Der Martin: PC oder Internet?

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Hallo,

dass die Datenhaltung zukünftig mit Sicherheit immer stärker im Internet stattfinden wird. Der Trend ist ja jetzt schon deutlich zu spüren.

ja, das stimmt - und ich kann das nur zum Teil verstehen.

Heimanwender erkennen den Vorteil der ortsunabhängigen Zugänglichkeit und verlagern ihre Emails, Terminkalender, Adressbücher und Photoalben zu passenden Anbietern. Sie erkennen dabei auch wie sich die Sicherheit ihrer Daten verbessert, weil sie nicht mehr von einem unsicher konfiguriertem ständig ausfallenden Heim PC abhängig sind.

Vielleicht bin ich da nicht der repräsentative Anwender. Aber genau die Argumente, die du anführst, also im Wesentlichen Betriebssicherheit und Verfügbarkeit, sind für mich Gründe, meine Daten _nicht_ aus der Hand zu geben, um mich nicht mehr als nötig von anderen abhängig zu machen.
Ein IMAP-Account bei einem Mailanbieter ist eine feine Sache - aber ich würde trotzdem nie darauf verzichten, den Mailbestand trotzdem auf dem heimischen PC zu spiegeln. Dann habe ich nämlich garantiert den Zugriff darauf, auch wenn der Server des Providers mal nicht erreichbar ist oder meine Internet-Verbindung mal gestört sein sollte. Deshalb lege ich als Privatanwender großen Wert darauf, dass auf meinem Rechner alles, was ich im Alltag nutze, auch ohne Internet-Verbindung funktioniert.

Für Unternehmen gilt genau das selbe, nur im viel größerem kommerziellem Maße. Ich kann die Argumente der Datensicherheit in diesem Thread nicht nachvollziehen.

Ich schon: Daten, die nie das Haus (bzw. das eigene Intranet) verlassen, können auch nirgends abgegriffen werden. Daten, die auf eigenen Rechnern liegen (ggf. auch Intranet-Servern), sind stets verfügbar, ohne dass man von anderen Dienstleistern abhängig ist.

Für mich als Leiter eines Unternehmens (nur hypothetisch) mit 200 Arbeitsplätzen mit einem PC gibt es nichts Schöneres, als den ganzen EDV Kram outzusourcen, insbesondere wenn EDV nichts mit meinem Geschäft zu tun hat.

Nö, ich würde wohl versuchen, das innerhalb des eigenen Unternehmens zu zentralisieren, aber keinesfalls außer Haus geben. Lieber beschäftige ich zwei, drei Fachleute, die sich um meine interne EDV kümmern.

Am liebsten hätte ich nur dumme Terminals auf den Schrebtischen stehen, die in etwa so leicht zu bedienen und auszutauschen sind, wie eine Spielkonsole.

Das wäre auch bei der zentralisierten EDV im eigenen Unternehmen durchaus möglich.

Selbst für meine eigene Datensicherheit zu sorgen ist für mich lästig, teuer und ich kriege es selbst auch nie so gut hin, wie ein darauf spezialisiertes Partnerunternehmen.

Selbst für meine eigene Datensicherheit zu sorgen, gibt mir ein gutes Gefühl und lässt mich ruhig schlafen, denn ich weiß genau, wie und wo meine Daten gespeichert, überwacht und gesichert werden (wobei das "ich" hier ausdrücklich auch den Unternehmer meint, der das an seine! EDV-Fachleute im eigenen Hause delegiert). Wenn ich mich dagegen auf einen externen Dienstleister berufe, bin ich dem ausgeliefert.

So long,
 Martin

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Wenn zwei dasselbe tun, sind sie vielleicht bald zu dritt.