Google might have just killed websites
- lesetipp
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Das Video Google might have just killed websites (5½ min) von Kevin Powell lehrt einen das Fürchten, was die Zukunft des Webs anbelangt.
Er verweist auf Google I/O 2026 And Its Consequences von Vale. Darin:
I think the most damaging announcement is the changes coming to Google Search. Rather than a list of relevant links, a search on Google will be more aggressively prioritising the LLM-generated summary, now complete with vibecoded tables, graphs, and interactive elements.
“There has until now been a social contract. Website owners let Google scrape their sites and present them in Google Search, and, in exchange, Google Search sends traffic back to those sites. […] However, Google killing their side of the contract ends this.”
Und auf einen Artikel von Matthias Ott. Darin ein Verweis zu einem Artikel von Jeremy Keith.
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Hallo Gunnar,
ich meine, wir merken es doch hier schon länger. Der Traffic im Forum ist deutlich gesunken, und statt sich Dinge im Wiki anzulesen, lassen sich die Leute ihre Seiten von AI generieren. Welche vermutlich auch Inhalte unseres Wikis heranzieht.
Als man Larry Page vor 26 (in Worten: SECHS UND ZWANZIG) interviewt hat und gefragt hat, was er eigentlich macht, lautete die Antwort zusammengefasst: "wir bauen eine künstliche Intelligenz" (Suchtreffer dazu bei Youtube). Was wir heute erleben, war von Anfang an das Ziel von Google.
Das Risiko ist, dass sie sich auf diese Weise das Futter für ihre LLMs abgraben. Oder es unlauter gewinnen müssen - denn eigentlich kann jetzt jeder nur noch in seine robots.txt hineinschreiben, dass der Google Crawler sich doch bitte freundlicherweise in die Hölle zu Seinesgleichen begeben möge. Eine robots.txt Einstellung, die das Crawlen der Seite zum Zweck der Indexierung, aber nicht zum Zweck des LLM Trainings gestattet, gibt es meines Wissens nicht.
Aus Sicht des Nutzers dürfte dieses AI-Angebot sogar nützlich sein. Man muss nicht mehr drölfhundert Webseiten absuchen, das macht der Bot und gibt einem die Zusammenfassung. Mit dem klitzekleinen Nachteil, dass der Bot nicht unbedingt die gleichen Ansichten wie der Nutzer hat und der Zusammenfassung einen Schwerpunkt gibt, der nicht im Interesse des Nutzers ist. Google macht das auch sicherlich nicht aus Menschenfreundlichkeit oder aus vermutetem Nutzerinteresse. Sie gehen davon aus, so mehr Geld verdienen zu können. Sicherlich können interessierte Gruppen gegen Einwurf kleiner Münzen in großen Säcken die AI-Darstellung... sagen wir mal... optimieren. Was von dieser AI Flut bei politischen Themen zu befürchten ist, haben wir schon öfters erlebt.
Aber Google ist nicht allein mit diesem Vorgehen, sie machen es nur sehr deutlich. Bing drängt mir ebenfalls KI-Zusammenfassungen auf, und Anbieter wie OpenAI oder Anthropic machen nichts anderes als eine AI-Analyse des Web unter dem Aspekt einer Benutzeranfrage (a.k.a. Prompt).
Die Frage ist, wie lange DuckDuckGo und Freunde sich gegen diese AI-Flut wehren können. Eventuell müssten regulatorische Kräfte erzwingen, dass Google nicht allein KI liefern darf, sondern auch Suchtreffer anbieten muss. Und zwar auf sinnvolle Weise, nicht in Form endloser Listen von "das haben Leute auch gefragt" - und diese Fragen sind mindestens zur Hälfte Nonsense.
Rolf
@@Gunnar Bittersmann
Das Video Google might have just killed websites (5½ min) von Kevin Powell lehrt einen das Fürchten, was die Zukunft des Webs anbelangt.
Kevin hat ein Follow-up The future of the web might lie in its past gemacht, in dem er etwas zuversichtlicher in die Zukunft blickt.
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