Knut Nickol: Gibt es einen Erfolgs-Quotienten in Sachen Webgestaltung?

Hallo zusammen,

zum Thema |Erfolgreich im Web agieren| habe ich
(ingeneurs-typisch) mal versucht eine Gleichung zu entwickeln,
die helfen soll einen Webauftritt zu beurteilen und die Schwachstellen einfach zu ermitteln (eine genauere Beschreibung wie hier findet Ihr unter http://www.kreativland.de/ergonomie/erfolg/index.htm )

Hierbei werden die Motive der Website-Betreiber und die Interessen der Surfer gegenübergestellt und versucht die Erfüllung der Interessen von mehreren Testpersonen bewerten zu lassen (von Betreibern wie Nutzern).

Jetzt kann zeilenweise (Ziele, Interessen wie

  • werben
  • repräsentation
  • informieren
  • Datengenerierung / Marketing
  • Akquise
  • Verkauf
  • Kommunikation usw.)
    die Erfüllung der Ziele auf beiden Seiten sofort erkannt werden.

Die Summe aller Bewertung (Betreiber und Nutzer) können in einem Quotienten berechnet werden:

Erfolg = Summe Interessen Betreiber / Summe Int. Besucher und sollte logischerweise nahe dem Wert 1 liegen um ausgewogen zu sein.
Hier lässt sich auch feststellen ob die Interessen eher Betreiberlastig ausgerichtet sind usw.

Mich interesseiert, wie Ihr zu der Idee steht und ob es überhaupt möglich ist einen Ansatz in dieser Art zu formulieren.

Welche Fehler oder Ideen seht Ihr in dem Modell?

Weitere Anmerkungen und Gedanken sind willkommen.

Grüße
Knut Nickol

  1. Hallo Knut,

    Welche Fehler oder Ideen seht Ihr in dem Modell?

    Ein bestimmt extremes, aber denkbares Beispiel: Alle Test-User bewerten alle Punkte mit dem schlechtmöglichsten Ergebnis, also 1. Deine Formel ergibt:

    Erfolg = Summe Interessen Betreiber/Summe Int. Besucher = 1/1 = 1. Laut Deiner Aussage "Der Wert sollte optimalerweise bei 1 liegen." würde die Site hervorragend bewertet werden - obwohl alle die denkbar schlechteste Bewertung abgegeben haben.

    Den Ansatz finde ich zwar ganz ok, aber die Formel hat so keinen Aussagewert - sie muss erweitert werden um die Interessen-Summen (bzw. deren Durchschnitte). Also etwa was in der Richtung:

    Optimal ist eine Site, die sowohl bei "Summe Interessen Betreiber" als auch "Summe Int. Besucher" möglichst hoch bewertet wird. Den Quotient kannst Du Dir dann eigentlich auch sparen, wenn beides hoch ist, ist der eh gut.

    Grüße,

    Utz

    1. Hallo Knut,

      Welche Fehler oder Ideen seht Ihr in dem Modell?

      Ein bestimmt extremes, aber denkbares Beispiel: Alle Test-User bewerten alle Punkte mit dem schlechtmöglichsten Ergebnis, also 1. Deine Formel ergibt:

      Erfolg = Summe Interessen Betreiber/Summe Int. Besucher = 1/1 = 1. Laut Deiner Aussage "Der Wert sollte optimalerweise bei 1 liegen." würde die Site hervorragend bewertet werden - obwohl alle die denkbar schlechteste Bewertung abgegeben haben.

      Den Ansatz finde ich zwar ganz ok, aber die Formel hat so keinen Aussagewert - sie muss erweitert werden um die Interessen-Summen (bzw. deren Durchschnitte). Also etwa was in der Richtung:

      Optimal ist eine Site, die sowohl bei "Summe Interessen Betreiber" als auch "Summe Int. Besucher" möglichst hoch bewertet wird. Den Quotient kannst Du Dir dann eigentlich auch sparen, wenn beides hoch ist, ist der eh gut.

      Grüße,

      Utz

      Hallo Utz,

      danke für den Hinweis.

      Prinzipiell ist der Gedanke also brauchbar?

      Grüße
      Knut

  2. Hallo zusammen,

    zum Thema |Erfolgreich im Web agieren| habe ich
    (ingeneurs-typisch) mal versucht eine Gleichung zu entwickeln,
    die helfen soll einen Webauftritt zu beurteilen und die Schwachstellen einfach zu ermitteln (eine genauere Beschreibung wie hier findet Ihr unter http://www.kreativland.de/ergonomie/erfolg/index.htm )

    Ich sehe hauptsächlich jemanden der das Selfthml-Forum, das von Lesern immer gut besucht ist, als Werbebühne für sein Kreativland benutzt. (es herrscht Meinungsfreiheit)

    1. Hallo zusammen,

      zum Thema |Erfolgreich im Web agieren| habe ich
      (ingeneurs-typisch) mal versucht eine Gleichung zu entwickeln,
      die helfen soll einen Webauftritt zu beurteilen und die Schwachstellen einfach zu ermitteln (eine genauere Beschreibung wie hier findet Ihr unter http://www.kreativland.de/ergonomie/erfolg/index.htm )

      Ich sehe hauptsächlich jemanden der das Selfthml-Forum, das von Lesern immer gut besucht ist, als Werbebühne für sein Kreativland benutzt. (es herrscht Meinungsfreiheit)

      Hallo,

      danke für Deine freie Meinung. :-)

      Vielleicht erklärst Du gerne einen Roman in 2 Zeilen?

      Grüße
      Knut

  3. Hallo Knut,

    Mich interessiert, wie Ihr zu der Idee steht und ob es überhaupt möglich ist einen Ansatz in dieser Art zu formulieren.
    Welche Fehler oder Ideen seht Ihr in dem Modell?

    Das Grundproblem scheint mir zu sein, dass die eigentliche Informatiosnarchitektur schwer analytisch zu fassen ist. Ich sitze zur Zeit vor der Aufgabe, die relativ umfangreiche und über Jahre gewachsene und immer chaotischer gewordene Site unserer Firma ganz neu aufzubauen. Dabei habe ich mich nach einem ähnlichen Ansatz gesehnt, wie etwa dem Konzept der "Normalisierung" von Informationen, wie man es aus dem Datenbankbereich kennt, das dabei hilft, Informationen systematisch aufzuarbeiten. Nun ist Hypertext zwar strukturiert oder eröffnet zumindest die Möglichkeit zur strukturierten Aufarbeitung von Informationen, die Fragestellung scheint mir aber doch mathematisch schwerer oder nicht zu fassen zu sein.

    Du selbst arbeitest mit einem Menü oben, wenn ich richtig gezählt habe, mit 9 Unterpunkten, darunter mit einer Art Buchkonzept, was für Deine Intention m.E. OK ist. Etwas erinnert mich das an Stefan Münz Konzepte im Selfraum, wenn diese auch deutlich differenzierter und um einige Domains, "Kapitel", Tools und Ebenen erweitert sind. Wobei bei Self und bei Dir die Selbstreferenzialität als zusätzliche Komplexitätsebene hinzukommen: Während Du Kriterien für eine gute Website entwickelst, wenden Du und Deine Gäste fast automatisch diese Kriterien auf Deine eigene Site an, siehe etwa das Diskussionsthema "Über dieses Forum"

    Auffällig an Deiner Site für mich ist, dass Du sehr nah an Strukturen von Printmedien bleibst, was sicher ein möglicher Weg ist, aber auch etwas statisch wirkt und für Werbezwecke vielleicht weniger geeignet ist. Kommst Du aus dem Bereich der Dokumentation? Mir scheint es auch fast, als könne Dein Konzept nicht mehr ganz ohne weiteres deutlich mehr Informationen aufnehmen!?

    Bei meiner Firmenwebsite tauchen zusätzlich andere Schwierigkeiten, vor allem die Datenmenge und, dass dort ganz unterschiedliche Intentionen unter einen Hut gebracht werden müssen, was ja auch aus Deiner Tabelle deutlich wird:

    Marketing / Werbung
    Produktbeschreibung
    Projektbeschreibungen / Referenzen
    Arbeitsfelder
    Kundenservice
    Funktionen für Mitarbeiter

    Die acht Punkte, die Du in Deiner Tabelle als mögliche Absichten nennst, finde ich durchdacht und interessant. Faktisch scheint es aber schon in der Planung schwierig zu sein, diese analytische Trennung irgendwie fruchtbar zu machen.

    Wenn man vielleicht davon ausgeht, dass die marketingorientierten Bereiche eine Art von Oberflächenebene bilden sollten, dann scheint mir die Hauptproblematik zu sein, eine Navigation zu entwickeln, die

    a) die gesuchten Informationen auffindbar macht,
    b) dem Besucher das Gefühl zu geben, er wisse, wo er ist.

    Meine Hauptschwierigkeit ist dabei vor allem die Datenmenge, die intuitiv inzwischen nicht mehr zu packen ist. Vielleicht wäre es interessant zu diskutieren, welche Formen geeignet sind, umfangreiche Informationen, die ja zusätzlich in sehr kleine Häppchen zerlegt werden müssen, zu präsentieren. Analyseaspekte währen dann z.B.:

    vertretbare Zahl der Hauptmenüpunkte, Zahl der Unterebenen und eigenen Domains; geeignete Menüformen für große Informationsmengen; Suchmöglichkeiten; Vernetzung der Bereiche auf tieferen Ebenen und Wege, Desorientierung durch solche Querverbindungen beim Nutzer zu vermeiden

    Ein spannendes aber sehr komplexes Thema...

    Viele Grüße

    Mathias Bigge

    1. Hallo Knut,

      Mich interessiert, wie Ihr zu der Idee steht und ob es überhaupt möglich ist einen Ansatz in dieser Art zu formulieren.
      Welche Fehler oder Ideen seht Ihr in dem Modell?

      Das Grundproblem scheint mir zu sein, dass die eigentliche Informatiosnarchitektur schwer analytisch zu fassen ist. Ich sitze zur Zeit vor der Aufgabe, die relativ umfangreiche und über Jahre gewachsene und immer chaotischer gewordene Site unserer Firma ganz neu aufzubauen. Dabei habe ich mich nach einem ähnlichen Ansatz gesehnt, wie etwa dem Konzept der "Normalisierung" von Informationen, wie man es aus dem Datenbankbereich kennt, das dabei hilft, Informationen systematisch aufzuarbeiten. Nun ist Hypertext zwar strukturiert oder eröffnet zumindest die Möglichkeit zur strukturierten Aufarbeitung von Informationen, die Fragestellung scheint mir aber doch mathematisch schwerer oder nicht zu fassen zu sein.

      Du selbst arbeitest mit einem Menü oben, wenn ich richtig gezählt habe, mit 9 Unterpunkten, darunter mit einer Art Buchkonzept, was für Deine Intention m.E. OK ist. Etwas erinnert mich das an Stefan Münz Konzepte im Selfraum, wenn diese auch deutlich differenzierter und um einige Domains, "Kapitel", Tools und Ebenen erweitert sind. Wobei bei Self und bei Dir die Selbstreferenzialität als zusätzliche Komplexitätsebene hinzukommen: Während Du Kriterien für eine gute Website entwickelst, wenden Du und Deine Gäste fast automatisch diese Kriterien auf Deine eigene Site an, siehe etwa das Diskussionsthema "Über dieses Forum"

      Auffällig an Deiner Site für mich ist, dass Du sehr nah an Strukturen von Printmedien bleibst, was sicher ein möglicher Weg ist, aber auch etwas statisch wirkt und für Werbezwecke vielleicht weniger geeignet ist. Kommst Du aus dem Bereich der Dokumentation? Mir scheint es auch fast, als könne Dein Konzept nicht mehr ganz ohne weiteres deutlich mehr Informationen aufnehmen!?

      Bei meiner Firmenwebsite tauchen zusätzlich andere Schwierigkeiten, vor allem die Datenmenge und, dass dort ganz unterschiedliche Intentionen unter einen Hut gebracht werden müssen, was ja auch aus Deiner Tabelle deutlich wird:

      Marketing / Werbung
      Produktbeschreibung
      Projektbeschreibungen / Referenzen
      Arbeitsfelder
      Kundenservice
      Funktionen für Mitarbeiter

      Die acht Punkte, die Du in Deiner Tabelle als mögliche Absichten nennst, finde ich durchdacht und interessant. Faktisch scheint es aber schon in der Planung schwierig zu sein, diese analytische Trennung irgendwie fruchtbar zu machen.

      Wenn man vielleicht davon ausgeht, dass die marketingorientierten Bereiche eine Art von Oberflächenebene bilden sollten, dann scheint mir die Hauptproblematik zu sein, eine Navigation zu entwickeln, die

      a) die gesuchten Informationen auffindbar macht,
      b) dem Besucher das Gefühl zu geben, er wisse, wo er ist.

      Meine Hauptschwierigkeit ist dabei vor allem die Datenmenge, die intuitiv inzwischen nicht mehr zu packen ist. Vielleicht wäre es interessant zu diskutieren, welche Formen geeignet sind, umfangreiche Informationen, die ja zusätzlich in sehr kleine Häppchen zerlegt werden müssen, zu präsentieren. Analyseaspekte währen dann z.B.:

      vertretbare Zahl der Hauptmenüpunkte, Zahl der Unterebenen und eigenen Domains; geeignete Menüformen für große Informationsmengen; Suchmöglichkeiten; Vernetzung der Bereiche auf tieferen Ebenen und Wege, Desorientierung durch solche Querverbindungen beim Nutzer zu vermeiden

      Ein spannendes aber sehr komplexes Thema...

      Viele Grüße

      Mathias Bigge

      Hallo Mathias,

      Die Problematik eines thematisch komplexen Auftritts und die sinnvolle Zerstückelung kannst du am besten mit einer L-Navigation hinbekommen.

      Oben die Haupt-Navi
      Linkerhand die zerstückelnten Themen

      Das Problem Tiefen-Navigation habe ich versucht (nur Haupt-Navi oben)
      zu lösen, indem ich zu jedem Hauptthema eine Extra-Übersichts-Seite gestaltet habe, was bei unterschiedlichen Themen (hier Webtechnik und Egonomie) auch helfen kann.

      Danke für Deine Gedanken.

      Grüße
      Knut Nickol

      1. </faq/#Q-09a> !
        </faq/#Q-09b> !