Thomas Meinike: ein paar Fragen

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Hallo,

da ich auch in der Weiterbildung aktiv bin, möchte ich mir mal eine didaktische Frage erlauben: Bringt das wirklich was, die Leute am Anfang die Tags, vielleicht mit einer Syntaxhilfe, von Hand eintippen zu lassen? Ich meine die Frage nicht ironisch, sondern habe das schon wirklich, auch bei anderen Kursthemen, ernsthaft überlegt.

Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht und zwar sowohl in der Ausbildung von Studierenden der Technischen Dokumentation als auch in der Erwachsenenbildung.

Irgendwie scheint mir das so eine Art pädagogisches Ritual zu sein, das ziemlich viel Zeit kostet, und ich bin vom Lerneffekt nicht wirklich überzeugt.

Ich arbeite mit einem Rahmenmaterial (siehe: http://webserver.et.fh-merseburg.de/person/meinike/htmlkurs.htm) und vor allem arbeite ich mit Kreide und Tafel (auch mit PC und Beamer) und ermoegliche das Schritt-fuer-Schritt-Nachvollziehen. Seminaristische Vorlesung koennte man das nennen.

Ich will's nochmal auf der Metaebene formulieren: In vielen pädagogischen Konzepten wird Lernen als eine Art künstlicher Verlangsamung aufgefasst, für die Praxis etwa so formuliert, dass man bei den ganz simplen Dingen anfangen muss, und dann nach und nach analytisch und aus kleinen Bausteinen komplexere Zusammenhänge aufbauen muss.

Nein, bei mir laeuft das ganz und gar nicht so ab. Ich habe (im Studium) fuer HTML und spaeter XML 30 Semesterwochenstunden zur Verfuegung (JavaScript und PHP kommen ggf. als Wahlpflichtfaecher hinzu). In dieser Zeit schaffe ich die Voraussetzungen fuer andere Faecher der Kolleginnen und Kollegen, die sich mehr dem "Webdesign" zuwenden.

MfG, Thomas