… soll ja, behaupten jedenfalls viele, irgend etwas einfacher machen. So weit, so gut. Aber dann gibt es „Glanzlichter“, die dazu verleiten, über das Vorhandensein von Intelligenz, den Umgang mit „Mathematik“ und andere Dinge nachzudenken. Dazu ein paar Beispiele aus der übelsten bislang mir bekannten Site:
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die drei Stylesheet-Files, die da referenziert werden, machen vom Umgang her (grob geschätzt) 200 bis 1000 Prozent des Umfangs aus, den das servierende HTML abgibt. Normal? Auch, wenn das dann „lediglich“ gut ein halbes Megabyte ist? So viel, daß der Browser, wenn man in der Style-Bearbeitung einen Blick drauf werfen will, eine merkbare Gedenkpause einlegt. So lange, daß das Betriebssystem versucht ist, die „nicht reagierende Anwendung“ abzuschießen?
Nein, das ist (technisch) kein aufgeblasener Kram: so ziemlich jedes nicht absolut nötige Zeichen (whitespace) ist da nicht drin, die Datenmenge wird aus lediglich vier Textzeilen gespeist … -
an einigen Stellen werden Zahlen (als „Variable“) gesetzt. Die sehen doch öfter irgendwie seltsam aus. Beispielsweise kann man ja vermuten, daß ein
0.08333333333333333ein eingespartescalc(1 / 12)repräsentiert. Eingespart? 5+19 Zeichen vs. \ 10? Aber wird da gerundet? Denn an solchen 3er-Sequenzen ist als letzte Ziffer manchmal dann auch eine 4, bei entsprechden 6er-Folgen eine 8 anstelle der erwarteten 7 zu finden. Und auch die verwendete Stellenzahl variiert doch deutlich: zwischen 5 und 17 Nachkommastellen konnte ich entdecken.
Abgesehen von diesen „mathematischen Patzern“ sind nicht wenige dieser Skalaren auch sonst einigermaßen zweifelhaft: wie viele Nachkommastellen bei Schriftgrößen-Angaben man wohl mit wie vielen (vor allem tatsächlichen!) Pixeln bemerken kann? Wer sieht z.B. 1.15384615em (oder auch rem) die 615 wohl an? (Ich denke da sofort an DNA: seine Überlegungen zu Weckern, zur Einstellung einer Weckzeit, haben es auch in „den zweifelnden Lachs“ geschafft. -
Man findet „lustige“ Konstrukte. Zunächst mal Doppelungen: manche Regel findet sich „weiter unten“ (und im gleichen Kontext) in identischer Form nochmal. Aber auch etwas wie (ich hab’ das mal „aufgedröselt“) z.B.
html {
&.html__responsive {
&.html__unpinned-leftnav {
.s-prose {
@media (max-width: 640px) {
--_pr-spoiler-after-t:calc(var(--su8) + var(--su1));
}
}
}
&:not(.html__unpinned-leftnav) {
.s-prose {
@media (max-width: 640px) {
--_pr-spoiler-after-t:calc(var(--su8) + var(--su1));
}
}
}
}
}
… „irritiert“ mich da schon ein wenig. Allerdings: in der Bandwurm-Gestaltung fällt es kaum auf. Vor allem, wenn das gezeigte Beispiel ursprünglich mehr als 10 „mit viel html.html__responsive… Style-Anweisungen waren.
Die Bennungen mancher Selektoren lassen SASS vermuten. Ich kenne SASS ja eigentlich nur „dem Namen nach“, aber frage mich doch, ob dieses Stück Software die Ursache sein kann. Oder liebt man da eher eine gewisse (Nicht-)Intelligenz?
So oder so: “don’t become a computer” war ein Werbespruch, der hier doch „ein klein Wenig zurecht gestutzt“ wurde. — Leute, Leute … nur „weil ein Computer das sagt“ ist’s noch lange nicht richtig oder gut!
Hat den Spolsky da doch noch der Excel-Kompatibilitäts-Bug eingeholt? Immerhin ist es doch sein Projekt (gewesen?)!
Wie auch immer: nur ein paar Knöpfe betätigen, vielleicht eine „Klick-Anweisung“ befolgen — ich würde sagen, das reicht bestenfalls für „Neuländer“ … und gerade bei Seiten wie der erwähnten würde man doch etwas mehr Sachverstand vermuten.