molily: dciwam

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Hallo Stefan und alle Mitdiskutanten,

weil das Publikum doch schon eine gewisse Vorauswahl durchlaufen hat

Genau aus dem Grund sind mir Webforen beziehungsweise das Selfforum lieber, denn in <dciwam /> belaufen sich die DAU- und Newbie-Postings auf ein Minimum. Das Selfforum ist ein Ort, in welchem der Gemeine Webseitenbastler[tm] ohne Zugangsbarrieren Hilfe und Rat findet, in dciwam diskutieren Experten hochtheoretisch scheinbar fernab von der (traurigen) Wirklichkeit des Webs. Dort trifft man in der Regel nur Menschen mit einem weit fortgeschrittenen Erfahrungsschatz, die für gewöhnlich das Webseitenkleben nicht als kreative Betätigung betrachten, weshalb ich mir einige Individuen des Selfforums keinesfalls in dciwam vorstellen könnte... Es ist eine rein technische Gruppe, was erwartet man?
Björn habe ich schon des öfteren hier auf seine in meinen Augen bizarren Verhaltensgewohnheiten aufmerksam gemacht (nein, ich möchte ihn nicht als Anschauungsobjekt missbrauchen, er ist nur eben auch hier bekannt), im Usenet wird sich daran niemand stören, was hier tagtäglich als Verstoß gegen die minimalsten Umgangsformen kritisiert wird. Der Kommunikation in dciwam ist eher funktional, themenfixiert, kurz und prägnant. Die meisten Diskussions(?)teilnehmer begnügen sich mit "Ja", "Nein", "Das ist falsch", Ein-Satz-Postings sind mehr die Regel als die Ausnahme, meistens reichen aber einige Wörter aus, sodass man nicht von Ein-*Satz*-Postings sprechen kann. Der Umgangston, wie gesagt... existiert so etwas? Der des Selfforums erscheint mir zumindest freundlicher. Immerhin hat dciwam eine eigene Gruppe für Menscheleien (darw)...

Nichtsdestoweniger sind die im Rahmen von dciwam entstandenen Dokumente sehr wertvoll und die Netzseiten der dciwam-Regulars enthalten die deutschsprachigen Standardwerke[tm] und nützlichen Übersetzungen, die eine Pflichtlektüre[tm] für jeden Webautor darstellen. (Das gedenke ich nicht zu bezweifeln.)
Erst gestern bekam ich einen Artikel in die Finger beziehungsweise vor die Augen (ja, Orlando, es war der "Typographie für Webautoren"), der mir sehr gefielt, und ich ärgerte mich, den Autor nicht zu kennen, da der/diejenige sicherlich auch weitere Artikel geschrieben hat, als ich dann entdeckte, dass es "nur" Christoph Päper ist...

Im Übrigen trifft man diese Wenigen auch ständig wieder, auf W3C-, CSS-Design- oder Accessibility-Listen, weiterhin im Umfeld des CCCs, des Fitugs und vereinzelt des FoeBuDs. Hinzu kommen Leute wie Ralph Segert, Jörg Kantel (stellvertretend für dutzende Andere webweit bekannte Blogger), Claudia Klinger, Michael Charlier, Boris Piwinger, Kristian Köhntopp (und viele andere usenetweit bekannte Individuen), Ulli Meybohm, Stefan Meretz (auch stellvertretend für weitere Menschen im Open Theory- und [ox]-Umfeld), Alvar Freude und Dragan Espenschied, denen man auch quer durch das Netz begegnet. Ich könnte dutzende weitere aufzählen, natürlich auch die dciwam-Regulars. Grausam, wie klein die (deutschssprachige) Netzwelt ist und dass scheinbar die "Grundarbeit" von einigen wenigen geleistet wird, beziehungsweise diese wenigen es geschafft haben, durch ihr Engagement zu Popularität zu kommen.

Grüße,
Mathias

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Geschwisterzwist zwischen Slivovic schlürfenden, spitzen, twistenden und schwitzenden Zwitscherschwestern.
Zwanzig Zwerge zeigen Handstand, zehn im Wandschrank, zehn am Sandstrand.
Kalle Kahlekatzenglatzenkratzer kratzt kahle Katzenglatzen.
Bietet Brunhilde berauschende Brüste, buhlt Bodo brünstig beim Balle.