Der Martin: Hilfe, PC startet öfter mal grundlos neu

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Hallo,

Das Problem tritt 10000% häufiger auf seitdem ich einen DVD-Brenner habe.

wenn es der Strombedarf des Brenners wäre, der die Versorgung "in die Knie" zwingt, dann dürfte das nur auftreten, wenn das Laufwerk auch beutzt wird. Während des Schreibens dürfte die Stromaufnahme wohl am größten sein. Solange das Ding aber nur im Leerlauf vor sich hin dümpelt, fällt es vom Strombedarf her nicht ins Gewicht (weniger als 5W).

Durch das einbauen dessen wurde nämlich einer dieser alten dicken Kabelanschlüsse frei mit dem ich meine alte 120 GB festplatte zusätzlich anschließen konnte, es kam also ein Stromsauger dazu.

Hä? Das habe ich nicht verstanden.

Mein Netzteil ist ein 450W "be quiet!", wenn du sagst, dass ein highend System (und meins ist ja trotz 1 Jahr alt nicht gerade schlecht) an die 600W brauchen kann, dann macht mich das schon stutzig.

Nuja, 600W ist schon recht hoch gegriffen. Um solche Leistungen zu erreichen, braucht's schon eine sehr leistungsfähige Grafikkarte und eine Top-CPU. Ein 450W-Netzteil sollte eigentlich auch schon für anspruchsvolle Systeme ausreichen - vor allem, wenn sie nicht bis ans Limit ausgereizt werden.

Im übrigen ist die Leistungsangabe bei PC-Netzteilen nicht alles, was zählt. Ein PC-Netzteil liefert ja mehrere Spannungen, mit denen auch verschiedene Komponenten betrieben werden:
  +12V  vor allem Laufwerksantriebe (optische Laufwerke und Festplatten)
   +5V  hauptsächlich Elektronik von Laufwerken und Steckkarten
 +3.3V  CPU und Chipsatz sowie PCI-Karten
Dann kommen noch -5V und -12V dazu, die heutzutage kaum noch gebraucht werden (war typischerweise für die negativen Pegel an RS232-Schnittstellen), und 5V SB (Standby), um im "ausgeschalteten" Zustand noch Komponenten zu versorgen, die ein Aufwecken des Rechners ermöglichen (z.B. die Netzwerkkarte für WOL).

Die Netzteilhersteller zählen normalerweise alle Einzelleistungen zusammen und geben das als Nennleistung an. Nur hilft es wenig, wenn das Netzteil auf +12V viel Leistung liefern kann, dafür auf +5V oder 3.3V einen Engpass hat. Wichtig ist tatsächlich der Strom, den ein Netzteil bei den einzelnen Spannungen liefern kann. Typische Werte sind etwa:

5V    30A        = 150W
  3.3V   35..40A     = 130W
   12V    15A        = 180W
    5V SB  2A        =  10W
   -5V     1A        =   5W
  -12V     1A        =  12W
 Summe:                487W

So ein Netzteil wird der Hersteller nun vermutlich -optimistisch aufgerundet- als 500W-Netzteil anpreisen. Und wenn mehrere Komponenten verbaut sind, die bei 5V zusammen mehr als 30A Strom brauchen, geht das Netzteil in die Knie, obwohl die angegebene Gesamtleistung noch *lange* nicht erreicht ist.

Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber tendenziell Nachts öfter abstürze zu haben.....kann das dann eventuell mit Spannungsspitzen o. irgendwie sowas von Kraftwerken zusammenhängen?

Wenn überhaupt, dann sollte man es genau umgekehrt erwarten. Spannungsspitzen treten vor allem durch elektrische Anlagen in der Schwerindustrie auf, und die laufen nachts teilweise gar nicht (nicht alle Industriebetriebe fahren drei Schichten).

Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass da eine Erklärung zu finden ist. Mein Gefühl sagt mir, dass es eher eine Komponente ist, die langsam an Altersschwäche leidet, oder dass zwei Komponenten sich unter bestimmten Voraussetzungen gegenseitig stören. Ich gehe davon aus, dass du schon alle Steckverbindungen auf festen Sitz überprüft hast, aber lockere Stecker sind tatsächlich oft ein Grund für sporadische Störungen.

So long,
 Martin

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Es gibt Tage, da gelingt einem einfach alles.
Aber das ist kein Grund zur Sorge; das geht vorbei.