Hallo Forum,
immer wieder taucht bei Webworkern die Frage auf, ob denn Macromedia Flash gut oder "böse" sei.
Gerade die Puristen, die sich auf ein konsequentes Sitekonzept, vernünftige Navigation und
informative Inhalte konzentrieren verfluchen diese proprietäre Technologie.
Gestern habe ich das KRIT-Interview von Ulli Meybohm gelesen (der Autor des beliebten Freeware
Editors PHASE5). Auch er sagt es sei "Spielkram" oder so ähnlich.
Auch ich hatte mich anfangs gegen Flash verwehrt, bis ich feststellte, daß diese Technologie
auch sehr viel gutes mit sich bringt. Ausserdem ist das Netz lange nicht mehr ein reines
Informations- sondern vielmehr auch ein Unterhaltungsmedium.
Freilich nutzen viele Entwickler das Tool nur für unnütze Spielereien und lenken damit
vom eigentlichen Inhalt ab, und ich nehme mich hier gar nicht aus <g>. Aber man kann auch
sinnvolle Sachen damit machen, wie z.B. zoombare Vektorinformationen (Stadtpläne etc.) bereitstellen
oder komplexe Layouts (beispielsweise Demos von Grafikbüros) bei wenig Speicherbedarf darstellen.
Ich finde, wenn man dem User die Wahl lässt, das PlugIn (bzw. ActiveX-Control) zu installieren und
entsprechende Alternativen anbietet, spricht sowieso nichts gegen den Einsatz dieser Technik.
Komisch finde ich nur, daß viele den Einsatz von z.B. dHTML nicht ablehnen, obwohl dadurch auch
viele User ausgeschlossen werden (es sei denn eine Alternative existiert, was aber auch nicht besser
ist, als die Wahl zwischen PlugIn oder Alternativdarstellung).
Abschliessend kann ich nur sagen, daß wahrscheinlich keine Technik schlechter oder besser ist.
Es kommt immer nur auf den richtigen Umgang damit an und man sollte als Entwickler immer daran
denken, daß am Client immernoch ein Mensch sitzt.
Was meint Ihr dazu?
speedy