Hi Swen,
3000 K-Mitglieder, was glaubst Du, wann ein verwickeltes Problem oben auf dem Tisch gelandet ist? Ein Anfang ja, eine Gegenwart vielleicht, aber eine Zukunft ????
Was ist die Alternative? 0 Mitglieder und nix tun? Oder mit 150 engagierten eine "Gegenorganisation" aufmachen und hoffen, Tarifvertragspartner zu werden. Wer das glaubt, der träumt. Sorry, aber schau mal ins Archiv, der Vorschlag einer Gewerkschaft ist hier (wie anderswo) schon mehrfach diskutiert worden, ohne dass je was passiert wäre. 3.000 Mitglieder sind erstmal der klare Hinweis auf 497.000 unorganisierte. Und wenn die sich nicht organisieren, dann haben sie auch nicht besser verdient. So einfach ist das. Anscheinend ist der Leidensdruck ja noch nicht hoch genug. Gewerkschaften sind nun mal mitgliedsorientierte Kampforganisationen und kein Samariter-Hilfswerk. Keine Mitglieder -> keine Kampfähigkeit -> kein Engagement
Ich meinte 3000 Kilo-Mitglieder, also 3 Mio.
Guck zB mal in die Verlage dort arbeiten inzwischen die Redakteure nicht nur als Redakteure, sondern sie fotografieren, bildbearbeiten, produzieren für das Zeitungsportal, Schreiben inklusive, in einem bis jetzt nicht mehr weiter anzureicherndem Stress dank digitaler Fotografie und Internet. Ziel des Verlags: höchstmögliche Aktualität. Die ganzen Elemente: Webtechnik, Fotografie, Bildbearbeitung usw. waren noch vor wenigen Jahren separat und der Redakteur konnte schreiben und redigieren, heute ist der Produktionswiesel und kriegt keine Mark mehr, im Gegenteil. Aufgrund der Marktlage arbeiten die Verlage vermehrt mit Freien. Ich selbst kenne noch Zeiten, da war bei jedem Bildtermin ein Fotograf dabei, der ordentlich bezahlt wurde. IG Druck
Ich sehe das so: Die Gewerkschaften funktionieren oft an Mitgliederinteressen vorbei. Die Pilotengeschichte zeigts. Die müssen das erst machen, damit den ver.di-Vertretern mal aufgeht, dass ein Streik zu den Mitteln zur Durchsetzung von Forderungen gehört. Dass die Piloten dabei 28 Prozent absahnen, ist natürlich verantwortungslos. Klar. Aber wer hätte sie nicht gern selbst?
oder träum weiter :-)
die werden's machen oder wir, jeder für uns selbst?
BAT 4b ist für harte Jungs doch schon hart - schon, weil keiner sie überhaupt versteht, oder?
Meine (allerdings nur auf den Ministerialbereich bezogene und damit nicht unbedingt zu verallgemeinernde) Wahrnehmung ist, dass eher die Arbeitgeberseite aus Eigenschutz (Mitarbeiter im IT-Bereich gehen häufig fort in die Privatwirtschaft) daran interessiert sein werden, die Eingruppierungsmerkmale zu verändern. Und wenn das so käme, dann wäre das schon ein peinliche Zeugnis für die Webworker und nicht Ausfluß einer Strategie
EIGENNUTZ im Ödi: Wohnt hier doch irgendwo eine ordnende Vernunft? Und nicht nur die aus der politischen Macht abgeleitete Dienstfertigkeit? Wo? Mir ist sie noch nicht recht begegnet. Im Gegenteil. Der allgegenwärtige Sparwahn ist zerstörerisch, indem er Allerwichtigstes ignoriert und mit dem Rasenmäher absäbelt, und vor allem jegliche Verhältnismäßigkeit und Spätfolgenanalyse außer Acht lässt.
Ausfluss einer Strategie, verstehe ich nicht.
Arbeitest Du Schicht?
Grüss sie
Frank