Erbitte Kommentare Ergänzungen zu diesem Thema
MichelM
- meinung
Formularprüfung als Besucherschreck
Sind sie sinnvoll ?
Wer sich über mangelnde Besucherresonanz wundert, findet den Grund in der mangelhaft gestalteten Formularprüfung.
Wir haben uns also auf die Suche begeben und die schlimmsten Fehler hier aufgelistet. Denn das Onlineformular ist meist die grösste Hürde bei Neukundengewinnung.
1. Der Denkfehler: Hier bin ich der Chef ! Der Besucher wird zur Marionette gemacht.
2. Nach der Formularprüfung ist das Formular leer. Der Anwender muss alles neu eingeben.
3. Die Formularprüfung enthält keine Angaben, was falsch eingeben wurde.
4. Datenschutzhinweis fehlt
5. Warum muss ich das alles angeben ?
6. Datenschutzhinweis fehlt - was passiert mit meinen Daten ?
7. Pflichtangaben führen zu Falschangaben.
8. Das Formular übermittelt sensitive Daten unverschlüselt.
9. Hinweise auf AGB und andere Bedingungen nicht direkt einsehbar.
10. Der Besucher erhält keine eMail-Bestätigung oder er kann diese nicht an-/abwählen.
11. Formularmanager benutzen und "Auto ausfüllen" ist nicht möglich.
12. Angaben zu Pflichtfeldern fehlen gänzlich.
13. Unabsehbare Folgen.
14. Eingabehilfen und Tastaturkontrollen werden nicht berücksichtigt oder sind fehlerhaft.
15. JavaScript und andere Funktionen sind fehlerhaft oder nicht installiert.
16. Formulare sind "überdesignt": lange Ladezeit, Orientierungs- und Konzentrationsdefizite.
17. zuviele Eingaben erforderlich - die Konzentration auf das Wesentliche fehlt.
18. Angaben zur alternativen Kontaktaufnahme fehlen gänzlich oder teilweise.
19. Onlineformulare werden ohne Hinweis über Standard-Emailprogramm abgeschickt.
20. Bei kostenlosem Angebot wurden Bank- und Creditkartennummern verlangt.
21. Es werden Informationen über IP-Adresse und Benutzerdaten mit versteckten Feldern übermittelt.
22. Pop-ups mit wichtigen Informationen (z.B. unnütz bei pop-up-Killern und bestimmten Browsereinstellungen)
Abhilfen:
1. Immer im Sinne des Besuchers denken !
2. Viele Onlineformulare selbst ausfüllen.
3. Prüfungen nur auf das wichtigste beschränken; den Sinn der Prüfung erkennbar machen.
Besser: Ganz auf Prüfungen verzichten.
4. Eingabefelder mit [erforderlich] und [optional] kennzeichnen. Ein Asterisk * ist falsch.
5. Emailprüfung auch für exotische Mailadressen ermöglichen mein.posteingang@meine.domain.sub.eu
6. Sonderzeichen in eMaildressen automatisch wandeln (z.B. ä in ae usw.).
7. Nummernprüfungen bei Telefon etc. unsinnig, denn 0700 meinschoenerName ist auch eine gültige Telefonnummer.
8. Lieber falsch und fehlerhaft ausgefüllte Formulare in Kauf nehmen, als einen möglichen Kunden verschrecken
9. Datenschutzhinweis einführen.
10. Geschäfts- und Lieferbedingungen mit der Mailbestätigung mitschicken, aber auch berücksichtigen, dass jemand keine eMail-Adresse und z.B. nur im Internetcafe Zugang hat.
11. Formulare nach WAI-Regeln [Neues Fenster] gestalten
12. Die Formular-Code sorgfältig prüfen und/oder von anderen testen lassen
13. Sicherheitsfeatures nutzen, z.B. eine Virenprüfung.
14. Die Angabe in Form eines Impressums schafft Vertrauen. (Wem schicke ich meine Daten ?)
15. Immer alternativ eine eMail-Adresse angeben und Kontaktaufnahme über eMail-Progamm erlauben.
16. Benutzerschnittstellen sind das Wichtigste: Weder Kosten noch Mühe scheuen.
17. Verzicht auf unnötige Bilder und Grafiken - die meisten User haben ihren Blick beim Tippen auf der Tastatur.
18. Bei Anwendung von CSS daran denken, dass Buttons und Eingabefelder eindeutig erkennbar sind.
19. Coupons, Postkarten, Werberückantowrten aus Zeitschriften, Werbebroschüren etc. als Anregung nehmen.
20. Immer daran denken, dass Scripting deaktiviert sein kann.
21. Hilfefunktionen und tooltipps einbauen; z.B. mit title="Beschreibung"
22. Systemeinstellungen erlauben; z.B. für Windows XP: <META http-equiv="MSThemeCompatible" content="Yes" >
23. Zusatzinformationen bestätigen lassen und ggf. auch begründen (z.B.: "IP-Adresse zu Ihrer Sicherheit übermitteln ?").
Als besonders hilfreich erwiesen sich der Composer von Netscape 7.0 unter Windows bzw. Quanta unter Linux, sowie ergänzende Tools wie DOM-Inspektor und JavaScript-Debugger von Mozilla.org. Für den Mozilla/Netscape ist auch prefbar.xpi erhältlich, womit das Testen mit verschiedenen Optionen möglich wird. Mozilla.org [Neues Fenster]
Den Code mittels HTML Tidy zu prüfen erwies sich als nützlich und erforderlich. w3c.org [Neues Fenster]
Moin Moin !
Abhilfen:
1. Immer im Sinne des Besuchers denken !
Kundenorientierung ? Bist Du wahnsinnig ? Das wäre ja noch schöner !!! ;-)
5. Emailprüfung auch für exotische Mailadressen ermöglichen mein.posteingang@meine.domain.sub.eu
Noch gibt es keine .eu-TLD ;-)
6. Sonderzeichen in eMaildressen automatisch wandeln (z.B. ä in ae usw.).
NEIN!
Zumindest theoretisch dürfte der Namensteil der Mail-Adresse so pervers sein, wie es der Mailserver mag. Details stehen in den einschlägigen RFCs. Mail-Adressen sollte man nicht "heile machen", dabei könnte einiges zu Bruch gehen.
Was ist, wenn mein (nicht existierender) Mail-Server einen Account mit der Mail-Adresse //x$%!@example.com führt ?
7. Nummernprüfungen bei Telefon etc. unsinnig, denn 0700 meinschoenerName ist auch eine gültige Telefonnummer.
Naja, ich weiß nicht. 555-SHOE (hallo Mr. Bundy) ist zwar witzig, aber eigentlich sollten Telefonnummern nur Nummern sein.
8. Lieber falsch und fehlerhaft ausgefüllte Formulare in Kauf nehmen, als einen möglichen Kunden verschrecken
Ja.
15. Immer alternativ eine eMail-Adresse angeben und Kontaktaufnahme über eMail-Progamm erlauben.
Auf jeden Fall! Telefon- und Fax-Nummer wären auch hilfreich.
BTW: mailto-Formulare in einem nicht Mailfähigem Browser sind echt *SCH*****E*. Lieber einen Form-Mailer benutzen.
17. Verzicht auf unnötige Bilder und Grafiken - die meisten User haben ihren Blick beim Tippen auf der Tastatur.
Dezenter Hinweis auf die TAB-Taste, die bei den meisten GUIs den Fokus auf's nächste Feld wechselt.
20. Immer daran denken, dass Scripting deaktiviert sein kann.
23. Zusatzinformationen bestätigen lassen und ggf. auch begründen (z.B.: "IP-Adresse zu Ihrer Sicherheit übermitteln ?").
Alexander
Tach auch,
Naja, ich weiß nicht. 555-SHOE (hallo Mr. Bundy) ist zwar witzig, aber eigentlich sollten Telefonnummern nur Nummern sein.
Sind sie ja auch. Aber diese Uebersetzungen in Buchstaben bzw Worte sind halt einfacher zu merken. Ich kann mich nach ueber zehn Jahren noch an 1-800-FLY-LUFT erinnern, das ist/war die Nummer fuer Lufthansa in den USA. 1-800-359-5838 ist da nicht so einfach. Und diese 0700 Nummer funktionieren meines Wissens nach dem gleichen Prinzip.
Gruss,
Armin
Halli,
Naja, ich weiß nicht. 555-SHOE (hallo Mr. Bundy) ist zwar witzig, aber eigentlich sollten Telefonnummern nur Nummern sein.
Sind sie ja auch. Aber diese Uebersetzungen in Buchstaben bzw Worte sind halt einfacher zu merken.
Nur ist es normalerweise so, daß man in ein Formular auf einer Webseite eher die eigene(n) Nummer(n) eingibt und nicht irgendwelche (schwer zu merkende) fremde Nummern.
cu,
Robert
Tach auch,
Sind sie ja auch. Aber diese Uebersetzungen in Buchstaben bzw Worte sind halt einfacher zu merken.
Nur ist es normalerweise so, daß man in ein Formular auf einer Webseite eher die eigene(n) Nummer(n) eingibt und nicht irgendwelche (schwer zu merkende) fremde Nummern.
Und? Wenn meine Nummer 0700-ARMIN ist? Weil ich mir die extra besorgt habe? Vielleicht weil ich ein so schlechtes Zahlengedaechtnis habe? Mal davon abgesehen dass die meisten Menschen recht selten bei sich selber anrufen.
Denkt doch mal ein bisschen kreativer...
Gruss,
Armin
Tach auch,
19. Onlineformulare werden ohne Hinweis über Standard-Emailprogramm abgeschickt.
19a. Der Browser weiss nichts vom Standard-Emailprogramm, das Formular wird daher gar nicht abgeschickt
7. Nummernprüfungen bei Telefon etc. unsinnig, denn 0700 meinschoenerName ist auch eine gültige Telefonnummer.
7a. Nummernpruefung bei Postleitzahlen kann unsinnig sein, auch SN3 1QU ist eine gueltige Postleitzahl...
Gruss,
Armin