Moin!
Frage aus Neugierde: Was verbirgt sich denn ganz allgemein hinter diesem Begriff? Du schriebst, es seien die "Bösen". Leider weigert sich mein Hirn (noch) konsequent, sich mit dem Begriff "M.-L.-M." auseinanderzusetzen. Für ein paar Infos, so du oder ein anderer Leser weißt, wäre ich dankbar, ein Link der objektiv Auskunft gibt, würde mir auch schon reichen.
Ok, "die Bösen" ist vielleicht für einige wenige Vertreter nicht gerechtfertigt, aber dieses System hat in meinen Ohren eben einen schlechten Klang.
Kernpunkt ist: Irgendeine Firmenzentrale will Produkte absetzen. Dazu findet sie eine Gruppe von vertriebswilligen Handelsvertretern, die diese Produkte bei der Firma kaufen und auf eigene Rechnung weiterveräußern. Dies tun sie aber nun nicht unbedingt direkt an den Endverbraucher, sondern halten sich ihrerseits eine Gruppe von vertriebswilligen Handelsvertretern, die diese Produkte bei _ihnen_ kaufen und auf eigene Rechnung weiterveräußern. Dies tun sie aber nun nicht unbedingt direkt an den Endverbraucher, sondern halten sich ihrerseite eine Gruppe von vertriebswilligen Handelsvertretern,...
Weiteres Kennzeichen der in meinen Augen "Bösen": Es gibt tolle Aufstiegsprogramme. Man steigt als kleiner Endverbraucherverkäufer ein und muß jede Menge Klinken putzen. Aber je mehr Umsatz man macht, desto toller wird man innerhalb der Organisation. Ab einem gewissen Level darf man sich Subverkäufer halten, von deren Umsätzen man einen gewissen Prozentsatz abkriegt. Wenn die Subverkäufer ganz besonders gut sind, dürfen die sich ihrerseits Subverkäufer halten, von denen sie und du als Verkäufer Provision kriegst. Da du ja aber auch einen übergeordneten Verkäufer hast, für den du irgendwann mal als Subverkäufer angefangen hast, freut der sich natürlich auch wahnsinnig über dich und deine Umsätze, sowie über jeden Subverkäufer und Subsubsubsubverkäufer, den du und deine Leute angeworben haben, weil er, und sein Oberverkäufer, und dessen Oberverkäufer immer tolle Provisionen kriegen.
Dieses Schneeballsystem verbinde ich ganz eng mit dem Multi-Level-Marketing. Und weil sich solche Systeme im Prinzip ganz viel mit sich selbst beschäftigen (es gibt dann tolle Mitarbeiterveranstaltungen, auf denen die Mitarbeiter mit super Psychomaschen wieder ganz doll motiviert werden, noch mehr Umsatz (für deren Oberverkäufer) zu machen), und außerdem ein dermaßen hoher Anteil des Produktverkaufspreises für Provisionen an die ganzen Verkäuferebenen draufgeht, halte ich von solchen Geschichten nur eines: Ganz viel Abstand.
- Sven Rautenberg
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