Matthias Fulde: Was zum Geier hab ich da aufgeführt? Javascript Objekte und andere Irrsinnigkeiten...

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Hi Rolf,

das stimmt natürlich. Mein Beitrag war auch bloß als Ergänzung für Mitleser gedacht, die mit der Syntax eventuell noch nicht vertraut sind.

Zu mehr reicht's bei mir im Moment eh nicht, da mein Schwerpunkt Computer Vision/Machine Learning doch eine ganz andere Baustelle ist. 😉 Ich verfolge aber natürlich trotzdem die Weiterentwicklung der Sprache und da bleibt sowas mal hängen. Inwieweit das auch praktisch einsetzbar ist, habe ich mal gekonnt ignoriert…

Grundsätzlich empfinde ich den von dir vorgeschlagenen Weg der konservativen Programmierung allerdings als weitaus schwieriger und aufwändiger als die Alternative.

Das mag natürlich mit meinem Mangel an praktischer Erfahrung zusammenhängen, aber ich fühle mich komplett damit überfordert, einschätzen zu können, welche Features in welchen Browsern funktionieren und welche Browser für welche Zielgruppen überhaupt noch relevant sind.

Es erscheint mir viel einfacher, die kompatible Untermenge der Sprache von Leuten definieren zu lassen, die mehr Ahnung davon haben als ich, und dann meinen Code in die entsprechende Zielsprache übersetzen zu lassen.

Sofern man mehr als ein paar hundert Zeilen Code hat, will man den ja in der Regel ohnehin in mehrere Module zerlegen, die dann von einem Bundler für die Auslieferung an den Client wieder zusammengefügt werden. Wenn ich aber bereits so einen Buildschritt habe, ist es kaum Mehraufwand, noch einen Transpiler drüberlaufen zu lassen.

Der Aufwand, ein entsprechendes System aufzusetzen ist natürlich nicht Null, aber zumindest Webpack mit Babel lässt sich mittlerweile relativ leicht einrichten. Für die meisten Projekte dürfte die Standardkonfiguration ausreichend sein, so dass man nicht übermäßig viel Zeit in das Erlernen dieser Tools investieren muss.

Den Code zu übersetzen entlässt mich als Entwickler nicht komplett aus der Verantwortung und es bringt auch immer einen gewissen Overhead mit sich, aber zumindest kann ich für die Entwicklung meiner Programme die am besten geeigneten Sprachmittel verwenden, ohne mich dabei danach richten zu müssen, ob irgendein Feature zum aktuellen Zeitpunkt produktiv verwendet werden kann oder nicht – zumal sich das im Zweifel auch schneller ändert, als ich meinen Code anpassen kann…

Wenn man sich mit den Fähigkeiten der Browser so gut auskennt wie du, verschiebt sich die Schwelle, ab der der Einsatz solcher Tools als lohnenswert erscheint, wahrscheinlich ein ganzes Stück, aber ich stelle mir vor, dass so ein Übersetzungsschritt gerade für Leute mit weniger Erfahrung die Komplexität der Aufgabe insgesamt reduziert.

Viele Grüße,

Matthias