Moin!
Die Entstehung der Seite kann (nicht nur durch den Kunden, der den Text größtenteils selbst verfaßt hat) bezeugt werden.
Das ist schon mal sehr gut. Zeugen und Beweise sind für gerichtliche Auseinandersetzungen immer notwendig.
Die Domain mit dem Plagiat endet mit -.de.vu .
Was bedeuten Domains mit dieser Endung?
Die bedeuten eigentlich nichts - jedenfalls sind sie rechtlich irrelevant und werden genauso behandelt wie eine ganz normale .de, .at, .ch, .com, .org etc...
Was kann ich gegen den Plagiator unternehmen?
Ein Anwalt ist teuer ... :o((
Wenn der Anwalt klagt und Erfolg hat, zahlt die Gegenseite. Allerdings muß man dazu erstmal die Gegenseite ausfindig machen.
Da du den Kundenauftrag erwähntest: Der Kunde hat vermutlich als einziger ein Interesse an der Verfolgung der Kopie - also ist das erstmal seine Aufgabe, den Anwalt zu bezahlen. Du selbst bist aus der Sache eigentlich vollkommen raus: Die Webseite wurde erstellt und abgenommen, befindet sich damit in Kundenhand und -verantwortung.
Du solltest dich zuallererst mit dem Kunden abstimmen. Was der nicht will, kannst du kaum allein anstrengen.
Dann solltest du feststellen, wer hinter der Kopie steckt. Konkurrenz? Dummdreiste Jungs? Abhängig davon sollte die Wahl der Kampfmittel ausfallen: Böse Mails, die entsprechend bedrohlich wirken, reichen für die kleinen Fische. Konkurrenten sollten gleich anwaltlich abgemahnt werden, sofern sie feststellbar sind und strafrechtlich erreichbar (also meist: im Inland ansässig).
- Sven Rautenberg