bastold: Monitorempfehlung für Hobbyfotografen gesucht

Hallo!

Ich bin auf der Suche nach einem neuen TFT-Monitor.

Ich fotografiere sehr viel und möchte die Bilder dann auf meinem Macbook bearbeiten.

Der Monitor wird zu 90% für die Bildbearbeitung genutzt, die restlichen 10% sind surfen und DVD gucken.

Der Monitor sollte per DVI an meinen Macbook-Laptop angeschlossen werden und nicht grösser als 22 Zoll sein.
Preislich möchte ich bis ca. 170 EUR gehen.

Gibt es von euch evtl. Empfehlungen, was ich da kaufen könnte bzw. mit welchem Monitor ihr gute Erfahrungen in dem Bereich gemacht habt?

Vielen Dank!

  1. Gibt es von euch evtl. Empfehlungen, was ich da kaufen könnte bzw. mit welchem Monitor ihr gute Erfahrungen in dem Bereich gemacht habt?

    Monitore von Apple oder Eizo. Andere Marken sind nur empfehlenswert, wenn der Monitor mindestens mit MVA-/PVA-Paneltechnologie, besser mit (S-)IPS funktioniert. Diese Qualität kostet dann aber viel.

    Bloss keine mit "TN+Film" (häufig am billigen Preis erkennbar). Vielleicht auch bei http://www.prad.de nachfragen, diese Webseite ist auf Monitor-Berichte spezialisiert.

    1. Bloss keine mit "TN+Film" (häufig am billigen Preis erkennbar). Vielleicht auch bei http://www.prad.de nachfragen, diese Webseite ist auf Monitor-Berichte spezialisiert.

      Vielen Dank, schau ich mir an.

    2. Monitore von Apple oder Eizo.

      Brav nachbeten, was Steve sagt.

      Eizo ist schön und gut, aber so viel besser als andere sind sie auch nicht.

      Andere Marken sind nur empfehlenswert, wenn der Monitor mindestens mit MVA-/PVA-Paneltechnologie, besser mit (S-)IPS funktioniert. Diese Qualität kostet dann aber viel.

      Falsch - was ein Display kostet, hat nicht viel mit der Panel-Technologie zu tun, die Fertigungskosten sind im prinzip überal gleich - ein TN-Panel ist aber deutlich billiger als MVA,PVA oder IPS-Panels.

      Bloss keine mit "TN+Film"

      ... baut man ein TN-Panel mit "Film", ist man preislich aber schon wieder auf dem Nivau der anderen Paneltypen.

      (häufig am billigen Preis erkennbar).

      So wie der Eizo S2402WFS - am billigen Preis erkennbar ...

      1. Hallo,

        Eizo ist schön und gut, ...

        ist das so? Ich weiß, vor einigen Jahren, vor allem zur Zeit der Röhrenmonitore, war Eizo mal ein Name, der unweigerlich genannt wurde, wenn es um Topqualität ging. Heute heißt es da eher, "Ach ja, die gibt's freilich auch noch."

        aber so viel besser als andere sind sie auch nicht.

        Genau. Markennamen mit einem gewissen Qualitätsniveau zu assoziieren, ist über längere Zeit gesehen kritisch. Früher galt auch der Name Compaq mal als Synonym für PCs der Oberklasse. Heute verbindet man mit dem Namen, wenn überhaupt, höchstens noch überteuerte Ramschware. Ähnlich mit DELL: Früher verursachte die Nennung des Namens ein respektvolles Nicken, heute steht er nur noch für Billigschrott zu exklusiven Preisen - aber wenigstens der Support soll noch gut sein, sagt man.

        So long,
         Martin

        --
        Das Gehirn ist schon eine tolle Sache: Es fängt ganz von allein an zu arbeiten, wenn man morgens aufsteht, und hört erst damit auf, wenn man in der Schule ankommt.
          (alte Schülererkenntnis)
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        1. Eizo ist schön und gut, ...

          ist das so? Ich weiß, vor einigen Jahren, vor allem zur Zeit der Röhrenmonitore, war Eizo mal ein Name, der unweigerlich genannt wurde, wenn es um Topqualität ging. Heute heißt es da eher, "Ach ja, die gibt's freilich auch noch."

          Wir reden hier von 170-Euro-Monitoren - da ist Eizo bedeutungslos, die haben in dem Segement nichts mehr - da nimmt man Asus, LG, iiyama oder Samsung .

          Wenn du 2000 Euro für den Monitor ausgeben willst, ist Eizo eine gute Wahl - wobei ich tendentiell Dell- oder NEC-Geräte nehmen würde, die Kosten weniger und können mehr.

          Ähnlich mit DELL: Früher verursachte die Nennung des Namens ein respektvolles Nicken, heute steht er nur noch für Billigschrott zu exklusiven Preisen - aber wenigstens der Support soll noch gut sein, sagt man.

          Die Monitore sind empfehlenswert - die Rechner selbst haben mittlerweile Apple-Niveau. Wenn man sinnlos Geld verbrennen will, kann man gleich bei HP einen Server kaufen bzw. bald nicht mehr, die werden ja von Leo Apotheker grade gegen die Wand gefahren.

  2. Ich fotografiere sehr viel und möchte die Bilder dann auf meinem Macbook bearbeiten.

    Der Monitor wird zu 90% für die Bildbearbeitung genutzt, die restlichen 10% sind surfen und DVD gucken.

    Der Monitor sollte per DVI an meinen Macbook-Laptop angeschlossen werden und nicht grösser als 22 Zoll sein.
    Preislich möchte ich bis ca. 170 EUR gehen.

    Gibt es von euch evtl. Empfehlungen, was ich da kaufen könnte bzw. mit welchem Monitor ihr gute Erfahrungen in dem Bereich gemacht habt?

    Trulidu hat schon ein paar Stichwörter genannt die zwar unterm Strich zum richtigen ergebnis führen, aber leider in einem völlig falschen Kontext dargebracht werden und falsche Informationen breittreten. Der Panel-Typ ist nicht wirklich entscheidend, wenn das Geld keine Rolle spielt - er ist aber entscheidend, wenn es um den Preis geht.

    • TN-Panels sind schnell, haben aber keine guten Farben und einen schlechten Blickwinkel und sind extrem billig - die lassen wir mal außen vor.

    • TN+Film haben einen guten Blickwinkel aber keine gute Farbdarstellung und niedrigen Kontrast (sogar etwas schlechter als TN ohne Film)

    • MVA/PVA-Panels haben eine gute Farbdarstellung und einen großen Blickwinkel aber sind extrem langsam und schmieren bei schnellen Bewegungen

    • IPS sind (je nach Bauart) schnell, haben hoche Kontraste und Blickwinkel, die Farbdarstellung ist aber nicht überragend - aber besser als bei TN-Panels

    Diese unterschiede Fallen bei Modernen Panels aber nicht ins Gewicht - als normaler Mensch (nichtmal als Grafiker mit geschultem Auge) wirst du beim nackten Panel einen signfikanten Unterschied (vom Blickwinkel abgesehen) sehen. Ebenso ist der Preis der Panels (mit Ausnahme von hochwertigen OLED- oder E-IPS-Panels) nicht ausschlaggebend für den Preis des Monitors.

    Viel wichtiger als der Paneltyp ist die Oberfläche, die Hintergrundbeleuchtung und möglicherweise der darstellbare Farbraum.

    Nimm dir nach Möglichkeit ein "entspiegeltes verspiegeltes" Display, da hier die Farbdarstellung wesentlich treuer ist, als bei einem mattierten Display, da bei matten Displays das Licht gestreut wird und somit die dunklen Farbwerte verfläscht werden.

    Und ja, es nervt, wenn die Sonne von hinten reinscheint - aber da könntest du mit einem "normalen" Display auch nicht mehr farbtreu arbeiten.

    Der wichtigste Punkt ist und bleibt aber die Hintergrundbeleuchtung - diese muss gleichmäßig (stichwort "uniformity of brightness" und "uniformity of contrast") sein, damit die Farbdarstellung an allen Ecken und enden passt - und da wirst du in deiner Preiskategorie schlichtweg nix finden. Solche Monitore (entweder OLED nativ oder mit OLED-Hintergrundbelechtung) bekommt man von Eizo im unteren bis mittleren 4-stelligen Bereich - und auch nur in der Kategorie 27" aufwärts - so kleine "narrenkasterl" baut keiner mit derart teuerer Technologie. Das ist es, was gute Monitore wirklich teuer macht.

    Als Goodie oben drauf könntest du schauen, ob du einen Monitor findest, der Wide Gamut darstellen kann.

    In Summe: nimm dir lieber einen TN-Monitor mit guter Hintergrundbeleuchtung und als einen IPS, MVA oder PVA-Monitor mit Drecks-Hintergrundbeleuchtung.

    Geh' ins Geschäft und probier sie aus: bei vielen Monitoren sieht man oft schon, dass die Hintergrundbeleutung nur in den 4 Ecken sitzt und die Ecken daher deutlich heller sind.

    Besonders bei größeren Monitoren sind Kaltkathoden als Beleuchtung verbreitet - die leuchten die Fläche gleichmäßig aus - in deinem Preisbereich wirst du da aber auch kaum fündig werden - sowas ist meistens erst ab 24" aufwärts drin.

    Ggf. solltest du deine Preisvorstellung etwas nach oben korrigieren und enien 24"-Monitor wählen, da ist die Auwahl wesentlich besser, was eine ordentliche Hintergrundbeleuchtung angeht.

    Ansehen solltest du dir auf jeden Fall den ASUS PA246Q.

    1. Hallo,

      Und ja, es nervt, wenn die Sonne von hinten reinscheint - aber da könntest du mit einem "normalen" Display auch nicht mehr farbtreu arbeiten.

      richtig, das ist bei allen Displays ein Problem - sogar bei den alten Röhrengeräten.

      [...] der Wide Gamut darstellen kann.

      Hab ich noch nie gehört, musste erst mal recherchieren, was das ist (und hab's noch nicht ganz verstanden).

      Geh' ins Geschäft und probier sie aus: bei vielen Monitoren sieht man oft schon, dass die Hintergrundbeleutung nur in den 4 Ecken sitzt und die Ecken daher deutlich heller sind.

      Ich habe bei meinem Billig-TFT hier den umgekehrten Fall: Bei einfarbigem Hintergrund sehe ich zwei etwas hellere Streifen waagrecht verlaufen, da sitzen wohl die CCFLs. Die Randzonen, vor allem die Ecken, sind dagegen etwas schlechter ausgeleuchtet.

      Aber ich stelle auch andere Ansprüche an so'n Gerät und bin nicht bereit, deutlich über 200EUR für einen Monitor auszugeben.

      Ciao,
       Martin

      --
      Das einzige Problem beim Nichtstun: Man weiß nie, wann man damit fertig ist.
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    2. Ggf. solltest du deine Preisvorstellung etwas nach oben korrigieren und enien 24"-Monitor wählen, da ist die Auwahl wesentlich besser, was eine ordentliche Hintergrundbeleuchtung angeht.

      Vielen, vielen Dank für die ausführliche Erklärung!!!

      Aber es ist nicht nur das Budget, was "drückt", ich habe auch einfach keinen Platz für einen 24"-Bildschirm :(

  3. Der Monitor wird zu 90% für die Bildbearbeitung genutzt, die restlichen 10% sind surfen und DVD gucken.

    KO-Kriterium gegen "normale" Ware. Schau Dir den EIZO Flexscan S1931 an. Der ist nicht mehr aktuell, kann aber derzeit bei eBay bezahlbar geschossen werden.