Hi Alexander,
Wie schon andere hier bemerkten, benimmt sich der IE in Sachen
MIME-Typen etwas daneben, eine URL, die auf .txt endet, wird
IMMER als Text heruntergeladen und angezeigt, auch wenn der
MIME-Typ z.B. image/jpeg ist.
Seltsam, daß immer die Microsoft-Produkte Probleme mit offenen
Standards haben.
tja, wenn es nur so wäre!
Es ist aber m. E. offensichtlich anders: M$ arbeitet nach Erwartungswert des Gesamtnutzens für die Anwender.
Es gibt viel mehr falsch konfigurierte Server als Anwendungen, die darauf _angewiesen_ sind, ein Bild mit der Endung ".txt" anbieten zu können.
Konsequenterweise nimmt M$ an, daß es sich auf die Endung .txt (die dem Ersteller der Datei zweifellos bewußt ist) eher verlassen kann als auf die Konfiguration der MIME-Typen des Webservers (welche dem Seitenbastler praktisch nie zu Gesicht bekommen - oder, Chräcker? ;-).
Meiner Meinung nach arbeitet der M$ _absichtlich_ fehlerhaft (d. h. im Widerspruch zum gültigen Standard), weil der Hersteller davon ausgeht, daß er damit mehr Fehler von Ahnungslosen repariert, als korrekte Anwendungen von Experten zu beschädigen.
(Bei der Interpretation von kaputtem HTML-Code ist es ja genauso.)
Und abgesehen davon, daß dies statistisch gesehen sogar sinnvoll ist (falls man Attribute wie "Zuverlässigkeit" oder "Vorhersehbarkeit der Ergebnisse" etc. als irrelevant ansieht), ist auch noch festzuhalten, daß die solcherart "geschädigten" Profis ja immerhin genug Ahnung von der Materie haben, um auf diese bewußten Verstöße gegen die Standards zu reagieren - während die Ahnungslosen ihre eigenen Fehler ja weder erkennen noch gar beheben können.
So schrecklich es für einen Fan korrekt arbeitender Software sein mag: An der Philosophie von M$ ist gerade in der Welt des WWW mit "everyone's a publisher" (egal, mit welchem Basiswissen) leider durchaus etwas dran ...
Viele Grüße
Michael