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Lieber Martin,

ich weiß ja, dass du auf den Dienst nicht gut zu sprechen bist. Aber dieses unverhohlene Bashing ist dann doch etwas daneben.

Du darfst mein Posting gerne so verstehen, wie Du willst. Vergiss aber bitte nicht, dass Deine Wahl des Verständnisses auch etwas über Dich aussagt.

Abgesehen davon: Ich verwende auf Whatsapp keine vollständigen Klarnamen (weder für mich, noch für meine Kontakte), und schon gar keine kompletten Kontaktdaten.

Was Du da an Daten preisgibst, ist nicht das Problem. In dem Artikel bei heise.de heißt es:

Das ausgewertete Teilnehmerverzeichnis von WhatsApp muss grundsätzlich für WhatsApp-Nutzer offenstehen. Sie müssen ja wissen, wen sie über die App erreichen können. In der Regel erfolgt das über den Abgleich des Smartphone-Adressbuchs. Das erfordert aber nicht, dass sich jeder unbegrenzt am Nutzerverzeichnis bedienen können muss – doch genau das war der Fall.

Da hilft es auch nicht, dass Meta davon spricht, dass sie „bereits an branchenführenden Anti-Scraping-Systemen gearbeitet [hatten], und diese Studie war entscheidend für die Belastungsprüfung und die Bestätigung der unmittelbaren Wirksamkeit dieser neuen Abwehrmaßnahmen.

Findest Du es nicht wichtig, dass die Öffentlichkeit über solche Misstände bei WhatsApp informiert sein sollte? Als ich bei uns im Kollegium fragte, ob sie auch Opfer vom Datenskandal bei WhatsApp geworden seien, war da völliges Unverständnis. Von diesen Nachrichten hatten die noch nie gehört oder gelesen. Deswegen habe ich mir bei Deinem Thread die Zeit genommen darauf hinzuweisen.

Und außerdem: Signal ist bei mir auch "unten durch", weil der Dienst in meinen Augen seinem eigenen Anspruch an Datenschutz und Privatsphäre nicht gerecht wird.

Es ist zwar etwas anderes, ob der Client auf die Liste aller User zugreifen darf, oder ob er „nur“ eine Anfrage an den Server sendet, welche der folgenden Daten dazu genügen, einen User dort zu finden, es ist aber in der Tat ein Problem hinsichtlich der DSGVO, da ich als Signal-User eine informierte Entscheidung treffen können sollte, ob ich so gefunden werden will, oder nicht.

Die eine Person ist inzwischen zu Telegram migriert. Ob das besser ist? 🤷

Bestimmt. Nicht. Aber bist Du Willens, Deinen eigenen Messenger-Dienst einzurichten, damit Menschen darüber mit Dir sicher kommunizieren können? Die Apps mit Matrix-Protokoll (z.B. Element, Fluffychat usw.) nutzen da ein föderales Netzwerk und sind dabei auch in der Lage Ende-zu-Ende zu verschlüsseln. Ist nicht so simpel auf diese Weise mit aller Welt in Messaging-Kontakt zu treten, was dazu führt, dass Otto Normalverbraucher eben weiterhin bei WhatsApp bleiben wird.

Liebe Grüße

Felix Riesterer

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