber das hilft mir nicht, weil die meine drei nicht haben. Im Notfall könnte ich aber drei möglichst ähnliche dort raussuchen. Na ja, nur wenn es sein muss.
Probier's doch einfach so, ohne selbst zu hosten. So machen es doch der Großteil.
"Verrat!" 😀, jetzt schwenkst du auf Gunnar über.
Woher soll ich wissen, wie viele es dann mit anderen Schriftarten sehen, weil sie meine drei nicht haben und wie das dort dann aussieht?
Das würde ich nur dann machen, wenn ich sicher wüsste, dass 99% aller User die drei Schriftarten bereits drauf hätten.
Grüße,
Matinee
Hier ist dein Missverständnis:
Systemschriften liegen auf dem System, dass der Nutzer gekauft hat. Es besteht daher keine Notwendigkeit, diese Schriften selbst zu hosten.
Aber sie sind trotzdem nicht auf jedem Computer identisch; Arial (Wikipedia) wird seit Windows 3.1 als Systemschrift ausgeliefert, die sind nicht alle gleich! ↩︎
@@Matinee
Als reiner Windows-PC-User mit einem alten Notfall-Handy, der das noch nicht mal gut bedienen kann, bin ich denkbar ungeeignet für solche Schätzungen. Rein von meinem Gefühl her würde ich auf insgesamt 10-15% tippen, die auf ihrem System mindestens eine von den dreien (Verdana, Georgia, Arial) nicht drauf haben.
Ich vermute mal vor allem Smartphones machen diese 10-15% aus
Kirk verlässt sich lieber auf eine Schätzung von Spock als auf eine Berechnung von anderen. (Star Trek IV – das mit den Walen)
Wie du dich selbst einschätzst, bist du nicht Spock; du solltest dich nicht auf dein Gefühl verlassen, sondern testen. Ich hab da was für dich: eine Testseite. In deiner Verwandtschaft und Bekanntschaft findest du sicher verschiedenste Smartphones.
und wer weiß, wie das auf Screenreadern ist.
?? Screenreader geben den Inhalt akustisch aus. Fonts sind dazu da, den Inhalt visuell darzustellen. Was sollten Screenreader mit Fonts zu tun haben?
🖖 Live long and prosper
Hallo Gunnar,
Was sollten Screenreader mit Fonts zu tun haben?
Ganz klar ein fehlendes CSS Feature: aurale Fonts zur Festlegung der SprecherInnen-Stimme
CSS sollte das ja mit
@media aural {
voice-family: Rolf;
}
adressieren, aber ich warte immer noch drauf, dass das ein Browser einbaut 😟
Rolf
Moin Matinee,
Aber wenn ich nun 6 Monate lang an meinen Seiten rumbastle mit Verdana (Fließtext), Georgia (Überschriften) und Arial (Nav-anchors), dann …
… weiß ich daraus, dass Du sehr wahrscheinlich Windows-Nutzer bist 😉
… liegt mir sehr daran, dass auch diese Schriftarten von möglichst allen Usern wie von mir gewünscht verwendet werden. Da bin ich tendenzieller Perfektionist und würde mit Selbsthosting lieber auf Nummer Sicher gehen.
Wenn möglichst alle Nutzerinnen die gleichen Schriftarten verwenden mögen, so führt kein Weg daran vorbei diese Schriftarten selbst zu lizensieren und bereitzustellen. Auf die in einem Betriebssystem installierten Schriften selbst hast Du nämlich keinen Einfluss. Das bedeutet auch, dass Du Deine Schriftauswahl noch einmal ändern musst, weil dein Trio nicht frei nutzbar ist.
Weil eine andere Schriftart, die naturgemäß von vorneherein deutlich kleiner als z.B. die große, ausladende, aber gut lesbare Verdana ist... das ändert Welten in der Darstellung.
So ist das Web, das als Welt viel größer als irgendwelche Design-Probleme ist.
es ändert nichts daran, dass ich meinen Job möglichst gut machen will und das heißt eben auch, eine gute Basis zu entwerfen, keine starre, aber dennoch eine Basis, deren Veränderungen responsive nicht beliebig sind.
Das ist das Gegenteil von responsiv.
Wann genau ist eine Schriftart "frei", wo steht das zuverlässig, wenn offenbar schon mal nicht bei all den font-sites im Web?
Bei Webseiten, die jegliche Inhalte ohne eine Lizenzangabe bereitstellen, kannst Du erst einmal davon ausgehen, dass die Inhalte dort unter dem vollen Schutz des Urheberrechts stehen, also nicht frei sind. Es kann Ausnahmen geben, wenn z.B. die Schutzfrist abgelaufen ist, aber das spielt hier keine Rolle, weil die Schriftarten noch „neu“ sind. Explizite Hinweise wären noch Termini wie „proprietary“, „Pro“ oder Hinweise auf „(commercial) usage“ oder „license“.
Webseiten mit Inhalten zum Teilen geben üblicherweise Nutzungsbedingungen oder Lizenzen an. Bei Schriften hat sich die Open Font License als Standard etabliert, aber auch Software-Lizenzen oder Creative Commons sind möglich und werden verwendet.
Bei Google ist das offenbar zuverlässig angegeben, aber das hilft mir nicht, weil die meine drei nicht haben. Im Notfall könnte ich aber drei möglichst ähnliche dort raussuchen. Na ja, nur wenn es sein muss.
Solange Du keine Nutzungslizenz hast oder bekommst, müssen Alternativen sein.
Woher soll ich wissen, wie viele es dann mit anderen Schriftarten sehen, weil sie meine drei nicht haben und wie das dort dann aussieht?
Gar nicht, weil das Web ein Zoo an Endgeräten ist und Du zwar versuchen kannst, möglichst viele zum Testen zu nutzen, aber eben nicht alle.
Viele Grüße
Robert
Moin Matinee,
es ist ein Indiz, zumal ganz offen ermutigt wird, man dürfe und solle sie für Webzwecke nutzen. Mit Raubkopien von Filmen oder Musik würde ich selbst gehostete "Systemschriften" aber auch nicht vergleichen.
auch wenn man „vor Gericht und auf hoher See allein in Gottes Hand“ sei, ist nicht Dein Vergleichswille, sondern das (Urheber-) Recht hier entscheidend und das unterscheidet nicht zwischen
Ich will nur wissen,ob
- es nun lizenzmäßig o.k. ist, solche verbreiteten Systemschriften (Verdana, Arial, Georgia) selbst zu hosten; ich bin ja sicher nicht der Erste, die Frage müsste doch geklärt sein;
Die Frage ist eindeutig geklärt: Alles, was nicht explizit gemeinfrei oder lizenzfrei ist, erfordert eine Nutzungslizenz. Eine kurze Recherche dazu offenbart:
- wie viele Endgeräte im Web grob geschätzt solche Schriften nicht drauf haben als Systemschrift (macOS/iOS, Windows, Linux; desktop, Tablets, alle Smartphones, alle Geräte, die Behinderte benutzen, screenreader ect.).
Unabhängig von den vorhandenen Schriftarten kann ein Nutzer immer noch im Browser fest Schriftarten definieren:

Wenn ich mit Ärger von den Lizeninhabern rechnen muss, weil ich die Lizenz nicht (bezahlbar) bekomme, lasse ich es.
Geh davon aus, dass jede unberechtigte Nutzung eines Werks im Internet über kurz oder lang entdeckt und sanktioniert wird.
Wenn mehr als 1% der Geräte die drei nicht als Systemschrift kennen, geht das aber auch nicht.
Ist „es“ Dein Design? Dann stimme ich Dir zu. Wenn Du ein möglichst exaktes Layout möchtest, ist HTML nicht das richtige Format, das Web nicht die richtige Technologie, sondern z.B. PDF oder PostScript.
Viele Grüße
Robert
Hallo,
auch wenn man „vor Gericht und auf hoher See allein in Gottes Hand“ sei, ist nicht Dein Vergleichswille, sondern das (Urheber-) Recht hier entscheidend und das unterscheidet nicht zwischen
- Filmen
- Musik
- Bildern
- Schriftarten
- Texten
- …
Zunächst mal, grundsätzlich und prinzipiell, mag da kein Unterschied sein, aber im Gegensatz zu einem Film/Musikstück ect. gab es bei einer Schriftartnutzung offenbar schon auch rechtliche Zweifel bez. der Schöpfungshöhe. MS ist auch keine künstlerische Schriftart-Firma und die alten Systemschriften sind ja bereits überall verbreitet, nur halt nicht "überall".
Also wenn jetzt eine Rockband, die von ihren Songs lebt, einen wirklich neuen Song auf den Markt bringt und den durch Urheberrechtsverletzungen jeder umsonst bekommt bzw. die Band nichts daran verdient, dann ist das heftig und in der Auswirkung und Praxis schon was anderes als MS mit ihren alten Schriften.
Die Frage ist eindeutig geklärt: Alles, was nicht explizit gemeinfrei oder lizenzfrei ist, erfordert eine Nutzungslizenz. Eine kurze Recherche dazu offenbart:
- Arial: „License: Proprietary“ und „Arial's […] licensing terms prohibit derivative works and free redistribution.“
- Verdana war „Freeware“, ist es aber nicht mehr, zumindest in neueren Versionen. Die deutsche Wikipedia weist auch auf die Probleme mit den Anführungszeichen hin.
- Die Lizenhinweise von Georgia habe ich ebenfalls via Wikipedia gefunden.
- wie viele Endgeräte im Web grob geschätzt solche Schriften nicht drauf haben als Systemschrift (macOS/iOS, Windows, Linux; desktop, Tablets, alle Smartphones, alle Geräte, die Behinderte benutzen, screenreader ect.).
Unabhängig von den vorhandenen Schriftarten kann ein Nutzer immer noch im Browser fest Schriftarten definieren:
Wenn ich mit Ärger von den Lizeninhabern rechnen muss, weil ich die Lizenz nicht (bezahlbar) bekomme, lasse ich es.
Geh davon aus, dass jede unberechtigte Nutzung eines Werks im Internet über kurz oder lang entdeckt und sanktioniert wird.
Gut zusammengefasst, danke.
Meine Klientel wird ziemlich sicher kaum eine eigene Schrift einstellen, aber selbst wenn: Es ändert nichts daran, dass ich erst mal von meiner Website ausgehend, deren Inhalten und Absichten, ein möglichst stimmiges, auch Usability-freundliches Webdesign erstellen will und muss.
Dass es evtl. viele gibt, die das mit eigenen Einstellungen deutlich verändern, ändert daran nichts. Das dürfen und sollen sie meinetwegen machen und ich verhindere das nicht bzw. kann es auch gar nicht.
Trotzdem will und muss ich eine Seite entwerfen, wo in sich stimmig alles möglichst gut zusammen passt und gut lesbar ist; gemäß meinem "Werk" und kreativen Schöpfung. User-Einstellungen sind kein Argument, um nur eine Durchschnittshose in der Durchschnittsfarbe anzubieten, weil dann aus dieser jeder noch seine eigene Hose schneidern und färben kann.
Ich habe jetzt folgende Optionen:
Und zwar samt sans-serif bzw. serif und dann auf browserstack möglichst viele Geräte testen, was die damit machen.
Mit welchen Schriftarten ersetzen die "Nicht-MS-Systeme/Geräte" meine MS-Schriften dort. Wenn z.B. eine große und breite Verdana mit einer eigenen, serifenlosen Schrift ähnlich Arial (klein und eng) ersetzt wird (bei gleichbleibender Schriftgröße), dann geht das überhaupt nicht.
Ich glaube es zwar nicht, aber wenn das bei allen meinen dreien überraschend gut aussehen sollte bei "vielen" der verbreiteten Geräte/OS, weil fast immer sehr ähnliche Ersatzschriften verwendet werden, dann wäre das so das einfachste.
Keine Lizenz, kein extra Einbinden, kein Geschwindigkeitsverlust, kein Datenschutzding.
Habe ich wenig Lust zu.
Zunächst mal müsste ich solche finden, z.B. mit einem Tool, das einem alle Schriftarten mit Beispielsätzen direkt vergleichen lässt (Breite und Höhe der Buchstaben, Aussehen allgemein), in versch. Schriftgrößen. Gibt es vermutlich, fraglich aber, ob sowohl Systemschriften von MS als auch freie gleichzeitig zur Verfügung stehen.
"Metrisch kompatibel" und "Verdana" könnte in Sumas helfen.
Der zuverlässigste Weg für eine möglichst verbreitete, einheitliche Darstellung, aber auch Arbeit und Aufwand. Keine Lizenz, einfacher Hinweis in der Datenschtzerklärung, etwas Geschwindigkeitsverlust.
Wohl eher nicht mein Weg, aber nicht weil ich Mitleid mit den eingekauften Schöpfungskünsten von MS und deren entgangenem Gewinn hätte, sondern weil ich keine Unsicherheit haben will und sichere, einfache Lösungen mag, die mich ruhig schlafen lassen.
Grüße,
Matinee
Moin Matinee,
Zunächst mal, grundsätzlich und prinzipiell, mag da kein Unterschied sein, aber im Gegensatz zu einem Film/Musikstück ect. gab es bei einer Schriftartnutzung offenbar schon auch rechtliche Zweifel bez. der Schöpfungshöhe.
Das wäre mir neu. Welche Quelle hast Du dafür und um welche Schriftarten ging es dabei?
MS ist auch keine künstlerische Schriftart-Firma und die alten Systemschriften sind ja bereits überall verbreitet, nur halt nicht "überall".
Microsoft hat die von Dir gewünschten Schriftarten nicht erfunden, sondern von den Urhebern lizensiert bzw. diese haben die Schriftarten für Microsoft entworfen und dem Unternehmen ggf. das Verwertungsrecht übertragen.
Das Urheberrecht unterscheidet nicht, was Künstler sind und was nicht, sondern allein die Urheberschaft zählt.
Meine Klientel wird ziemlich sicher kaum eine eigene Schrift einstellen, aber selbst wenn: Es ändert nichts daran, dass ich erst mal von meiner Website ausgehend, deren Inhalten und Absichten, ein möglichst stimmiges, auch Usability-freundliches Webdesign erstellen will und muss.
Usability-freundlich ist nicht das Festnageln auf bestimmte Schriftarten, sondern genau das Gegenteil davon; das Design muss auch ohne Deine Schriftarten funktionieren.
Ich habe jetzt folgende Optionen:
- MS-Schriftarten wie bisher als font-family im Stylesheet angeben
Und zwar samt sans-serif bzw. serif und dann auf browserstack möglichst viele Geräte testen, was die damit machen.
Mit welchen Schriftarten ersetzen die "Nicht-MS-Systeme/Geräte" meine MS-Schriften dort. Wenn z.B. eine große und breite Verdana mit einer eigenen, serifenlosen Schrift ähnlich Arial (klein und eng) ersetzt wird (bei gleichbleibender Schriftgröße), dann geht das überhaupt nicht.
Wenn das der Fall ist, ist Dein Design sehr wahrscheinlich nicht optimal. Im Web sollte das normalerweise nicht so fragil sein, dass bei einer anderen Schriftart alles zusammenbricht.
- Drei freie, möglichst ähnliche Schriftarten im WOFF2-Format selbst hosten
Zunächst mal müsste ich solche finden, z.B. mit einem Tool, das einem alle Schriftarten mit Beispielsätzen direkt vergleichen lässt (Breite und Höhe der Buchstaben, Aussehen allgemein), in versch. Schriftgrößen. Gibt es vermutlich, fraglich aber, ob sowohl Systemschriften von MS als auch freie gleichzeitig zur Verfügung stehen.
"Metrisch kompatibel" und "Verdana" könnte in Sumas helfen.
Wozu müssen die Schriftarten denn metrisch kompatibel sein? Du kannst doch immer noch versuchen Deine Pixel(?)-Arrangements auf Basis beliebiger anderer Schriftarten zu entwickeln. Spaß, im Web sollte man das gerade nicht tun, wenn die Webseite überall gut aussehen soll.
Der zuverlässigste Weg für eine möglichst verbreitete, einheitliche Darstellung, aber auch Arbeit und Aufwand. Keine Lizenz, einfacher Hinweis in der Datenschtzerklärung, etwas Geschwindigkeitsverlust.
Keine Lizenz hast Du nur bei wirklich gemeinfreien Schriftarten! Ansonsten musst Du immer die jeweilige Lizenz angeben! Und das gehört vermutlich eher ins Impressum statt in die Datenschutzerklärung (wofür brauchst Du denn hier?).
- Meine drei MS-Schriften im WOFF2-Format ohne Lizenz selbst hosten und sich für Abmahnanwälte wappnen.
Dieser Fall heißt nicht „wappnen“, sondern Spendierhosen, weil Du auf jeden Fall wirst zahlen müssen. Bei wiederholtem Vorsatz weiß ich allerdings nicht, ob das irgendwann vom Zivil- ins Strafrecht übergeht.
Wohl eher nicht mein Weg, aber nicht weil ich Mitleid mit den eingekauften Schöpfungskünsten von MS und deren entgangenem Gewinn hätte, sondern weil ich keine Unsicherheit haben will und sichere, einfache Lösungen mag, die mich ruhig schlafen lassen.
Recht ist nun einmal Recht.
Viele Grüße
Robert
Das wäre mir neu. Welche Quelle hast Du dafür und um welche Schriftarten ging es dabei?
Ich habe dazu gegoogelt. Ich weiß nur noch, dass der Suchbegriff Schöpfungshöhe dabei war, weil ich das vom Urheberrecht zu Bildern kenne.
MS ist auch keine künstlerische Schriftart-Firma und die alten Systemschriften sind ja bereits überall verbreitet, nur halt nicht "überall".
Microsoft hat die von Dir gewünschten Schriftarten nicht erfunden, sondern von den Urhebern lizensiert bzw. diese haben die Schriftarten für Microsoft entworfen und dem Unternehmen ggf. das Verwertungsrecht übertragen.
Deshalb habe ich auch von "erkauft" gesprochen. "ggf."? Wenn MS auf seiner Website dazu präzise erläutert, was sie selbst erlauben und was nicht und wenn sie selbst den Kauf der Lizenz anbieten per Formular, dann geht es primär um die Rechte von MS und nicht der ursprünglichen Künstler
Das Urheberrecht unterscheidet nicht, was Künstler sind und was nicht, sondern allein die Urheberschaft zählt.
Meine Klientel wird ziemlich sicher kaum eine eigene Schrift einstellen, aber selbst wenn: Es ändert nichts daran, dass ich erst mal von meiner Website ausgehend, deren Inhalten und Absichten, ein möglichst stimmiges, auch Usability-freundliches Webdesign erstellen will und muss.
Usability-freundlich ist nicht das Festnageln auf bestimmte Schriftarten, sondern genau das Gegenteil davon; das Design _muss auch ohne Deine Schriftarten funktionieren.
Ich habe langsam eher das Gefühl, dass du mich festnageln willst und zwar auf mein angebliches Bestehen auf eine einzige (bzw. drei) Schriftarten. Was nicht zutrifft, zumal ich schon mehrfach vom Zulassen anderer Schriftarten/Schriftgrößen gesprochen habe und im letzten post von vier Optionen sprach...
Ich habe jetzt folgende Optionen:
- MS-Schriftarten wie bisher als font-family im Stylesheet angeben
Und zwar samt sans-serif bzw. serif und dann auf browserstack möglichst viele Geräte testen, was die damit machen.
Mit welchen Schriftarten ersetzen die "Nicht-MS-Systeme/Geräte" meine MS-Schriften dort. Wenn z.B. eine große und breite Verdana mit einer eigenen, serifenlosen Schrift ähnlich Arial (klein und eng) ersetzt wird (bei gleichbleibender Schriftgröße), dann geht das überhaupt nicht.
Wenn das der Fall ist, ist Dein Design sehr wahrscheinlich nicht optimal.
Nein. Das liegt dann nicht an meinem Design, sondern schlicht daran, dass es zwei komplett unterschiedliche Schriften sind, abgesehen von sans-serif. Und dann kann es nicht mit beiden gleich gut aussehen. "Zusammenbrechen" wohl nicht, aber auf jeden Fall schlecht werdend. Die Schrift ist ein Element, das dem größeren Ganzen dient, so wie jedes einzelne Element. Nicht umgekehrt.
Im Web sollte das normalerweise nicht so fragil sein, dass bei einer anderen Schriftart alles zusammenbricht.
- Drei freie, möglichst ähnliche Schriftarten im WOFF2-Format selbst hosten
Zunächst mal müsste ich solche finden, z.B. mit einem Tool, das einem alle Schriftarten mit Beispielsätzen direkt vergleichen lässt (Breite und Höhe der Buchstaben, Aussehen allgemein), in versch. Schriftgrößen. Gibt es vermutlich, fraglich aber, ob sowohl Systemschriften von MS als auch freie gleichzeitig zur Verfügung stehen.
"Metrisch kompatibel" und "Verdana" könnte in Sumas helfen.
Wozu müssen die Schriftarten denn metrisch kompatibel sein? Du kannst doch immer noch versuchen Deine Pixel(?)-Arrangements auf Basis beliebiger anderer Schriftarten zu entwickeln. Spaß, im Web sollte man das gerade nicht tun, wenn die Webseite überall gut aussehen soll.
Der zuverlässigste Weg für eine möglichst verbreitete, einheitliche Darstellung, aber auch Arbeit und Aufwand. Keine Lizenz, einfacher Hinweis in der Datenschtzerklärung, etwas Geschwindigkeitsverlust.
Keine Lizenz hast Du nur bei wirklich gemeinfreien Schriftarten! Ansonsten musst Du immer die jeweilige Lizenz angeben! Und das gehört vermutlich eher ins Impressum statt in die Datenschutzerklärung (wofür brauchst Du denn hier?).
- Meine drei MS-Schriften im WOFF2-Format ohne Lizenz selbst hosten und sich für Abmahnanwälte wappnen.
Dieser Fall heißt nicht „wappnen“, sondern Spendierhosen, weil Du auf jeden Fall wirst zahlen müssen. Bei wiederholtem Vorsatz weiß ich allerdings nicht, ob das irgendwann vom Zivil- ins Strafrecht übergeht.
Ich geb dir dann Bescheid, dann kannst du mich verklagen 🙂, da du dich gar so stark als Rechtehüter zu fühlen scheinst und mir gleich wiederholtes Vergehen unterstellen willst, obwohl ich "nicht von meinem Weg" spreche. Abmahnanwälte gehören selbst gesetzlich verboten.
Wohl eher nicht mein Weg, aber nicht weil ich Mitleid mit den eingekauften Schöpfungskünsten von MS und deren entgangenem Gewinn hätte, sondern weil ich keine Unsicherheit haben will und sichere, einfache Lösungen mag, die mich ruhig schlafen lassen.
Recht ist nun einmal Recht.
Als Halbjurist in meinen ersten 20 Berufsjahren kann ich dir versichern, dass es nie so einfach ist, schwarz-weiß-Denken, so steht es im Gesetz, so ist es oder so ist es nicht usw.
Nicht "Recht ist Recht", sondern "Das kommt darauf an" sowie "Recht haben ist das Eine, Recht kriegen das Andere", "es bekommt der Recht, der den besseren Anwalt hat" sind die größeren Juristen-Wahrheiten. Nicht die einzigen, aber die größeren, jedenfalls außerhalb von Juraprüfungen.
Das habe ich ja versucht zu erklären: Zunächst mal (Ich bestreite es nicht!) gibt es das Urheberrecht und das gilt soundso blabla, macht auch Sinn usw., aber dann gibt es zusätzlich (zusätzlich!) eben immer auch verschiedene Rechtsauslegungen, Ermessensausübungen, unbestimmte Rechtsbegriffe, der Sinn hinter einem Gesetz, Ausnahmen, Gnade entgegen dem Recht, Gerichtsentscheidungen (evtl. unterschiedlich bis zur höchsten Instanz und Rechtskräftigkeit), veränderte Auslegungen im Laufe der Zeit (Menschen und Lebensweisen ändern sich), Gesetze, die sich ändern... bis hin zu Präsidenten, die das höchste Gericht mit bestimmten Richtern besetzen, um tun und lassen zu können, was sie wollen und komplett ungesetzlich ist, bis hin zu militärischem Töten.
Das Recht ist immer differenziert. "Es kommt darauf an." Und deswegen hinterfrage ich das Lizenzrecht und habe Unterschiede zwischen neuen Songs einer Band und MS-Schriftarten genannt. Nicht mehr und nicht weniger. Und komme auf Optionen. Theoretisch könnten deutsche Gerichte in bestimmten Fällen bei Schriftarten von MS zu einem anderen Ergebnis gekommen sein, aber MS will nur nichts davon wissen. So wie beim Datenschutz lange Zeit. Wenn du dich nur mit Schwarz-Weiß wohl fühlst, bitte, ich bin anders.
Rechtliche Wahrheit ist genauso wenig objektiv und absolut wie Wissenschaft, da beide von höchst fehlbaren, subjektiven Menschen betrieben werden. Und die führende Hand ist maßgeblich, nicht das Werkzeug. Alles andere ist Wunschdenken. Aber wir kommen vom Thema ab und im Grunde ist alles gesagt.
Grüße,
Matinee
Moin Matinee,
MS ist auch keine künstlerische Schriftart-Firma und die alten Systemschriften sind ja bereits überall verbreitet, nur halt nicht "überall".
Microsoft hat die von Dir gewünschten Schriftarten nicht erfunden, sondern von den Urhebern lizensiert bzw. diese haben die Schriftarten für Microsoft entworfen und dem Unternehmen ggf. das Verwertungsrecht übertragen.
Deshalb habe ich auch von "erkauft" gesprochen.
"ggf."? Wenn MS auf seiner Website dazu präzise erläutert, was sie selbst erlauben und was nicht und wenn sie selbst den Kauf der Lizenz anbieten per Formular, dann geht es primär um die Rechte von MS und nicht der ursprünglichen Künstler
Für die Nutzung ist es meiner Meinung nach unerheblich, wer Urheber ist und wer die Verwertungsrechte innehat und entsprechend lizensiert, es reicht (doch) zu wissen, dass eine Lizenz nötig ist.
Usability-freundlich ist nicht das Festnageln auf bestimmte Schriftarten, sondern genau das Gegenteil davon; das Design _muss auch ohne Deine Schriftarten funktionieren.
Ich habe langsam eher das Gefühl, dass du mich festnageln willst und zwar auf mein angebliches Bestehen auf eine einzige (bzw. drei) Schriftarten.
Ich habe das Gefühl missverstanden zu werden: Es geht mir nicht um die konkreten Schriftarten an sich, sondern den Eindruck, dass das Design fragil von den Metriken der gewählten Schriftarten abhängt.
Ich habe jetzt folgende Optionen:
- MS-Schriftarten wie bisher als font-family im Stylesheet angeben
Und zwar samt sans-serif bzw. serif und dann auf browserstack möglichst viele Geräte testen, was die damit machen.
Mit welchen Schriftarten ersetzen die "Nicht-MS-Systeme/Geräte" meine MS-Schriften dort. Wenn z.B. eine große und breite Verdana mit einer eigenen, serifenlosen Schrift ähnlich Arial (klein und eng) ersetzt wird (bei gleichbleibender Schriftgröße), dann geht das überhaupt nicht.
Wenn das der Fall ist, ist Dein Design sehr wahrscheinlich nicht optimal.
Nein. Das liegt dann nicht an meinem Design, sondern schlicht daran, dass es zwei komplett unterschiedliche Schriften sind, abgesehen von sans-serif. Und dann kann es nicht mit beiden gleich gut aussehen. "Zusammenbrechen" wohl nicht, aber auf jeden Fall schlecht werdend.
„Gut“ und „schlecht aussehen“ sind subjektive Kriterien. „Design not just what it looks like and feels like. Design is how it works.“ — Steve Jobs. Wenn die Seite mit einer weniger hübschen Schrift nicht toll aussieht, ist das etwas Anderes als würde die Seite unbenutzbar, z.B. weil Text nicht lesbar ist oder falsche/nicht existierende Schriftzeichen auftauchen.
- Meine drei MS-Schriften im WOFF2-Format ohne Lizenz selbst hosten und sich für Abmahnanwälte wappnen.
Dieser Fall heißt nicht „wappnen“, sondern Spendierhosen, weil Du auf jeden Fall wirst zahlen müssen. Bei wiederholtem Vorsatz weiß ich allerdings nicht, ob das irgendwann vom Zivil- ins Strafrecht übergeht.
Ich geb dir dann Bescheid, dann kannst du mich verklagen 🙂, da du dich gar so stark als Rechtehüter zu fühlen scheinst und mir gleich wiederholtes Vergehen unterstellen willst, obwohl ich "nicht von meinem Weg" spreche.
Ich beschäftige mich seit gut 20 Jahren mit Urheberrecht und freier Software sowie freien Werken (Fotos, Musik). Ich bin kein „Rechtehüter“, sondern versuche das zu verstehen. Mir ist im Laufe der Zeit aufgefallen, dass interessanterweise gerade die „Fans“ freier Inhalte das Urheberrecht besser verstehen und respektieren als diejenigen, die freie Inhalte nicht kennen oder gar akzeptieren, aber dafür gerne einmal versuchen Rechte zu umgehen.
Im Übrigen unterstelle ich gar nichts, dass ist Deine Interpretation. Ich habe nur auf eine Möglichkeit hingewiesen, die sich ganz allgemein aus einer wiederholten unlizensierten Nutzung verschiedener Inhalte ergeben könnte. Es liegt an jedem selbst, auch Dir, ob das Dein Weg sein soll oder nicht. Da ich keine Rechte an den gewünschten oder anderen Schriftarten halte, ist mir das auch relativ gleichgültig.
Abmahnanwälte gehören selbst gesetzlich verboten.
Das ist ein ganz anderes Thema, was wir hier nicht werden lösen können.
Nicht "Recht ist Recht", sondern "Das kommt darauf an" sowie "Recht haben ist das Eine, Recht kriegen das Andere", "es bekommt der Recht, der den besseren Anwalt hat" sind die größeren Juristen-Wahrheiten. Nicht die einzigen, aber die größeren, jedenfalls außerhalb von Juraprüfungen.
Im Bereich Urheber- und Verwertungsrechte würde ich gerne einmal Ausnahmen sehen, weil mir keine bekannt sind.
Rechtliche Wahrheit ist genauso wenig objektiv und absolut wie Wissenschaft, da beide von höchst fehlbaren, subjektiven Menschen betrieben werden. Und die führende Hand ist maßgeblich, nicht das Werkzeug. Alles andere ist Wunschdenken.
An dieser Stelle muss ich leider widersprechen (Dr. rer. nat. in Physik). Wissenschaft ist objektiv, weil die Resultate nachvollzieh- und reproduzierbar sind. Das Ergebnis hängt nicht vom einzelnen Wissenschaftler ab, sonst würde das Ganze ja gar nicht funktionieren. Die Ergebnisse werden peer-reviewed veröffentlicht, damit genau die Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit gegeben sind und verifiziert werden können.
Viele Grüße
Robert
An dieser Stelle muss ich leider widersprechen (Dr. rer. nat. in Physik). Wissenschaft ist objektiv, weil die Resultate nachvollzieh- und reproduzierbar sind. Das Ergebnis hängt nicht vom einzelnen Wissenschaftler ab, sonst würde das Ganze ja gar nicht funktionieren. Die Ergebnisse werden peer-reviewed veröffentlicht, damit genau die Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit gegeben sind und verifiziert werden können.
Das sehe ich anders und da werden wir uns sicher nicht einig. Ich will das jetzt nicht ausweiten, weil es wirklich offtopic ist, aber Wissenschaft ist viel weniger objektiv, als diejenigen, die es betreiben, verständlichweise wahrhaben wollen. Ich will nur einige Beispiele bringen.
Wissenschaft "beweist" tagtäglich alles, was Menschen in Wirtschaft und Politik aber auch an Hochschulen mit ihren Interessen (!) haben wollen. Ich sage nicht, dass das immer und bei jedem Hochschulwissenschaftler so ist, aber fast immer geht es "höflich" ausgedrückt um Interessen. Und Studien, das Herz der Wissenschaft, sollen das Gewünschte bestätigen.
Zwei Jahrzehnte lang hat sich die Butter- und Margarineindustrie gegenseitig mit Studien überzogen, die die Gesundheit des eigenen und das Ungesunde an der Konkurrenz bewiesen hat.
Monsanto hat viele Studien vorgelegt, in denen sie "beweisen", dass Glyphosat den Bienen nicht schadet. Der Rest der Welt kommt zu anderen Ergebnissen.
Medikamente, mit denen sich viel Geld verdienen lässt, sind natürlich bewiesen wirksam und haben nur die beschriebenen Nebenwirkungen. Und wenn sie mal 20 Jahre auf dem Markt sind, zeigt sich die Wahrheit. Am bekanntesten noch heute der Kontergan-Skandal.
Covid und das Impfthema... Viele Länder mit ihren jeweiligen Wissenschaftlern kamen zu anderen Ergebnissen und Vorgehensweisen. Von wegen objektiv und Standards.
Amalgam war billig, relativ haltbar und schnell verarbeitbar, also ist natürlich bei keiner Studie heraugekommen, dass Quecksilber in den Körper gelangt und schadet. Ist ja auch völlig abwegig, bei den mechanischen und chemischen Belastungen, denen die Zähne täglich ausgesetzt sind... Jetzt, wo es endlich verboten worden ist, nach 50 Jahren, jetzt WAR es plötzlich schädlich und "wir haben es ja schon immer gesagt".
Die Nazis haben ihre Ideologie wissenschaftlich untermauert.
Die Klimaveränderungen haben noch vor 20 Jahren ein Teil der Wissenschaftler als nicht menschengemacht eingeschätzt. Die Zahlen waren auch damals schon klar genug.
Es gibt umzählige Beispiele dazu, unzählige.
Sag mir, wer warum eine Studie in Auftrag gibt und finanziert und ich sag dir, was rauskommen wird. So ähnlich wie "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast". Was nicht sein darf, ist nicht.
Ein CSU-Politiker hat das vor ein paar Jahren bei Markus Lanz etwas übermütig ganz nett so erzählt: "Als ich Minister war, kamen immer wieder mal Wissenschaftler zu mir, die meinten, mich davon überzeugen zu müssen, dass meine Politik nicht dem Rechnung trägt, was Stand der Wissenschaft ist. Ich habe dann immer gesagt, ich präsentiere ihnen sofort mehrere Wissenschaftler, die ihnen das Gegenteil beweisen, noch bevor ich genau wusste, was er meinte, um mir so lästige, längere Diskussionen zu ersparen.
Du kannst ein theoretisch objektives Werkzeug wie die Wissenschaft nicht von dem trennen, der sie bedient und diese menschliche Hand ist das Wichtigere und die ist alles andere als objektiv. Sie ist willentlich absichtlich nicht objektiv und unbewusst unterschwellig noch viel weniger.
Als Physiker sagt dir wohl die platonische Heisenberg Unschärferelation etwas. Das ist sozusagen der Wissenschaftsausleger dessen, was ich meine. Im Grunde braucht man aber nur gesunden Menschenverstand und eine normale Beobachtungsgabe sowie einen etwas eigenständigen Geist.
Moin Matinee,
Einspruch!
Wissenschaft "beweist" tagtäglich alles, was Menschen in Wirtschaft und Politik aber auch an Hochschulen mit ihren Interessen (!) haben wollen.
Anmerkung vorab: Physiker sind Grundlagenforscher, unsere Arbeiten werden nicht bezahlt und das Interesse ist es die Wissenschaft in spannenden Projekten voranzutreiben, das Wissen der Menschheit zu erweitern. Daraus können andere Interessen folgen (z.B. Entdeckung der Quantenmechanik → Erfindung des Transistors → Halbleitertechnik), müssen aber nicht und manchmal dauert es sehr lange.
Ich sage nicht, dass das immer und bei jedem Hochschulwissenschaftler so ist, aber fast immer geht es "höflich" ausgedrückt um Interessen. Und Studien, das Herz der Wissenschaft, sollen das Gewünschte bestätigen.
Ich weiß nicht, für welche „Wissenschaften“ Du hier sprichtst, aber sämtliche Wissenschaftler, mit denen ich persönlich zu tun hatte, ob in den Naturwissenschaften oder anderen Disziplinen, waren und sind zuvorderst Wissenschaftler und ihr Interesse war bzw. ist der Erkenntnisgewinn. Und auf diesen Gebieten der Grundlagenforschung gibt es nichts „Gewünschtes“, weil man eben tatsächliches Neuland betritt.
Zwei Jahrzehnte lang hat sich die Butter- und Margarineindustrie gegenseitig mit Studien überzogen, die die Gesundheit des eigenen und das Ungesunde an der Konkurrenz bewiesen hat.
Reden wir jetzt über Wissenschaft oder Industrie? Aber unabhängig davon: Zwei Jahrzehnte bedeuten, dass es dort anscheinend noch Neuland zu entdecken gegeben hat.
Monsanto hat viele Studien vorgelegt, in denen sie "beweisen", dass Glyphosat den Bienen nicht schadet. Der Rest der Welt kommt zu anderen Ergebnissen.
Das ist ein schönes Beispiel, weil viele Studien auf wissenschaftliches Neuland hindeuten. Und z.B. bei Wikipedia sind ziemlich viele davon zusammengefasst. Das Nachlesen könnte allerdings zu Widersprüchen im Weltbild führen (angefangen damit, dass Glyphosat von knapp 100 Herstellern weltweit produziert wird, bis hin zu den sehr wahrscheinlich geringen Umwelt- und Gesundheitsgefahren.
Bei Roundup welches von Monsanto hergestellt wird und Glyphosat enthält, sieht es tatsächlich anders aus (wegen verwendeter toxischer Beistoffe sind z.T. auch Gegenstudien bezahlt worden, allerdings), allerdings widersprechen „Interessenskonflikte“ bei Studien allgemein der Definition von Wissenschaft (objektiv, nachvollzieh- und reproduzierbar).
Medikamente, mit denen sich viel Geld verdienen lässt, sind natürlich bewiesen wirksam und haben nur die beschriebenen Nebenwirkungen.
In der EU werden neue Medikamente nur von den Krankenkassen erstattet, wenn sie einen in Metastudien nachgewiesenen Zusatznutzen haben. Und diese Studien werden nicht ausschließlich von der Pharmabranche in Auftrag gegeben, sondern auch von Kliniken, Unis oder der Konkurrenz durchgeführt. Und den Marktzugang wird man nur für Medikamente beantragen, mit denen sich logischerweise Geld verdienen lässt, weil man in einer Marktwirtschaft niemanden zum Verlust zwingen kann.
Viel Geld lässt sich hingegen mit Nahrungsergänzungsmitteln (keine Forschung und Zulassung nötig, keine Werbeverbote, freie Preisgestaltung) verdienen.
Und wenn sie mal 20 Jahre auf dem Markt sind, zeigt sich die Wahrheit. Am bekanntesten noch heute der Kontergan-Skandal.
Sagt Dir der Begriff Langzeitstudie etwas? Manche Nebenwirkungen zeigen sich leider erst später, wobei Contergan 1954 entwickelt worden ist und die Nebenwirkungen ab 1960 bekannt waren, worauf das Medikament Ende 1961 vom Markt genommen wurde.
Dass die Tests bis zum Marktzugang und dieser an sich damals nicht gut war, sind ein anderes Thema, das allerdings die Medikamentensicherheit nachhaltig verbessert haben.
Covid und das Impfthema... Viele Länder mit ihren jeweiligen Wissenschaftlern kamen zu anderen Ergebnissen und Vorgehensweisen. Von wegen objektiv und Standards.
Objektiv heißt nicht absolut oder einheitlich, vor allem noch während der Forschungsphase. Der komplette Umgang mit der Corona-Pandemie ist ein riesige, weltweite medizinische Studie, die immer noch läuft (Langzeitfolgen) und an der sehr viele Wissenschaftler beteiligt, außerdem noch Unternehmen und die Politik. Ich kann den Wunsch nach einem einzigen Ergebnis verstehen, aber das ist in der Situation nicht möglich, weil das Experiment läuft. Gegenstand der Studien sind dabei nicht nur Ergebnisse zur Medizin (Krankheiten, Impfungen, Behandlung), sondern auch ob wissenschaftliche Standards an sich eingehalten werden.
Und dass zwei Wissenschaftler auf dem gleichen Gebiet zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können und dabei noch Recht haben, zeigt ein Blick in die Physik, genauer die Mechanik: Sowohl die klassiche als auch die Quantenmechanik sind richtig – im jeweiligen Kontext.
Amalgam war billig, relativ haltbar und schnell verarbeitbar, also ist natürlich bei keiner Studie heraugekommen, dass Quecksilber in den Körper gelangt und schadet.
Ist ja auch völlig abwegig, bei den mechanischen und chemischen Belastungen, denen die Zähne täglich ausgesetzt sind... Jetzt, wo es endlich verboten worden ist, nach 50 Jahren, jetzt WAR es plötzlich schädlich und "wir haben es ja schon immer gesagt".
Das stimmt auch nicht.
Die Nazis haben ihre Ideologie wissenschaftlich untermauert.
Kaufe zwei falsche Aussagen und erhalte die dritte gratis? Auch das ist falsch. Nur, weil jemand etwas „Wissenschaft“ nennt, ist es noch lange keine, vor allem dann, wenn man „seine eigene ‚Wissenschaft‘“ erfindet.
Die Klimaveränderungen haben noch vor 20 Jahren ein Teil der Wissenschaftler als nicht menschengemacht eingeschätzt. Die Zahlen waren auch damals schon klar genug.
Es ist ein laufender Prozess, da ist es vollkommen klar, dass verschiedene Aspekte unterschiedlicher gedeutet werden können, zumal so etwas wie das Klima eine sehr komplexe Angegelenheit ist.
Sag mir, wer warum eine Studie in Auftrag gibt und finanziert und ich sag dir, was rauskommen wird. So ähnlich wie "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast". Was nicht sein darf, ist nicht.
OK: Ich habe meine Promotion selbst beantragt und bin dafür nicht finanziert worden – was kam dabei heraus? Kommilitonen sind z.T. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert worden, was haben die denn herausgefunden?
Du kannst ein theoretisch objektives Werkzeug wie die Wissenschaft nicht von dem trennen, der sie bedient und diese menschliche Hand ist das Wichtigere und die ist alles andere als objektiv. Sie ist willentlich absichtlich nicht objektiv und unbewusst unterschwellig noch viel weniger.
Wissenschaft ist keine Magie, weshalb man seine Studien sorgfältig dokumentiert, eben damit es nachvollzieh- und reproduzierbar ist. Ohne das gäbe es viele moderne Technik nicht, weil da Wissenschaft nicht nur von Menschen (und zwar Nicht-Wissenschaftler), sondern auch von Maschinen reproduziert wird. Deshalb ist die Forderung an Wissenschaft willentlich und absichtlich die Nachvollzieh- und Reproduzierbarkeit.
Als Physiker sagt dir wohl die platonische Heisenberg Unschärferelation etwas.
Ich kenne nur eine Heisenbergsche Unschärferelation.
Das ist sozusagen der Wissenschaftsausleger dessen, was ich meine.
Und das heißt was? Was sind die komplementären Eigenschaften, die zusammen nicht beliebig genau gemessen werden können?
Im Grunde braucht man aber nur gesunden Menschenverstand und eine normale Beobachtungsgabe sowie einen etwas eigenständigen Geist.
Ich bezweifle, dass man damit die Quantenmechanik entwickelt hätte, von deren Folgerungen ganz zu schweigen. Die Welt ist seit mehr als 100 Jahren zu komplex als dass es noch Universalgelehrte geben oder man alles mit den bloßen Augen entdecken könnte.
Viele Grüße
Robert
Hallo Robert B.,
Was sind die komplementären Eigenschaften, die zusammen nicht beliebig genau gemessen werden können?
Finanzielle Unabhängigkeit und Neutralität, würde ich sagen. Das habt ihr beiden prima herausgearbeitet und den Fokus auf unterschiedliche Stellen gelegt.
Und jetzt finde ich so langsam, dass das Thema dem Fokus von Selfhtml entgleitet und ihr beiden auch keine Chance habt, gesichtswahrend auf einen Nenner zu kommen. Aber das ist nur meine eigene Meinung.
Rolf
Hallo Rolf,
Was sind die komplementären Eigenschaften, die zusammen nicht beliebig genau gemessen werden können?
Finanzielle Unabhängigkeit und Neutralität, würde ich sagen. Das habt ihr beiden prima herausgearbeitet und den Fokus auf unterschiedliche Stellen gelegt.
Und jetzt finde ich so langsam, dass das Thema dem Fokus von Selfhtml entgleitet und ihr beiden auch keine Chance habt, gesichtswahrend auf einen Nenner zu kommen. Aber das ist nur meine eigene Meinung.
😀
Ich habe solche Diskussionen, sogar zu genau diesem Thema, schon oft geführt, schon vor 20, 25 Jahren, als Foren aller Art noch ganz gefragt waren. Es läuft immer gleich ab.
Da kann man als reifer Mensch nur eines tun: Besten Wissens und Gewissens auf faire, nicht beleidigende Weise sagen, was zu sagen ist und dann dem anderen unbedingt das letzte Wort lassen. Auch wenn es noch viele, ganz klare Dinge zu sagen gäbe (z.B. zum Amalgam) und das weitere Schweigen dann als eine Charakterprüfung ansehen.
O.K.?
Grüße,
Matinee
Hi there,
Rechtliche Wahrheit ist genauso wenig objektiv und absolut wie Wissenschaft, da beide von höchst fehlbaren, subjektiven Menschen betrieben werden. Und die führende Hand ist maßgeblich, nicht das Werkzeug. Alles andere ist Wunschdenken.
'tschuldige, daß ich mich da einmische, aber das kann so nicht unwidersprochen stehen lassen.
Recht hat mit Wahrheit überhaupt nichts zu tun, daher stellt sich die Frage nach Objektivität erst gar nicht. Als "Halbjurist", wie Du Dich selbst bezeichnet hast, könntest Du das eigentlich wissen.
Und Wissenschaft hat mit den Menschen, die sie betreiben auch nicht wirklich was zu tun (ich räume ein, daß es möglicherweise Berufenere gibt, die das anders sehen, um an dieser Stelle bspw. Kuhn als Advocatus diaboli zu erwähnen). Das Chaos in der Welt (die dann ganz anders sein müßte) wäre perfekt, wäre Wissenschaft etwas Subjektives, von Individuen und ihren Marotten Abhängiges.
Der Wissenschaftler mag fehlbar sein, aber wenn er die Bezeichnung tatsächlich verdient, dann muß er etwas liefern, was überprüf- und falsifizierbar ist. Und das ist kein Wunschdenken sondern das Fundament, auf dem auch die technische Entwicklung aufbaut, mit der Du da Deine Kommentare schreibst...
Hi there,
Rechtliche Wahrheit ist genauso wenig objektiv und absolut wie Wissenschaft, da beide von höchst fehlbaren, subjektiven Menschen betrieben werden. Und die führende Hand ist maßgeblich, nicht das Werkzeug. Alles andere ist Wunschdenken.
'tschuldige, daß ich mich da einmische, aber das kann so nicht unwidersprochen stehen lassen.
Recht hat mit Wahrheit überhaupt nichts zu tun, daher stellt sich die Frage nach Objektivität erst gar nicht. Als "Halbjurist", wie Du Dich selbst bezeichnet hast, könntest Du das eigentlich wissen.
Und Wissenschaft hat mit den Menschen, die sie betreiben auch nicht wirklich was zu tun (ich räume ein, daß es möglicherweise Berufenere gibt, die das anders sehen, um an dieser Stelle bspw. Kuhn als Advocatus diaboli zu erwähnen). Das Chaos in der Welt (die dann ganz anders sein müßte) wäre perfekt, wäre Wissenschaft etwas Subjektives, von Individuen und ihren Marotten Abhängiges.
Der Wissenschaftler mag fehlbar sein, aber wenn er die Bezeichnung tatsächlich verdient, dann muß er etwas liefern, was überprüf- und falsifizierbar ist. Und das ist kein Wunschdenken sondern das Fundament, auf dem auch die technische Entwicklung aufbaut, mit der Du da Deine Kommentare schreibst...
Die Beispiele im letzten post vor ein paar Minuten sind keine seltenen Ausnahmen, das ist alltägliche Realität, harte Realität und das hat nichts mit ein paar wenig berufenen, schlechten Wissenschaftlern zu tun.
Das hat nichts damit zu tun, dass nicht technische Entwicklungen möglich sind, denn auch die sind interessengebunden und nicht jedes Interesse muss nur schlecht sein. Subjektivität heißt doch nicht, dass "nichts" herauskommen kann. Aber ich erwarte keine andere Reaktion. Die Wahrheit tut oft weh, vor allem, wenn sie am eigenen Überzeugungsgerüst rüttelt.
Grüße,
Matinee
Hi there,
Die Beispiele im letzten post vor ein paar Minuten sind keine seltenen Ausnahmen, das ist alltägliche Realität, harte Realität und das hat nichts mit ein paar wenig berufenen, schlechten Wissenschaftlern zu tun.
Wie Du meinst. Man kann natürlich alles auf irgendeine Art und Weise ideologisch betrachten, von mir aus auch, wie Deine Beispiele in einem anderen Posting nahelegen, politisch. Das ändert aber sowas von überhaupt nichts daran, daß Wissenschaft funktioniert und die meisten Menschen Profiteure derselben sind.
Das hat nichts damit zu tun, dass nicht technische Entwicklungen möglich sind, denn auch die sind interessengebunden und nicht jedes Interesse muss nur schlecht sein. Subjektivität heißt doch nicht, dass "nichts" herauskommen kann. Aber ich erwarte keine andere Reaktion. Die Wahrheit tut oft weh, vor allem, wenn sie am eigenen Überzeugungsgerüst rüttelt.
Das kann schon sein, daß Dir die Wahrheit weh tut, mir persönlich ist das schon alleine deshalb völlig wurscht, weil selbst der mindeste Aspekt der vorausgegangenen Diskussion mit Wahrheit überhaupt nichts zu tun hat...
Hi,
beim Erstellen meiner Webseiten bin ich jetzt fast fertig und verwende drei "Standard"-Schriftarten, Verdana (Fließtext)
Sind deine Webseiten auf deutsch? Wenn ja, wird Verdana beim Auftreten von Anführungszeichen unbrauchbar.
"unbrauchbar" ist ja wohl die Übertreibung des (noch jungen) Jahres.
99,9% der Besucher der Webseite werden nicht einmal bemerken, daß die Anführungszeichen anders aussehen als sie sollten …
(und ja, ich habe hier bewußt die Anführungszeichen aus dem ASCII-Zeichenraum verwendet)
cu,
Andreas a/k/a MudGuard
@@MudGuard
"unbrauchbar" ist ja wohl die Übertreibung des (noch jungen) Jahres.
Warte mal ab, was ich im Laufe des Jahres noch so in petto habe! 😆
99,9% der Besucher der Webseite werden nicht einmal bemerken, daß die Anführungszeichen anders aussehen als sie sollten …
*seufz*
Was ist da die Henne und was das Ei? Haben wirklich so viele Menschen keinen Blick dafür, sodass sich schlechte Typografie breitmachen konnte, oder wurden wir mit schlechter Typografie überschwemmt, sodass sich die meisten daran gewöhnt haben?
(und ja, ich habe hier bewußt die Anführungszeichen aus dem ASCII-Zeichenraum verwendet)
Es gibt keine Anführungszeichen im ASCII-Zeichensatz. Nur Anführungszeichenersatzzeichen. 😉
🖖 Live long and prosper
Hallo,
*seufz*
Was ist da die Henne und was das Ei? Haben wirklich so viele Menschen keinen Blick dafür, sodass sich schlechte Typografie breitmachen konnte, oder wurden wir mit schlechter Typografie überschwemmt, sodass sich die meisten daran gewöhnt haben?
Ist die Frage ernstgemeint? Die meisten Menschen wissen gar nicht, was Typografie ist und vermuten es ginge um Rechtschreibung. (Typo → Tippo → Tippfehler)
Selbst Rechtschreibung ist den meisten egal. Ihnen gehts um Kommunikation, nämlich, dass eine Botschaft beim Empfänger ankommt und da hat sich die Erwartungshaltung eingebürgert, dass der Empfänger so fehlertolerant zu sein hat, wie der Sender es benötigt…
Gruß
Kalk
@@Tabellenkalk
Selbst Rechtschreibung ist den meisten egal. Ihnen gehts um Kommunikation, nämlich, dass eine Botschaft beim Empfänger ankommt und da hat sich die Erwartungshaltung eingebürgert, dass der Empfänger so fehlertolerant zu sein hat, wie der Sender es benötigt…
Oh Temmpora, o mohres!
🖖 Live long and prosper
Hallo Gunnar,
Oh Temmpora, o mohres!
Karotten im Teigmantel? Lecker!
Rolf
Hi,
Oh Temmpora, o mohres!
Karotten im Teigmantel? Lecker!
ne, im Papiertaschentuch …
cu,
Andreas a/k/a MudGuard
99,9% der Besucher der Webseite werden nicht einmal bemerken, daß die Anführungszeichen anders aussehen als sie sollten …
*seufz*
Was ist da die Henne und was das Ei? Haben wirklich so viele Menschen keinen Blick dafür, sodass sich schlechte Typografie breitmachen konnte, oder wurden wir mit schlechter Typografie überschwemmt, sodass sich die meisten daran gewöhnt haben?
Ich denke, das ist schlicht eine Frage der normalen Aufmerksamkeit und Wahrnehmung eines Lesers, der an einem bestimmten Content in einer hoffentlich gut konsumierbaren Usability interessiert ist. Welche Anführungszeichen da wie aussehen... ist völlig schnuppe. Sie müssen halt als solche erkennbar sein.
Grüße,
Matinee
Hallo Matinee,
diese Diskussion über Ästhetik und Lizenzen ignoriert das Grundproblem: du hast keine Kontrolle über die absolute Schriftgröße.
Ich nehme an, dass du im Normalfall die dargestellte Breite auf 100% der Viewportbreite limitierst.
Und ich hoffe mal, dass du die Maße deiner Seite in relativen Einheiten wie em, rem, ch oder ähnlichem angibst. Nicht in px, pt oder cm (Maßangaben im Selfwiki).
Womit dein Plan in dem Moment scheitert, wo ein Besucher die Standard-Schriftgröße des Browsers verstellt. Was jederfraus Recht ist und von deiner Seite respektiert werden muss.
Fazit: Keine Angst vor Umbrüchen. Die sind ein Feature, kein Bug! Falls du Sorge wegen verwaister Einzelwörter hast, schau Dir mal text-wrap:balance an.
Rolf
diese Diskussion über Ästhetik und Lizenzen ignoriert das Grundproblem: du hast keine Kontrolle über die absolute Schriftgröße.
Ich nehme an, dass du im Normalfall die dargestellte Breite auf 100% der Viewportbreite limitierst.
Und ich hoffe mal, dass du die Maße deiner Seite in relativen Einheiten wie em, rem, ch oder ähnlichem angibst. Nicht in px, pt oder cm (Maßangaben im Selfwiki).
Womit dein Plan in dem Moment scheitert, wo ein Besucher die Standard-Schriftgröße des Browsers verstellt. Was jederfraus Recht ist und von deiner Seite respektiert werden muss.
Fazit: Keine Angst vor Umbrüchen. Die sind ein Feature, kein Bug! Falls du Sorge wegen verwaister Einzelwörter hast, schau Dir mal text-wrap:balance an.
Stimmt schon, aber es geht nicht nur um Umbrüche. Das war ein einzelnes Beispiel speziell für die h3s bei mir. Wenn die zentrierten h2s umbrechen, sieht das meist gar nicht schlecht aus. Trotzdem sind Überschriften nicht unbedingt dazu gedacht, in eine zweite Zeile umzubrechen. Beim Fließtext stört es mich mehr, da es im kleinsten MQ relativ oft vorkommt, dass bei längeren Worten rechts dann Lücken vorkommen, die fast ein Drittel der Zeilenlänge ausmachen. Klar, wenn ich im FF das Fenster etwas größer ziehe, sind manche wieder weg und ich finde Flattersatz grundsätzlich schöner als Blocksatz, aber wenn ein Absatz mehrere solche Löcher hat... das stört meine Ästhetik sehr viel mehr als Anführungszeichen von Verdana.
Danke für den Link, balance werde ich mal ausprobieren. Das Beispiel mit pretty und den zwei Absätzen direkt darüber funktioniert bei mir nicht. Die beiden Absätze sehen immer gleich aus, egal, wie breit oder schmal ich das Fenster ziehe. Ist das bei dir auch so?
Ach ja, weil es mir gerade einfällt: Die Site, an der ich seit 6 Monaten rumbastle, war meine erste vor ca. 21 Jahren, die ich damals mit ganz rudimentärem HTML (Tabelle) und ca. 15 Styles selbst gemacht habe. Damals mit Hilfe von Selfhtml... So schließen sich manchmal Kreise. Mein jetziges Stylesheet hat 1800 Zeilen (mitsamt sehr vieler Kommentarzeilen und z.T. überflüssig wiederholender Styles in den Media Queries).
Grüße,
Matinee
@@Matinee
Beim Fließtext stört es mich mehr, da es im kleinsten MQ relativ oft vorkommt, dass bei längeren Worten rechts dann Lücken vorkommen, die fast ein Drittel der Zeilenlänge ausmachen.
Du meinst: im kleinsten (schmalsten) Viewport (Fensterbreite). Ob du im Stylesheet media queries verwendest, spielt da überhaupt keine Rolle.
und ich finde Flattersatz grundsätzlich schöner als Blocksatz
Ja, Blocksatz sollte man im Web nicht verwenden.
aber wenn ein Absatz mehrere solche Löcher hat...
Dann kann man was dagegen tun: Silbentrennung. Automatische: hyphens: auto. Dazu muss die Sprache des Inhalts angegeben sein, aber das muss sie sowieso:
<html lang="de"> für eine deutschsprachige Seite.
Und/oder: Wenn du sämtlichen Inhalt selbst pflegst, kannst du bei zusammengesetzten Wörtern geschützte Trennstriche (soft hyphens) einbauen: zusammen­gesetzt.
🖖 Live long and prosper