Hallo, Chräcker,
keine "ich-will-jetzt-eine-Grundsatzdiskusion"-Frage sondern ein wirkliche "hab-ich-was-bisher-übersehen?"-Frage ;-)
Grundsätzlich ist die Diskussion schon, in einer bestimmten Art und Weise...
auf was beziehen sich Deine Bedenken bei:
.oO(Och, was ich mich freue, dass ein Benutzerstylesheet
position:fixed wunderbar einfach aufheben kann.(...)
jetzt wechselt man einfach von Frames
auf position:fixed, als wäre es der Nonplusultraersatz, ohne sich
mit dem Grundlegenden auseinandergesetzt zu haben...)
Im Grunde genommen ;) ist es mit der richtigen Verwendung von position:fixed nicht anders als mit der richtigen Verwendung von Frames - sie muss nachvollziehbar sein und es muss ein tatsächlicher Bedienungsvorteil für den Benutzer offensichtlich sein, erst dann ist sie sinnvoll - wo die Anwendung von Frames/position:fixed gerechtfertigt ist, beurteilt jeder natürlich anders, mir würde es ausreichen, wenn der Netzautor überhaupt darüber reflektieren würde. Ich freue mich, dass Frames zugunsten von CSS-Layout aufgegeben werden, weil damit schlagartig viele Probleme aus der Welt geschafft werden, da CSS-Layout immer eine Trennung von Inhalt und Präsentation zur Folge hat, womit die Diskussion um die Zugänglichkeitsbarrieren durch Frames ein Ende hat, da das Dokument ohne CSS vollwertig ist. Mir macht es jedoch Angst, dass die jetzige schon vorhandene zweifelhafte Anwendung von Frames eins zu eins mit position:fixed nachgebaut wird, ohne dass man sich die (ja, grundsätzliche ;)) Frage stellt, warum man etwas fest positionieren will und ob das Layoutelement überhaupt von seiner Funktion her dazu prädestiniert ist. Ich finde weiterhin "konventionell" mitscrollende Bedienelemente nicht weniger benutzbar als eine fest positionierte Navigation, welche womöglich ein Viertel des Bildschirms einnimmt. Dem Benutzer ist die Webseite als "Montagefläche", die wie ein Bild gescrollt werden kann, gut bekannt, aus diesem Grund gilt es abzuwägen, ob man diese verständliche Darstellung und die daraus erwachsene intuitive Bedienung zugunsten eines "Gucklochs" bzw. Sichtfensters auf den scrollenden Inhalt aufgibt.
Wenn man also position:fixed als Ersatz für Frames einsetzen möchte, hieße das in vielen Fällen, erst einmal die schrottigen, überflüssigen und hochkomplexen Framelayouts zu destruieren, um eine benutzbare, völlig neue Seitenstruktur zu erstellen, welche durchaus position:fixed sinnvoll einsetzen kann. Nur wenn man schon Frames nicht sparsam und mit Bedacht eingesetzt hat, hat eine zweifelhafte Anwendung von position:fixed im Vergleich zu einer zweifelhaften Anwendung von Frames nur wenige Vorteile...
Wie Orlando schon sagt, können fest positionierte Bereiche den Benutzer auch ungemein einschränken, siehe auch http://www.jendryschik.de/wsdev/css/fixed/#abneigung.
IMHO kommen die meisten Netzautoren nicht umhin, eine völlig neue Navigation sich auszudenken, wenn sie von Frames auf CSS-Layout umsteigen, ob position:fixed oder nicht ist in dem Falle erst einmal irrelevant. Ich habe mich schon oft zu den Navigationsdefiziten von Frames geäußert und wie man sie "immanent" kompensieren könnte, in Anbetracht eines frametypischen Projektaufbaus, welcher - wenn man von JavaScript-Lösungen absieht - immer nur eine statische Primärnavigation bieten kann, ist es unmöglich, die Navigationsstruktur unverändert in ein CSS-Layout umzuwandeln.
Unter dem Strich wollte ich nur sagen, dass jede Technik einer gewissenhaften Anwendung bedarf, es ist ganz trivial... ;) Mit anderen Layouttechniken kann man genauso viele Fehler machen, nur position:fixed taucht hier in letzter Zeit sooft als der hochmoderne und modische "Ersatz von Frames" auf, aber eigentlich haben Frames und position:fixed nur eine einzige Gemeinsamkeit, nämlich dass sich Bereiche fest positionieren lassen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich nicht nicht "FÜR" oder "GEGEN" position:fixed. ;) "Legen Sie Ihr Geld in dada an!" http://www.peak.org/~dadaist/Deutsch/Graphiken/legen.html... oder wahlweise http://home.t-online.de/home/dj5nu/lit-nonsens.html... ich komme vom Thema ab.
Mathias