Klaus Junge: (ZUR INFO) Zum Bild voller Wannen und verlorener Fäden

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Hallo allerseits,

RL hin, VL her, bei diesem Thread fallen mir wieder
die Konstruktivisten und Humberto Maturana ein.

Diese Leute haben doch herausgearbeitet, daß unsere
Sinnesorgane garkeinen direkten Zugang zur Realität
zulassen, schon rein biologisch nicht.

Hieraus ergibt sich dann, daß unser gesamtes 'Bild'
von der Umwelt sich in unserem Gehirn abspielt und
somit eh alles nur virtuell 'wahrgenommen' werden
kann, daß alles was wir als real bezeichnen, unsere
individuellen, 'bildhaften' Vorstellungen sind die
mit den Sinneseindrücken interagieren oder umgekehrt.
Aus diesen Interaktionen und unseren individuellen
Anlagen ergibt sich dann wiederum persönliches
Verhalten.

Ich gebe zu, daß diese Gedankengänge schwer nachzu-
vollziehen sind, sie geben aber doch ein ganz gutes
Denkmodell zum Verständnis des Verhaltens der Lebe-
wesen ab.

Als Konsequenz daraus ergibt sich wiederum, aus meiner
Sicht, daß es müßig ist zu versuchen irgendwo eine
Grenze zwischen RL und VL ziehen zu wollen.

Ist der Verlust des Terms RL nun ein Verlust?
Ich glaube nicht und empfinde es auch nicht so.
Mir erscheint es als Erweiterung der Möglichkeiten.

Bliebe nur zu überlegen warum der Term RL in dieser
Diskussion eine solche Rolle spielt, warum er so
vehement 'verteidigt' und beschworen wird?

Klaus

PS: im Thread sehe ich zwar irgendwie einen roten
Faden, aber ich weiß auch nicht wohin mit diesem
Posting, also hänge ich es ganz unten an.