Stefan Muenz: root und ruth - oder: Emanzipation unter Unix

Liebe Forumer,

"Richtige" Webmaster unter euch wissen es laengst: "root" - zu deutsch "Wurzel" - ist der allerheiligste Benutzername auf jedem Unix-System, der Universalschluessel, mit dem der Superuser auf dem Rechner so ziemlich alles treiben kann was er will.

Nun habe ich bei Recherchen zu einem bestimmten Thema entdeckt, dass dieser Benutzername auf neueren Systemen offenbar immer haeufiger durch "ruth" ersetzt wird (also einfach durch den weiblichen Vornamen). Damit wird wohl dem beruehmten "Rest der Welt" (auch eine Unix-spezifische Kategorie) signalisiert, dass es sich um einen modernen, emanzipierten Rechner handelt, der dem patriarchalischen System abgeschworen hat und seine weiblichen tty's betont.

Daraus resultieren natuerlich Fragen. Was ist an einem Rechner, insbesondere an einem Rechner mit Unix-System, weiblich? Sind es die Nullen im Gegensatz zu den Einsen? Die forks (Gabeln) im Gegensatz zu den pipes (Pfeifen)? Sind es die ports (Haefen des Heimkommens) im Gegensatz zu den daemons (boese Daemonen)? Also Unixer und besonders UnixerInnen - wer weiss die Antwort?? ;-)

viele Gruesse
  Stefan Muenz

  1. Hallo,

    also ich finde den versuch einer Einteilung ob maennlich oder weiblich
    unfair gegenueber den unschuldigen (naja) Computer gegenueber!
    Wir als subjektive versuchen hier, den Computer einfach
    ein geschlcht ueberzustuelpen wie es uns passt. Aber wird
    der Computer gefragt??

    ich hab es jetzt mal getan (http://www.uni-erlangen.de/cgi-bin/webadm/test/deutsch.cgi):

    Hier das Protokoll:

    ----
    ich: hallo Eliza
    Eliza: hallo. Was hast du denn?
    ich: Ich hab eine Frage an dich.
    Eliza: Warum sagst du, du hast eine Frage an mich?
    ich: Was ist dein geschlecht?
    Eliza: Warum denkst du an mein geschlecht?
    ich: Nun ja, also, aehm, ich, aeh, bin halt neugierig!
    Eliza: Ich verstehe.
    ich: Bist du maennlich oder weiblich?
    Eliza: Vielleicht bin ich maennlich oder weiblich in deinen Fantasien.
    ich: Und was wirklich?
    Eliza: Beschäftigen dich diese Fragen?
    ICH: JA!!!!!!
    Eliza: Kannst du das nicht etwas erläutern?
    ich: Ich will es wissen!
    Eliza: Warum willst du das?
    ich: Weil ich neugierig bin!
    Eliza: Weil du neugierig bist?
    ich: Nein, eigendlich frag ich nur weil gerade so ein Trueffelhopser den neuen Seitenschwein aus dem Chat genervt hat, damit dieser erstmal die FAQ lernt und keine inhaltslosen Fragen mehr stellt.
    Antworte, verdammt!!!!!!!
    Eliza: Macht dich das unglücklich ?

    BUMMMMM!!
    ------

    Ich glaube, wir brauchen die Frage nicht mehr zu eroertern,
    ob dieser Computer maennlich oder weiblich WAR.

    ich plaediere aber fuer was ganz anderes, fuer alle die
    im Buero zusammen mit anderen sind:
    Der Computer ist zu Siezen!
    und zwar aus dem einfach Grund, das sich so niemand anders
    im Buero angegriffen fuehlt:
    Wenn ich vor dem Comp sitze und den anfluche: 'Du ***** Ding, du
    undankbare ****, ***, ******. Dich sollte man ********...'

    Dann kann dies zu Missverstaendnissen fuehren, wenn sich
    ein Mitarbeiter angesprochen fuehlt!
    Wenn man dagegen so flucht:
    'Sie verdammtes *****, gehen Sie doch ueber den Jordan, Sie , Sie....ARG'

    Dann ist die Bueroatmosphere wieder gut :)

    Ciao,
      Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang!

      Wenn man dagegen so flucht:
      'Sie verdammtes *****, gehen Sie doch ueber den Jordan, Sie , Sie....ARG'

      Dann ist die Bueroatmosphere wieder gut :)

      Es sei denn, just in dem Moment kommt der Chef rein...

      Bis danndann
      PAF (patrickausfrankfurt), SELFSPEZIAL

  2. Hallo Stefan,

    Was ist an einem Rechner, insbesondere an einem Rechner mit Unix-System, weiblich? Sind es die Nullen im Gegensatz zu den Einsen? Die forks (Gabeln) im Gegensatz zu den pipes (Pfeifen)? Sind es die ports (Haefen des Heimkommens) im Gegensatz zu den daemons (boese Daemonen)? Also Unixer und besonders UnixerInnen - wer weiss die Antwort?? ;-)

    Ich weiß sie nicht, vermute aber, dass das unbeschreiblich weibliche an einem Rechner von innen kommt (genau wie natürliche Schönheit, wobei da natürlich mit den Merz-Spezial-Dragees nachgeholfen werden kann). Ein weiblicher Rechner, egal, mit welchem Betriebssystem er (sie) konfiguriert ist, hat ja ein paar ganz besondere Eigenschaften:

    Ist sie eine dem männlichen Geschlecht eher positiv eingestellte Maschine, wird sie bei männlichen Usern niemals abstürzen, bei weiblichen wird sie sich eher neutral verhalten, also die üblichen Bugs produzieren.
    Ist sie eine "Rechner-Emanze", wird sie sich ausschließlich mit weiblichen Userinnen abfinden können. Selbst wenn diese mal im Chat einige schwache Momente zeigen sollten, erscheint auf dem Desktop sofort nach Absturz des gerade aktiven Programmes folgende Fehlermeldung:

    Inwieweit sich sie Unix- Rechnerinnen von den mit anderen gebräuchlichen Betriebssystemen ausgerüsteten Rechnerinnen dahingehend unterscheiden, ob ihre Verzeichnisse lieber gemountet oder gevalleyt werden sollten, sei mal dahingestellt. Insgesamt gesehen kann man für weibliche wie für männliche Rechner eines gewiß sagen: Unberechenbar sind sie alle.

    Viele Grüße,

    Kirsten

  3. Hi,

    warum immer dieses unsägliche Konkurrenzdenken?
    Es muß beides geben!

    In diesem Sinne:

    /etc (ms/entw@tkgelb) pg passwd
    root:!:0:0::/:/bin/ksh
    ruth:!:0:0::/:/bin/ksh

    Na also - geht doch ... ;-)

    mfG - Michael