Hallo razycons
wir machen grade in Ethik eine ja immernoch heikle Angelegenheit durch, die Abtreibung!
Dazu habe ich grade etwas gefunden, was sicherlich auch von öffentlicherem Interesse ist. Um den Text zu verstehen, ist es allerdings von Vorteil, sich mit der Materie 'Moral' auseinanderzusetzen:
weißt du, was ich an all diesen Dikussionen immer so deprimierend finde?
Da wird sonstwer zur Begründung herangezogen aber niemals die Betroffenden selbst, die schwangerschaft unterbrechenden Frauen.
Für die Vielzahl der betroffenden Frauen ist die Beantwortung einiger einfachen aber grausamen Fragen ausschlaggebend:
Kann ich meinem Kinde den Lebensstandard, die Ausbildung und die Chancen die ich habe oder die meinen anderen Kinder haben geben?
Wird die Geburt eines Kindes mich und meine anderen Kinder in die Armut treiben? Werde ich von Sozialhilfe abhängig sein oder werde ich diskriminiert?
Behalte ich langfristig den Arbeitsplatz?
Kann ich die nächsten 20 Jahre angemessen für das Kind sorgen?
Steht der Vater zum Kind oder stehe ich alleine da?
Genau das sind die Fragen, die die meisten Frauen bewegen. Da zählt nicht was irgend jemand erforscht hat oder zu glauben meint. Mit theoretischen Ansätzen kann sich eine Frau in dieser Situation nicht beschäftigen. Sie nutzt sie allenfalls zur Begründung, um mit dem eigenen Gewissen und den Selbstvorwürfen klar zu kommen.
Geredet werden kann viel. Entscheidend ist aber immer nur der konkrete Augenblick und die Zukunft, die man für sich und sein Kind sieht. Sieht man keine oder eine schlechte, dann entscheidet man sich gegen das Kind.
Bringe in eurem Unterricht ruhig mal die Frage ein, ob sich die Anzahl der Abtreibungen nicht reduzieren würde, wenn die Gesellschaft kinderfreundlich wäre?